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Deutsch – Usbekisches Business-Forum in München • Der Funke ist übergesprungen…

Deutsch – Usbekisches Business-Forum in München • Der Funke ist übergesprungen…

Anlässlich des Besuches des Premierministers der Republik Usbekistan, Abdulla Aripov, organisierte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft gemeinsam mit der Botschaft der Republik Usbekistan und dem Deutsch- Usbekischen Wirtschaftsrat am 15. November in München das Deutsch – Usbekische Business-Forum, das im Hotel Bayerischer Hof stattfand.

Im Rahmen des Forums wurden die Investitions- und Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Textil-, Pharmazie-, Baustoff-, Chemiesektor, sowie für den Automobilsektor, in der Republik Usbekistan präsentiert. 160 Teilnehmer informierten sich über das Investitionspotential, aktuelle wirtschaftliche Entwicklungen, über einen der bedeutendsten Zukunftsmärkte in Zentralasien, über Usbekistan.

Das Business-Forum wurde durch Manfred Grundke, dem Sprecher des Arbeitskreises Zentralasien im Ost-Ausschuss und Co-Vorsitzenden des Duwirat. eröffnet. Er begrüßte den usbekischen Premierminister Abdulla Aripov und die bayerische Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie.

In ihrer Ansprache betonte die Bayerische Staatsministerin das Interesse  an einer Zusammenarbeit und Bedeutung von Bayern als einen wertvollen Partner für Usbekistan. Ein Beispiel für bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit sind die Unternehmen MAN und Knauf. Die Bayerische Wirtschaft ist an einer langfristigen Zusammenarbeit interessiert, sieht in Usbekistan einen bedeutenden Zukunftsmarkt.

Frau Staatsministerin Aigner sagte: „Bayern sieht gute Chancen einer engen wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Bayern und Usbekistan. Usbekistan ist für uns ein spannender Zukunftsmarkt. Das deutsch-usbekische Wirtschaftsforum ist eine gute Gelegenheit, sich intensiv über Kooperationsmöglichkeiten auszutauschen. Zahlreiche bayerische Unternehmen sind bereits im Land aktiv und weitere werden folgen. Damit leistet die bayerische Wirtschaft einen entscheidenden Beitrag dazu, die fortschreitende Liberalisierung in Usbekistan weiter zu unterstützen.“

„Das Deutsch-Usbekische Business-Forum ist ein Schlüssel für den Ausbau der bilateralen Beziehungen, es gilt Ärmel hochzukrempeln für einen freundlichen, aufrichtigen, konstruktiven Dialog, um auch bei Schwierigkeiten voranzukommen, um gute Früchte ernten zu können. Herr Premierminister, ich kann Ihnen versichern, dass Sie in der deutschen Wirtschaft einen ernsthaften und einen zuverlässigen Partner haben. Exzellenz ...kommen sie bald wieder, sie sind immer herzlich willkommen.“

Manfred Grundke, Mitglied des Präsidiums des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, Vorstandsvorsitzender des deutsch-usbekischen Wirtschaftsrats, griff den Gesprächsfaden auf…richtete sich anerkennend an den Premierminister und sagte: „es ist für uns eine besondere Ehre, dass die erste Auslandsreise nach Deutschland, nach Bayern geht.“

Usbekistan ist durch tiefgreifende Reformen immer wichtiger geworden. Das Land hat in etwa so viele Einwohner wie Benelux, Kasachstan, ist eine der wichtigsten Regionen in Zentralasien, verfügt über umfangreiche Energie Ressourcen, Rohstoffe. In seinen Ausführungen ging Herr Grundke auf die Entwicklungen und partnerschaftliche Zusammenarbeit ein.

„Usbekistan ist bestrebt, sich sehr dynamisch zu modernisieren, die Wirtschaftsstruktur zu erneuern, es gibt eine Reihe von erfolgreichen Kooperationsmodellen. Usbekistan liegt ideal an der neuen Seidenstrasse, verfügt über Gold, Silber, …eine Vielzahl an Rohstoffen, besitzt jedoch keine eigene Schmuckindustrie.“

„Die Länder Zentralasiens werden immer spannender, aufgrund ihrer günstigen geografischen Lage, sind wichtig für Europa und Asien. Daraus ergeben sich Chancen und Herausforderungen für die Infrastruktur. Es wurden wichtige Schritte unternommen um Handelshemmnisse abzubauen. Usbekistan hat unter dem neuen Staatspräsidenten Shavkat Mirzijojev einen bemerkenswerten Reformkurs unternommen, es geht um eine Liberalisierung der Währung, das ist ein enormes Signal. Wir begrüßen die Reformen, unternommenen Schritte, dass eines der größten Hemmnisse weggefallen ist. Wir werden Usbekistan ein erstklassiger Partner sein, wollen dazu beitragen, die Modernisierung umzusetzen, es geht um eine Steigerung der Wertschätzung; insbesondere diese vor Ort zu erreichen. Deutschland ist am Aufbau der lokalen Märkte interessiert.

Deutsche Qualität kann dazu beitragen die Wettbewerbsfähigkeit zu fördern, durch einen Austausch an Technologie, wir ... haben eine ganze Menge anzubieten, in Übereinstimmung unserer Ziele, einer Win-Win-Situation für beide Partner.“

Abdulla Aripov – Premierminister der Republik Usbekistan

Der Premierminister stellte in seiner Ansprache die guten bilateralen Beziehungen heraus, insbesondere die Vorteile, die Usbekistan anbieten kann. „Es geht um einen dynamisch wachsenden Markt, es gibt günstige Beziehungen zu den Nachbarschaftsstaaten, zu Kasachstan.

Usbekistan kann eine solide Stabilität vorweisen, es gibt eine Vielzahl an Rohstoffen, Ressourcen, sowie niedrige Preise für Energieträger. Diese Faktoren sind eine Schlüsselpriorität für das Businessklima. Es wurden, längst überfällige Reformen des Devisenhandels unternommen, es gibt eine frei konvertierbare Währung. Dies ermöglicht eine Rückführung der Gewinne. Barrieren werden konsequent beseitigt. Es war ein wichtiger Schritt, der Beitritt zur WTO... Im Doing-Business- Report der Weltbank hat Usbekistan binnen sechs Jahren den Sprung von Platz 166 auf 74 geschafft. Es wurden 14 Freie Wirtschaftszonen eingerichtet, die Unternehmen Steuervergünstigungen bieten. Durch Freihandelsabkommen mit anderen GUS-Republiken können rund 277 Millionen Konsumenten erreicht werden.“

„Es wurden Maßnahmen unternommen um Steuern zu mindern, Kontrollen radikal reduziert. Der Staat Usbekistan reformiert sich, ist bereit die kompliziertesten Reformen durchzuführen. Usbekistan ist bestrebt für Deutschland ein sicherer Partner zu sein. Das Land ist reich an Rohstoffen, …das ist eine Einladung für Partner aus den Technologiebereichen. Beispiele einer der erfolgreichen und langjährigen Zusammenarbeit sind die Unternehmen MAN, Krupp, CLASS, Deutsche Kabel und u.a. das Beispiel in SAMARKAND, die Produktion von modernen Traktoren.

Der Premierminister lud deutsche Investoren und führende Firmen zu neuen Handels- und Wirtschaftprojekten ein, zeigte sich interessiert am Ausbau der Beziehungen und einer engen Zusammenarbeit.

Usbekistan bietet moderne Baumaterialen, hat ein großes Agrar/Potential, verfügt über die Produktion von hochwertigem Obst und Gemüse. Das Land bietet eine Zusammenarbeit oder die Verarbeitung von Produkten an. Es werden Unternehmen für die Bereiche Logistik, Zusammenarbeit im Bereich der Entwicklung des Tourismus gesucht. Der Premierminister sagte: „Deutschland ist sehr reich an Erfahrungen in diesem Bereich, wir freuen uns darauf...“

Darüber hinaus wird auch eine Zusammenarbeit im Bereich medizinischer Tourismus, Automobilindustrie angestrebt. Neben bestehenden Kooperationen mit General Motors besteht Interesse an deutschen Herstellern. Es werden Partnerschaften auf staatlicher und privater Ebene angestrebt, Herr Abdulla Aripov sagte: “ ... das ist etwas Neues für uns, aber wird sind sicher, dass unsere deutschen Partner einen wertvollen Beitrag dazu leisten können. Usbekistan ist, was Finanzen angeht, ein aufstrebendes Land. Wir sind bereit gemeinsam langfristige Projekte zu unterstützen, Deutschland ist der größte Handelspartner in der Europäischen Union.

„Wir sind bereit auf den deutschen Markt zu liefern…“

Es wurde beschlossen in München ein Handelshaus zu eröffnen, auch eine direkte Flugverbindung nach München ist angedacht.

Herr Premierminister sagte zum Abschluss der Veranstaltung: „... ich bin sicher, dieses Forum ist der Beginn für den Aufbau guter Kontakte, das wird eine gute Basis für weitere Beziehungen sein... sprach in Deutsch: „man soll das Eisen schmieden, solange es glüht. GUTE SAAT BRINGT GUTE ERNTE – HERZLICH WILLKOMMEN IN USBEKISTAN!“

Das Publikum reagierte spontan mit einem begeisterten Applaus über diese Ausführungen.

Die anwesenden Gäste konnten die feierliche Unterschriftszeremonie/ Vereinbarungen zwischen Deutschen/Usbekischen Unternehmen beobachten.

Es wurden insgesamt 77 Dokumente mit einem Vertragsvolumen in Höhe von 1.312,0 Mrd. US-Dollar unterzeichnet, darunter: - im Investitions- und Finanzbereich – Vereinbarungen über 1.217,3 Mrd. USD, - Handelsverträge im Wert von 94,7 Millionen Dollar.

Im Anschluss an die Unterschriftszeremonie referierte Herr Laziz Kudratov, Erster stellvertretender Vorsitzender des Staatskomitees für Investitionen der Republik Usbekistan über das Investitionspotenzial von Usbekistan

Die Podiumsdiskussion stand unter dem Thema: Investitionsmarkt Usbekistan, Reformen und Perspektiven der bilateralen Beziehungen". An der Diskussion nahmen Deutsche- und Usbekische Vertreter teil, informierten jeweils über die bisherige Zusammenarbeit. Jede Seite berichtete über bisherige Tätigkeit, erreichte Erfolge und Herausforderungen für die Modernisierungen in Usbekistan, Bereiche für Entwicklungschancen und Investitionen.

Teilnehmer an der Podiumsdiskussion waren: Laziz Kudratov, Erster stellvertretender Vorsitzender des Staatskomitees für Investitionen der Republik Usbekistan. lslom Dschasimov, Stellvertretender Vorsitzender der Industrie- und Handelskammer der Republik Usbekistan; Umid Salimov, Vorsitzender der Uzavtosanoat JSC. Manfred Grundke, Sprecher der Komplementäre der Knauf Gruppe Turan Caglayan, Bereichsleiter für Zentralasien bei der DEG-Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH. Richard von Braunschweig, Vizepräsident der MAN Truck & Bus AG. Die Moderation hatte Eduard Kinsbruner, Regionaldirektor Zentralasien, Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft.

Im Anschluss an die Veranstaltung lud Herr Premierminister Abdulla Aripov die geladenen Gäste zu einem gemeinsamen Abendessen und bilateralen Treffen ein. Den Gästen wurde als Kostprobe usbekische Spezialitäten, frisches Obst, Trauben, Walnüsse, getrocknete Aprikosen, Rosinen und köstliche Melonen serviert.

Kommentar USBEKISTAN-ONLINE: Das Deutsch – Usbekische-Business-Forum war ein wichtiger Schritt für die weitere Entwicklung der bilateralen Beziehung, Förderung des Dialogs zwischen Deutschen und Usbekischen Unternehmen. Das Ergebnis der Kooperation in Höhe von mehr als 1,3 Mrd. $ ist ein wichtiges Signal an die deutsche Wirtschaft. Usbekistan ist der Schlüssel für einen dynamischen entwickelnden Markt in Zentralasien. Durch die tiefgreifenden Reformen im Land sind alle Voraussetzungen gegeben, jetzt zu investieren. Unverkennbar ist auf beiden Seiten ein Funken übergesprungen, jetzt gilt es das heiße Eisen zu schmieden!

Die Teilnehmer des Deutsch-Usbekischen Businessforum waren sichtlich mit den Informationen durch die Repräsentanten und fachkundigen Referenten sowie über die erreichten Ziele zufrieden, blicken jetzt auf weiteren Schritte in der Zusammenarbeit mit Usbekistan.

Sehr erfreulich wurde die Offenheit und Herzlichkeit der usbekischen Gäste wahrgenommen. Der Usbekische Premierminister überzeugte durch ein charismatisches Auftreten und seine Nähe zum Publikum – ohne jegliche Berührungsangst... ganz im Gegenteil. S.E. stand für alle Fragen der Teilnehmer jederzeit zur Verfügung, wurde von Interessenten dicht umlagert. Der eingeschlagene Reformkurs in Usbekistan überzeugt nicht wie in der Politik häufig üblich durch schöne Worte, sondern durch mutige Schritte und Taten. Der erste Auslandsbesuch des Premierministers nach Bayern hat sich für alle Seiten gelohnt.

Im Laufe des Abendprogramms wurde bekanntgegeben, dass im nächsten Jahr ein Deutsch- Usbekisches Business-Forum in Taschkent stattfinden soll. Seine Exzellenz hat hierzu alle Teilnehmer des Forums und Interessenten sehr herzlich eingeladen.

Beitrag: Nilufar Yulcharayeva/ Gerhard Birkl; Fotos: @Gerhard Birkl

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