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Möglichkeiten des Trans-Kaspischen Ost-West-Handels- und Transitkorridors / Route 4 führt durch Usbekistan

Möglichkeiten des Trans-Kaspischen Ost-West-Handels- und Transitkorridors / Route 4 führt durch Usbekistan

Am 22. November 2017 fand in den Räumen der Deutschen Bank in der Berliner Filiale „Unter den Linden“ eine Veranstaltung statt. Ausgerichtet wurde sie mit Unterstützung des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft und des Deutsch-Aserbaidschanischen Forums. Man besprach die aktuellen Möglichkeiten der Zusammenarbeit in den Bereichen Verkehr, Logistik, transnationale Konnektivität, Transit und Handel. Vertreter der Wirtschaft aus Deutschland und Aserbaidschan sowie Behördenvertreter aus dem vorderasiatischen Land nahmen daran teil.

S. E. Herr Botschafter Ramin Hasanov teilte mit: „Im Namen Aserbaidschans möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken, dass wir hier dieses Projekt präsentieren dürfen. Das Vorhaben steht ja auch für die Modernität und Wettbewerbsfähigkeit Aserbaidschans.“ Unter den Gästen traf man beispielsweise den Rechtsanwalt Hanns-Eberhard Schleyer an. Der ehemalige Staatssekretär und Chef der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz war von 1989 bis 2009 Generalsekretär des Zentralverband des Deutschen Handwerks. Ebenso traf man Christian Wiesenhütter bei dieser Tagung an. Er ist Stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Berlin. Dipl.-Ing. Volker Tschapke ist Ehrenpräsident der „Preußischen Gesellschaft.“ Sie hat ihren Sitz am ehrwürdigen Gendarmenmarkt.

Zur Sprache kam sehr oft die symbolische Brücke, die man bauen möchte. Güter sollen verstärkt auf Wasserwegen und auf der Schiene rollen. Die Seidenstraße soll dabei wieder ein ganz großes Gewicht spielen und ihren alten Glanz und Stellenwert erhalten. China transportiert beispielsweise auf der Schiene Güter, die über Kasachstan und dann über das Kaspische Meer per Fähren Aserbaidschan erreichen. Von dort gehen die Güter per Schiene in die Nachbarländer Aserbaidschans, Georgien und die Türkei. Dort werden sie über das Schwarze Meer verschifft. Ab 2020 sollen pro Jahr mindestens 1 Million Container transportiert werden und 13 Fähren sollen zum Einsatz kommen. Regionen, die nicht direkt auf dieser Route liegen, sollen durch Abzweigungen verbunden werden. Bandar Abbas, die Hauptstadt der Provinz Hormozgan im Süden des Iran am Persischen Golf, soll für dieses Projekt für die Islamische Republik Iran dann eine sehr bedeutende Rolle spielen. Die Stadt Kuryk in Kasachstan soll für Kasachstan eine Art Drehkreuz bei diesem Projekt werden. Später soll der Transport nach Routen organisiert sein, die Nummern tragen.

Die Route Nummer 4 beispielsweise verbindet auf einer Strecke von fast 6.000 Kilometern das iranische Bandar Abbas mit Turkmenistan, diesen Staat wiederum mit seinem Nachbarn Usbekistan. Vom zentralasiatischen Usbekistan geht es ins Nachbarland Kasachstan und von dort bis nach Moskau. In der russischen Hauptstadt soll die Route 4 enden beziehungsweise beginnt sie bei diesen Projektvorhaben.

Im Pressegespräch teilte Volker Tschapke mit: „Heute habe ich beeindruckende Zahlen gehört. Wenn man, so wie ich als gelernter Bauingenieur, sein Leben lang es mit Hoch- und Tiefbauten zu tun hatte, kann man nur Respekt zollen, dass man Strecken von 6.000 Kilometern und noch darüber hinaus in Angriff nimmt. Es belegt auch, die Staaten in Vorder- und Zentralasien nehmen am internationalen Wettbewerb teil. Das sind für die doch noch so jungen Staaten Aserbaidschan, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisien, Tadschikistan und Georgien Glanzleistungen. Man ist ja gerade erst einmal ein Viertel Jahrhundert alt. Der Transport auf Schienen und die damit verbundene Renaissance der Seidenstraße ist begrüßenswert aus einem ganz wichtigen Gesichtspunkt. Der Klimawandel ist doch aktuell in aller Munde. Erst letzte Woche ging die UN-Klimakonferenz mit mehreren tausend Teilnehmern in Bonn zu Ende. Die Eisenbahn ist das klimafreundlichste Verkehrsmittel und wird hierzulande stiefmütterlich behandelt. Wir Deutschen können uns da eine ganze Menge Positives in den Ländern Vorder- und Zentralasiens abgucken.“

(Text: VTN/Fotos: Ralf Flucke)

Titelbild: S. E. Herr Botschafter Ramin Hasanov(li.) und Volker Tschapke

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Volker Tschapke (li.) und Christian Wiesenhütter

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Hanns-Eberhard Schleyer

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