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​Usbekistan steigert Export für edle Früchte

Usbekische_Melonen Usbekische Melonen

Der Export von Wassermelonen aus Usbekistan stieg in den letzten neun Monaten nach Angaben des staatlichen Statistikausschusses um das 8,5-fache im Jahresvergleich.

Usbekistan exportierte mehr als 54,7 Tausend Tonnen Melonen in 27 Länder. Bis zum 1. November wurden mehr als 54,7 Tausend Tonnen Melonen im Wert von 22,1 Millionen US-Dollar exportiert. Diese Zahl ist 32 Tausend Tonnen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Kasachstan 19,9 Tausend Tonnen
Kirgisistan 17,7 Tausend Tonnen
Russland 6,6 Tausend Tonnen
Ukraine 3,9 Tausend Tonnen
Lettland 2,6 Tausend Tonnen

Bis zum 1. November dieses Jahres wurden mehr als 48.000 Tonnen Datteln im Wert von 24,9 Millionen US-Dollar exportiert. Nach Angaben des Pressedienstes des Landwirtschaftsministeriums sind es 20,8 Tausend Tonnen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Dem Bericht zufolge wurden 24.000 Tonnen Datteln in die Republik Kasachstan exportiert, 14,3 Tausend Tonnen in die Russische Föderation, 2,5 Tausend Tonnen in die Kirgisische Republik und 1,2 Tausend Tonnen in die Ukraine.

Quelle/ Fotos: Informationsdienst des Landwirtschaftsministeriums der Republik Usbekistan

Empfohlene LINKS:
USBEKISTAN-ONLINE:
Usbekischer Melonentag in Deutschland - Festtag der "usbekischen Honigmelone"
Land der edlen Früchte

WIKIPEDIA: Kaki (Dattelpflaume)
Landwirtschaftsministerium Usbekistan (UZ, RU)

Edle usbekische Früchte - sonnengereifte Kaki

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Copyright

© Informationsdienst des Landwirtschaftsministeriums der Republik Usbekistan

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Die größten Außenhandelspartner Usbekistans

UZ-Handel Außenhandel Usbekistans
Nach den Ergebnissen von 10 Monaten sind China, Russland, Kasachstan, die Republik Korea und die Türkei die größten Außenhandelspartner Usbekistans.

Von Januar bis Oktober erreichte Usbekistans Außenhandelsumsatz 30.059,4 Mio. USD, von denen sich die Exporte auf 13.329,1 Mio. USD beliefen, und die Importe auf 16.730,3 Mio. USD, berichtet der IA-Korrespondent "Dunyo".

Nach Angaben des Staatlichen Statistikausschusses kooperiert Usbekistan mit mehr als 160 Ländern der Welt. Das größte Volumen des Außenhandelsumsatzes wurde mit China (17,1 Prozent), Russland (15,1 Prozent), Kasachstan (7,7 Prozent), der Republik Korea (5,9 Prozent), der Türkei (5,5 Prozent), Kirgisistan (2,4 Prozent) und Deutschland verzeichnet (2,1 Prozent).

Quelle/Foto: Dunyo.info

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Mein Weg nach Deutschland - Studieren in Deutschland

studieren_in_deutschland Studium in Deutschland - Studienkolleg
Ich heiße Khojimurod Umirdinov und wurde im Jahr 1997 in der Stadt Fergana, in Usbekistan geboren. Schon als Kind hatte ich den festen Wunsch einmal Arzt zu werden. Dementsprechend habe ich in der Schule viel Wert auf naturwissenschaftliche Fächer wie Biologie und Chemie gelegt. Nachdem ich mein akademisches Lyzeum abgeschlossen habe, kam mir die Idee, in Deutschland Medizin zu studieren. Auch meine Eltern bestärkten mich in diesem Vorhaben. Um meinem Berufsziel näher zu kommen, habe mich dazu entschlossen, in die Hauptstadt Taschkent zu ziehen, um dort im Goethe-Institut Deutsch zu lernen. Die Zeit dort verging sehr schnell und so hatte ich bereits nach einem Jahr das Goethe-Zertifikat B2. Mit diesem Zertifikat habe ich mich um einen Studienplatz an einem Studienkolleg in Deutschland beworben. Im März 2017 habe ich die Aufnahmeprüfung für das Studienkolleg an der Martin-Luther-Universität in Halle erfolgreich absolviert. Innerhalb eines Jahres musste ich sozusagen durch Feststellungsprüfungen in den Fächern Deutsch, Chemie, Mathe, Physik und Biologie mein in Usbekistan erworbenes Abitur, in Deutschland erneut ablegen.

Studienkolleg zur Vorbereitung für ein Studium in Deutschland
An dieser Stelle möchte ich auf das Thema Studienkolleg näher eingehen. Das Studienkolleg ist eigentlich für uns, „usbekische Ausländer" eine Vorbereitung auf das Studium an einer Universität in Deutschland. Am Kolleg gibt es insgesamt vier verschiedene Kurse. Sie sind M(Medizin),-T(Technik),-W(Wirtschaft)- und G(Geschichte) - Kurse unterteilt. Wenn man z.B. in Deutschland Humanmedizin studieren möchte, muss man erst im M-Kurs am Studienkolleg studieren.

Da wir in Usbekistan über verschiedene Bildungsarten nach der mittleren Allgemeinbildung wie z.B akademisches Lyzeum, Berufsmittelschule, (diese Bildungsart wurde kürzlich abgeschaft) und mittlere Bildung in den Schulen verfügen, haben deutsche Universitäten dementsprechend unterschiedliche Kriterien zu unserer Vorbildung. Wenn man z.B. in Usbekistan die Mittelschule beendet hat, muss man erst in Usbekistan an einer Universität ein Jahr oder zwei Semester studieren, um das Studienkolleg in Deutschland besuchen zu dürfen.

Für Absolvierenden vom akademischen Lyzeum gilt, sie können nach dem akademischen Lyzeum direkt zum Kolleg kommen. Dafür muss man sich zuerst über Uni-assist bewerben. Uni-assist ist sozusagen eine Brücke für ausländische Bewerber und deutschen Universitäten und verlangt von Bewerbern verschiedene Unterlagen wie z.B. Schulabschlusszeugnis. Uni-assist leitet die Unterlagen an die Universitäten weiter.

Nachdem man die Zulassung zur Aufnahmeprüfung zum Kolleg erhalten hat, muss man für das Visum in der deutschen Botschaft einen Antrag stellen. Eine der wichtigsten Voraussetzung der Botschaft ist ein Sperrkonto in Deutschland, worauf man mindestens 10300.- Euro als "Sicherheit" hinterlegen muss!!!. Damals habe ich selbst bei der Deutschen Bank ein Konto eröffnet. Welche Unterlagen der deutschen Botschaft in Taschkent abgegeben werden müssen, findet man in diesem Link: Taschkent.Diplo | Merkblatt für die Beantragung eines Visums zum Studium

Gute Vorbereitung - Vorbereitung und nochmals... - viel Geduld!
Damit man mit der Vorbereitung auf Aufnahmeprüfung und gleichzeitig solchen Unterlagen klar kommen kann, muss man viele Sachen frühzeitig erledigen z.B. für die Eröffnung meines Bankkontos brauchte ich genau einen Monat. Das Geld auf dem Konto gehört selbstverständlich dem Studierenden, ist dafür gedacht, dass man während des Studienkollegs keine Schwierigkeiten mit der Finanzierung des Studiums haben. Davon dürfen monatlich circa 860.- Euro für den Lebensunterhalt ausgegeben werden.
Nach dem Studienkolleg habe ich mich für den Studiengang Humanmedizin beworben und zwei Zulassungen von den Universitäten Kiel und Düsseldorf erhalten. Ich habe mich letztlich für die Universität Düsseldorf entschieden und bin derzeit im 3. Studienjahr.

Zusammenfassung/ Übersicht wichtige Schritte und erforderliche Unterlagen (...unvollständige Liste, ggf. weitere persönliche Unterlagen )
Für ein Studium in Deutschland sind in der Regel folgende Schritte notwendig:
• Persönliche Zielsetzung, Motivation, Mut, Ausdauer und Geduld!
• Deutsch Zertifikat, Goethe-Zertifikat B2
• Mittelschule und Studium in Usbekistan, 1 Jahr
bzw. akademisches Lyzeum, Kolleg in Usbekistan
• Aufnahmeprüfung Studienkolleg in Deutschland
• VISA durch die Deutsche Botschaft, Taschkent
• Feststellungsprüfung in Deutschland (Deutsches Abitur), z. B. Deutsch, Chemie, Mathe, Physik, Biologie
• Zusage Studiengang xxxx
• Deutsches Bankkonto, Sperrkonto mit ca. 10.300.- EUR
• Für den Aufenthalt in Deutschland sollten Sie finanziell abgesichert sein.

Erforderliche Dokumente
1. Informationen über die Anerkennung von Schulabschlüssen gibt es auf dem Infoportal für ausländische Bildungsabschlüsse "anabin". Dort können internationale Qualifikationen besser verglichen werden.
2. Deutsch Zertifikat, Goethe-Zertifikat B2
3. Polizeiliches Führungszeugnis*
4. Passkopie, Gültigkeit mindestens während des Studienkollegs xx Jahre
5. Geburtsurkunde*
6. Motivationsschreiben. in Deutsch (Muster, siehe Anhang)
7. Tabellarischer Lebenslauf, in Deutsch (Muster, siehe Anhang)
8. Nachweis Krankenkasse
* Ausstellungsbehörde in Usbekistan, notarielle bzw. beglaubigte Bestätigung/ Übersetzung in Deutsch

Neben dem Studium drehe ich auch kurze Videos unter dem Namen "Germaniyaga. yó", in denen ich berichte, wie mein Weg nach Deutschland sich gestaltet hat und welche Erfahrungen ich währenddessen gemacht habe. Da ich damals keine Bekannten in Deutschland hatte, die diesen Weg bereits bestritten haben, hatte ich viele Schwierigkeiten mit den benötigten Unterlagen für das Studium.

Ich erhoffe mir, mit meinen Videos Interessenten, die sich für ein Studium in Deutschland entschliessen, Tips- und Hilfestellungen zu geben und einige Schwierigkeiten zu ersparen. 

Weitere Informationen über ein Studium in Deutschland biete ich auf meinem Kanal an:
YouTube Kanal: Xojimurod Umirdinov und Telegram: https://t.me/germaniyagayol

Beitrag/Foto: Xojimurod Umirdinov

YOUTUBE Kanal: Xojimurod Umirdinov: https://www.youtube.com/channel/UCOwXSr6UfoUVDL-TZ22NTmg und
Telegramm: https://t.me/germaniyagayol

*** Empfohlene LINKS:

Wichtige Voraussetzungen
Taschkent.Diplo
| Merkblatt für die Beantragung eines Visums zum Studium
anabin Das Infoportal zu ausländischen Bildungsabschlüssen
Uni-assist (Studienvermittlung) | Studienkolleg
Schengenvisainfo: Finanzierungsnachweis für ausländische Studenten in Deutschland – Voraussetzung für ein Studentenvisum
Studienkollegs | Liste der Arbeitsgemeinschaft bundesweiter Studienkollegs

Tips: MUSTERVORLAGEN
Hochschulinitiative-Deutschland - Tabellarischer Lebenslauf
Stepstone - kostenlose Lebenslauf -Vorlagen
Motivationsschreiben | mba-master.de

WIKIPEDIA: Studienkolleg

Technische Universität München (TUM); Studienkolleg
DAAD | Deutscher Akademischer Austauschdienst
Foundation Courses (Studienkollegs) in Germany

GESELLSCHAFT
Lebenshaltungskosten | Übersicht | WIKIPEDIA
Statistiken Lebenshaltungskosten Deutschland
NUMBEO: DEUTSCHLAND | USBEKISTAN

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Usbekistan feiert – „Der Tag der interethnischen Toleranz“

Tag_der_Toleranz Der Tag der interethnischen Toleranz
Am 16. November wurde in Usbekistan "Der Tag der interethnischen Toleranz" gefeiert. Unter der Leitung des Präsidenten wurden Veranstaltungen zum Thema "Vorrangige Richtungen der staatlichen Politik zur Stärkung der religiösen Toleranz und der interethnischen Harmonie in der Gesellschaft" abgehalten. An den Veranstaltungen nahmen Vertreter verschiedener Organisationen, Leiter nationaler Kulturzentren, Freundschaftsgesellschaften und religiöser Konfessionen sowie Journalisten teil. Ziel der Veranstaltungen war es günstige Bedingungen für die Aktivitäten nationaler Kulturzentren und Freundschaftsgesellschaften im Land als auch mit dem Ausland festzustellen.

Die Geschichte Usbekistans belegt, dass das Land über die Jahrtausende hinweg wechselseitige Beeinflussungen verschiedener Religionen, Kulturen und Sitten erlebte. Aufgrund seiner geographischen Lage an der Großen Seidenstraße – am Kreuzungspunkt der Karawanenwege, dieser alten transkontinentalen Handelsmagistrale, die Ost und West verband – war Usbekistan stets Schmelztiegel vieler Völker.

Usbekistan ist heute ein Vielvölkerstaat mit mehr als 120 Nationalitäten. Entsprechend der ethnisch multikulturellen Bevölkerung gilt es eine Vielzahl von ethischen und kulturellen Interessen zu berücksichtigen, ein friedliches Miteinander gesellschaftlich zu fördern. So ist folglich von entscheidender Bedeutung, dass im moslemischen Staat die Religionsfreiheit in Usbekistan verfassungsgemäß garantiert ist. 

Trotz des hohen Anteils sunnitischer Muslime ist das Land ein weltlicher Staat, es herrscht Toleranz gegenüber anderen Religionen durch einen respektvollen, friedlichen Umgang und miteinander in allen Glaubensfragen. Zur Staatsdoktrin gehört die Trennung von Staat und Religion, ein stetiger Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften und deren Vertretern. 

In Usbekistan sind religiöse Gemeinschaften von vierzehn Konfessionen vertreten. In den letzten Jahren wurden Hunderte Kirchen, Synagogen und Bethäuser restauriert oder erbaut, darunter orthodoxe Kirchen in Taschkent, Samarkand und Navoi, eine armenisch-apostolische Kirche in Samarkand, ein buddhistischer Tempel in Taschkent. Das Christentum ist nach dem Islam die zweitwichtigste Religion in Usbekistan. Ca. 88% der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, etwa 9% gehören der russisch-orthodoxen Glaubensrichtung an, überwiegend Angehörige der russischen Minderheit. Darüber hinaus gibt es Angehörige christlicher Konfessionen, Angehörige der Armenisch-Apostolischen Kirche, der Katholischen Kirche, der Evanglisch-Lutherischen Kirche und andere Glaubensrichtungen.

Usbekistan setzt sich dafür ein, dass die Religion die Rolle eines Vermittlers von Grundwerten, von historischem und kulturellem Erbe wahrnimmt. Es gibt 163 christliche Organisationen. Gegenwärtig sind 33 orthodoxe, fünf katholische und vier evangelisch-lutherische Gemeinden registriert, 8 jüdische Gemeinden, 6 Baha'i-Gemeinden, einen buddhistischen Tempel, die Hare Krishna-Gesellschaft und die interreligiöse Bibelgesellschaft in Usbekistan.

Moscheen und Gebetshäuser sind für alle Gläubige offen, Besucher immer herzlich für eine "seelische Pause" stets willkommen. Es ist daher verständlich dass Gebete an hl. Orten häufig von Einheimischen und Besuchern gemeinsam stattfinden. Gerade für ein moslemisches Land ist diese Offenheit ungewöhnlich und beispielhaft wie Religion als harmonisches Miteinander gelebt werden kann.

Landesweit fanden Ausstellungen mit Büchern von Vertretern verschiedener Nationalitäten zum Thema „Interethnische Harmonie und Freundschaft - Schlüssel zur Entwicklung", eine Fotoausstellung über die Aktivitäten von Freundschaftsgesellschaften mit dem Ausland sowie eine internationale Online-Konferenz und andere Veranstaltungen zur spirituellen Erleuchtung statt.

Derartige Veranstaltungen tragen zum gegenseitigen Verständnis in der multikulturellen Gesellschaft des Landes bei, zeugen von den Bemühungen für ein interethisch harmonisches Zusammenleben. Usbekistan demonstriert mit dem „Tag der interethnischen Toleranz" einmal mehr seine Bereitschaft für eine friedfertige und harmonische Gemeinschaft, ist an einer guten nachbarschaftlichen Beziehung zu den Ländern in Zentralasien und enger kultureller Zusammenarbeit interessiert. International besteht ein öffentliches Interesse die Vielfalt der Kultur, die Offenheit und Toleranz des Landes besser bekannt zumachen.

In den letzten Jahren sind in Europa, insbesondere in Deutschland nationalistische Strömungen erkennbar. Das Zusammenleben verschiedener ethnischer Gruppen erzeugen zunehmend politische Herausforderungen und werfen viele gesellschaftliche Fragen auf. Hier könnten die Erfahrungen Usbekistans im Umgang mit ethnischen Gruppen, in einer multikulturellen Gesellschaft, einen wertvollen Beitrag für ein harmonisches Miteinander leisten.

Beitrag: G. Birkl, Titelbild: dunyo.info


Empfohlene LINKS:
ASIEN/USBEKISTAN - Apostolischer Administrator: "Religiöse Toleranz ist in der usbekischen Kultur selbstverständlich"

Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht
Die Verfassung der Republik Usbekistan, Geschichtlicher Hintergrund, Grundrechte und Staatsorganisation

Verfassung Usbekistan: https://www.verfassungen.net/uzb/verf92-i.htm
Grundrechte: Art. 18; Alle Bürger der Republik Usbekistan haben gleiche Rechte und Freiheiten und sind unabhängig von dem Geschlecht, der Rasse, Nationalität, Sprache, Religion, sozialen Herkunft, den Anschauungen oder der persönlichen und gesellschaftlichen Stellung vor dem Gesetz gleich.
Religionsfreiheit: Verfassung, Art. 31; Die Gewissensfreiheit wird allen zugesichert. Jeder hat das Recht, sich zu einer beliebigen ,oder zu keiner Religion zu bekennen. Die gewaltsame Verbreitung religiöser Anschauungen ist unzulässig.
Trennung von Staat und Religion: Art. 61; Die religiösen Organisationen und Vereinigungen sind vom Staat getrennt und sind alle gleich vor dem Gesetz. Der Staat mischt sich in die Tätigkeit religiöser Vereinigungen nicht ein.

Russisch Orthodoxe Kirche in Taschkent: Foto: G. Birkl

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Usbekistan: Transport- und Logistikdrehscheibe in Zentralasien

Usbekistan_Railway Usbekistan Railway - Verkehrskorridore Zentralasien

Usbekistan investiert Milliarden in die Infrastruktur und neue Technologien.

In den vergangenen Jahren hat das Land Milliarden in neue Eisenbahn- und Energieinfrastrukturen investiert. Damit schafft der Binnenstaat, der ausschließlich von Binnenstaaten umgeben ist, neue Verkehrskorridore und verwandelt sich in ein wichtiges Zentrum des internationalen Handels.

2-Milliarden-Dollar-Eisenbahnprojekt
Usbekistan baut seine Transport-Infrastruktur aus: ein weiterer Schritt auf dem Weg, eine logistische Drehscheibe Zentralasiens zu werden. Bis vor kurzem mussten Güterzüge aus dem kohlereichen Angren-Becken zwei Landesgrenzen überqueren, um zu Kunden im östlichen Ferghanatal zu gelangen. Das änderte sich mit einem neuen direkten Bahnabschnitt über einen Bergpass. Der neue Streckenverlauf beinhaltet zwei Kilometer Brücken und den längsten Tunnel in Zentralasien.

"Vor der Eröffnung der Eisenbahnlinie Angren-Pop mussten wir unsere Produkte für das Ferghanatal durch die Republik Tadschikistan verschiffen" erklärt Zaynutdin Umarov, Versorgungsleiter Usbekkumir. "Das war ein langsamer und kostspieliger Weg. Durch die Eröffnung des Kamchiq-Tunnels erhöhte sich unser Versandvolumen in das Ferghana-Tal um ein Vielfaches.

Das 2-Milliarden-Dollar-Eisenbahnprojekt wurde von der usbekischen Regierung und internationalen Darlehen finanziert. Der von der China Railway Tunnel Group gebaute Tunnel kurbelt die lokale Wirtschaft an und macht das Reisen zwischen dem Ferghanatal und dem Rest des Landes zu allen Jahreszeiten schneller, billiger und sicherer.

Verkehrskorridore durch Eurasien
In den vergangenen Jahren hat Usbekistan Milliarden in den Bau neuer Eisenbahnen und Straßen investiert. Das Ziel ist, effiziente Verkehrskorridore durch Zentralasien zu schaffen und langfristig direkte Seehafenrouten zu ermöglichen, die den Zugang zu internationalen Markten vereinfachen.

"Die wichtigste Aufgabe für Usbekistan ist natürlich, Wege zu den Seehafen mit dem wirtschaftlichsten Transportmittel zu schaffen, also mit der Bahn", so Sodiq Safoyev, erster stellvertretender Vorsitzender, Senat von Usbekistan. "Es ist kein Zufall, dass in Usbekistan in den vergangenen Jahren über 7 Milliarden US-Dollar ausgegeben und 2.500 Kilometer Eisenbahn gebaut wurden."

Als eins von weltweit zwei Binnenländern, die ausschließlich von Binnenländern umgeben sind, baute Usbekistan eine Eisenbahn nach Mazar-e-Sharif in Afghanistan und arbeitet mit anderen Ländern zusammen, um die Strecke bis zum Persischen Golf und zum Indischen Ozean zu verlängern.

Quelle/Foto; EURONEWS, Von Denis Loctier


Empfohlene LINKS:

WIKIPEDIA - Bahnstrecke Angren–Pop | Kamchiq-Tunnel
China Railyway Tunnel Group
Eisenbahn nach Mazar-e-Sharif


 YOUTUBE: EURONEWS - USBEKISTAN: Transport- und Logistikdrehscheibe in Zentralasien

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Kunsthochschule startet Nachhaltigkeitsprojekt "RUTSIS" zur Wiederbelebung der traditionellen Seidenproduktion in Zentralasien

uz_margilan_ikat-design_foto_g_birkl Usbekistan - IKAT-Herstellung
An der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle hat ein Projekt zur Wiederbelebung der traditionellen Seidenproduktion in Zentralasien begonnen. 

Zum Semesterbeginn 2020 startet an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle das Forschungsprojekt RUTSIS - Reviving Uzbekistan's and Tajikistan's Sustainable Ikat and Silk Production. Ziel des in der Studienrichtung Textildesign verankerten Projekts ist die Wiederbelebung und Weiterentwicklung der Seiden- und Ikatproduktion in Zentralasien. Mit dem Fokus auf Qualität sowie auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit soll die lokale Seidenproduktion mithilfe von RUTSIS vor Ort gefördert werden. Ebenso sollen nachhaltige Richtlinien für die Herstellung von Ikat-Textilien entwickelt und Ergebnisse in Form von Lehrmaterialien in die Aus- und Weiterbildung von Produzierenden integriert werden.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird durch SWITCH ASIA, ein Programm der Europäischen Union für die Entwicklungszusammenarbeit mit Kooperationspartnern in Usbekistan, Tadschikistan und Deutschland, gefördert.

Zugeschnitten auf die Ikat-Produktion forschen seit Oktober 2020 an der BURG die eigens für das Projekt angestellten Mitarbeiterinnen Johanna Rogalla, Laura Linsig und Kristin Nebauer unter Projektleitung von Textildesignprofessorin Bettina Gottke-Krogmann zu regionalen Färberezepturen, verfassen Lehrmaterialien und erarbeiten Vermittlungskonzepte.

Kooperation mit zentralasiatischen Partnern
Über den Schutz der regionalen Textilproduktion hinaus soll das textile Erbe mithilfe von Design, in einen zeitgenössischen Kontext gebracht und zugänglich gemacht werden. Hierzu ist in der Zusammenarbeit mit dem Crafts Development Center Margilan in Usbekistan und dem Tourism Development Center in Tadschikistan, ein Austausch zwischen Designer*innen und Burg-Studierenden geplant, der die Sichtbarkeit regionaler Ikats durch die gemeinsame Entwicklung einer Kollektion steigern, beidseitig Impulse für die eigene Gestaltung geben soll.

Bezogen auf das natürliche Färben, bindet die BURG dabei ihre Erkenntnisse aus vorheriger Forschung ein und wird Leitfäden für die umweltschonende Färbung mit Naturfarbstoffen und den nachhaltigen Umgang und regionalen Bezug von Produktionsmitteln erarbeiten in Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern vor Ort erarbeiten.

Auch in Usbekistan und Tadschikistan hat das natürliche Färben der Ikats und Seide eine lange Tradition. In der Zwischenzeit wurden diese vielerorts durch beispielsweise industrielle Färbemethoden ersetzt, die zur Belastung der Umwelt und der Wasserressourcen beitragen. Die traditionelle Technik ist weitgehend verschwunden und durch eine industrielle Seidenherstellung ersetzt worden.

Ziele des Projekts
Das an der BURG und den Partnerregionen angesiedelte Forschungsprojekt, koordiniert von der Berliner Beratungseinrichtung adelphi, verfolgt das Ziel, den Austausch von textilen Waren und kulturellem Wissen in den Regionen zu fördern, der durch ein zunehmend entspanntes politisches Verhältnis der beiden Länder Usbekistan und Tadjikistan wieder möglich ist. Zudem sollen Mittel-, Klein- und Kleinstunternehmen in der Weiterentwicklung ihrer Produkte in Aspekten wie Färbung, Ressourcenschonung und Qualitätskontrolle unterstützt werden.

Ziel des Forschungsprojektes "RUTSIS" ist daher unter anderem einen Beitrag zu leisten, verschüttetes Wissen wiederzubeleben und in einen zeitgenössischen Kontext zu bringen.

Maßgeblich prädestiniert für das aktuelle Projekt "RUTSIS" hat das Textildesign der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle die Expertise in Naturfarbstoffen. Die Forschung an Naturfarbstoffen ist im Textildesign an der Kunsthochschule schon lange ein Schwerpunkt und wurde in dem Forschungsprojekt "Organic Prints" von 2015-2019 intensiviert.

Ergebnisse des 2019 abgeschlossenen Burg-Forschungsprojektes Organic Prints fließen dabei in die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern ein, in der Leitfaden für die umweltschonende Färbung mit Naturfarbstoffen und den nachhaltigen Umgang und regionalen Bezug von Produktionsmitteln erarbeitet werden.

Die Aufgabe der Kunsthochschule ist es, von Halle aus die regionalen Färberezepturen zu erforschen, neue Lehrmaterialien zu verfassen und Vermittlungskonzepte zu erarbeiten. Die Projektbeteiligten in Zentralasien sind für die praktische Umsetzung zuständig.

Die Sichtbarkeit regionaler Ikats soll zudem durch die gemeinsame Entwicklung einer Kollektion gesteigert werden, die internationale Nachhaltigkeitskriterien erfüllt und die Anknüpfung an überregionale Märkte erleichtert. Ergänzend wird ein digitales Archiv mit dem Fokus auf zentralasiatischen Ikats entstehen, das Wissenschaftler*innen, Gestalter*innen und Sammlungen weltweit als Recherche- und Arbeitstool dienen und einen Überblick von historischen, wie auch zeitgenössischen Textilien bieten wird.

Über die Kultur der Ikat-Produktion in Usbekistan und Tadschikistan
Neben der Seide steht die Webtechnik namens Ikat im Zentrum der Forschung. Ikat bezeichnet Textilien, die vor dem Weben durch Abbinden und Färben des Garns ihre charakteristische Musterung erhalten. Diese Stoffe sowie die Traditionen der Seidenherstellung und -verarbeitung prägten die textile Kultur Zentralasiens nachhaltig und machen Usbekistan und Tadschikistan zu einem integralen Bestandteil der Großen Seidenstrafe. Bis heute sind Ikats das Markenzeichen vieler zeitgenössischer einheimischer Designer*innen und Modemarken, die lange von den westlichen Markten getrennt waren.

Aktuell steigt das Interesse an den einzigartigen hochwertigen Designs des Ikat auch international zunehmend. Allerdings ging angesichts der Auflösung der Sowjetunion und des Bürgerkrieges in Tadschikistan ein Großteil des Wissens über Seidenraupenzucht und die herkömmlichen Herstellungsverfahren von Ikat-Textilien verloren.

Projektbeteiligte und Förderer
Das Projekt wird von adelphi research gGmbH geleitet und ist Teil des SWITCH-Asia Förderprogramms der EU. Kooperationspartner sind die Industrie- und Handelskammer der Republik Usbekistan die Industrie- und Handelskammer, das Crafts Development Center Margilan, Industrie- und Handelskammer der Republik Tadschikistan und die Studienrichtung Textildesign der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Beitrag: Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, "EU-SWITCH Projekt RUTSIS" - Fotos: Nadja ZdravkovaNadja Zdravkova; USBEKISTAN-ONLINE, Gerhard Birkl


Kontakt:
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
University of Art and Design
Neuwerk 7
06108 Halle (Saale), Germany
www.burg-halle.de


Standort
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Campus Design, Neuwerk 7
R 318, Lehrklassengebäude
Tel. 0345-7751 888

Projektleitung an der Burg
Prof. Bettina Göttke-Krogmann
krogmann(at)burg-halle.de

Projekt-Mitarbeiter*innen an der Burg
Laura Linsig
Künstlerische Mitarbeiterin Textildesign
linsig(at)burg-halle.de

Johanna Rogalla
Künstlerische Mitarbeiterin Textildesign
rogalla(at)burg-halle.de

Kristin Nebauer
Künstlerische Mitarbeiterin Textildesign
nebauer(at)burg-halle.de

Projektpartner
adelphi research gGmbH
www.adelphi.de/de
Industrie- und Handelskammer der Republik Usbekistan
Industrie- und Handelskammer der Republik Tadschikistan
Tourism Development Center der Republik Tadschikistan

Gefördert durch
SWITCH ASIA of the European Union
www.switch-asia.eu

Eckdaten
www.centralasianikat.eu
Projektlaufzeit: 2020 – 2023


Empfohlene LINKS:
• WIKIPEDIA - IKAT
• USBEKISTAN-GALERIE - Margilan, Seidenherstellung
• IKATDNA - Ahrbandi (zentralasiatische Ikats)
• internationalwardrobe - Ikat Aus Usbekistan
• IKATbyFelli - IKAT Stoffe aus Usbekistan - Seide und Baumwolle
• ICH - Intangible cultural heritage of Uzbekistan - Margilan Crafts Development Center
• uzbekjourneys - Art, craft & history tours to Central Asia
• The Enduring Influence of Ikat Fabric, from Oscar de la Renta to Contemporary Design

Team des Forschungsprojekts RUTSIS, vrnl: Laura Linsig, Kristin Nebauer, Prof. Bettina Göttke-Krogmann, Johanna Rogalla

ProjektpartnerSWITCH ASIA of the European Union, adelphi research gGmbH, Industrie- und Handelskammer der Republik Usbekistan, Industrie- und Handelskammer der Republik Tadschikistan, Crafts Development Center Margilan der Republik Usbekistan, Tourism Development Center der Republik Tadschikistan

YOUTUBE: Uzbekistan_Traditional Ikat Making in Uzbekistan (UNESCO)

Vorbereitung einer Ikatkette, Yodgorlik Silk factory in Margilan, Usbekistan. "EU-SWITCH Projekt RUTSIS" - Foto: Nadja Zdravkova

Ikatproduktion auf Industrie-Webstühlen in der Yodgorlik Silk factory in Margilan, Usbekistan."EU-SWITCH Projekt RUTSIS" - Foto: Nadja Zdravkova

Ikatmalermeister bei der Vorbereitung einer Seidenkette im Crafts Development Center Margilan. "EU-SWITCH Projekt RUTSIS" - Foto: Nadja Zdravkova

Ikatproduktion auf Industrie-Webstühlen in der Yodgorlik Silk factory in Margilan, Usbekistan. "EU-SWITCH Projekt RUTSIS" - Foto: Nadja Zdravkova

IKAT-Muster, traditionelles Handwerk, Yodgorlik Silk factory in Margilan, Usbekistan. Foto: Gerhard Birkl

IKAT-Farbtechnik, Einsatz von Naturfarben; Yodgorlik Silk factory in Margilan, Usbekistan. Foto: Gerhard Birkl

Vielfalt der IKAT-Anwendung, Farben und Muster; Yodgorlik Silk factory in Margilan, Usbekistan. Foto: Gerhard Birkl

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Ballsport vor 3.000 Jahren in Zentralasien

Zentralasien_Baelle_UZH Ballsport vor 3.000 Jahren in Zentralasien

In Reitergräbern im Nordwesten Chinas haben Wissenschaftler der Universität Zürich (UZH) die ältesten Bälle Eurasiens untersucht. Gemäß dem internationalen Forscherteam sollen die Lederbälle rund 3.000 Jahre alt sein. Der Fund legt nahe, dass sich die aufkommenden Reitertruppen Zentralasiens mit Ballspielen fit hielten.

Ballspiele gehören heute zu den beliebtesten Sportarten und Freizeitbeschäftigungen. Aber wer erfand überhaupt Bälle, wo und wann? Die ältesten, derzeit bekannten Bälle wurden aus Leinen vor ungefähr 4500 Jahren in Ägypten gemacht. In Mittelamerika spielte man mit Bällen seit mindestens 3700 Jahren, wie aus monumentalen Stadien und entsprechenden Darstellungen zu schliessen ist. Die dortigen ältesten Bälle waren aus Gummi. Bisher glaubte man, dass Europa und Asien erst viel später folgten: Griechenland vor rund 2500 Jahren und China etwa 300 Jahre später.

Wissenschaftler der UZH haben nun zusammen mit deutschen und chinesischen Forschenden drei Lederbälle mit Durchmessern zwischen 7,4 und 9,2 cm in Gräbern des alten Friedhofs Yanghai in der Nähe der Stadt Turfan im Nordwesten Chinas genauer untersucht. Die Auswertungen ergaben ein Alter zwischen 3200 und 2900 Jahren für diese Bälle. «Damit sind diese Bälle etwa fünf Jahrhunderte älter als die bisher bekannten antiken Bälle und Darstellungen von Ballspielen in Eurasien», sagt Erstautor Patrick Wertmann vom Asien-Orient-Institut der Universität Zürich. «Leider reichen die zugehörigen archäologischen Informationen jedoch nicht aus, um die Frage zu beantworten, wie diese Bälle genau eingesetzt wurden.»

Die frühesten Bilder aus Griechenland zeigen laufende und die aus China reitende Spieler mit Stöcken. Vergleichbare gebogene Stöcke wurden zwar auch in Yanghai gefunden, jedoch nicht in direkter Verbindung mit den Bällen. Zudem sind sie auf einen jüngeren Zeitraum datiert. «Daher erweitern die Yanghai-Lederbälle weder die Geschichte von Hockey noch von Polo, auch wenn zwei der Bälle in Gräbern von Reitern gefunden wurden», so Wertmann.
In einem der Reitergräber haben sich die Überreste eines Kompositbogens und von Hosen erhalten, die damals in der Region hergestellt wurden und zu den ältesten der Welt gehören. Beides sind Anzeichen für eine neue Ära des Reitens, des Kampfes zu Pferd und grundlegender gesellschaftlicher Veränderungen, die damals mit zunehmenden Klimaveränderungen und steigender Mobilität im östlichen Zentralasien einhergingen. Die aktuelle Studie zeigt, dass Bälle und Ballspiele als eine Form der körperlichen Ertüchtigung und des militärischen Trainings von Anfang an dazugehörten. Genau wie heute war Sport aber auch zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und diente der allgemeinen Unterhaltung. Die Studienergebnisse unterstreichen einmal mehr, dass diese Region vor mehreren Jahrtausenden eines der innovativen Zentren Eurasiens war.

Diese Publikation ist Teil des Forschungsprojekts «Sino-Indo-Iranica rediviva – Early Eurasian migratory terms in Chinese and their cultural implications» des Asien-Orient-Instituts der Universität Zürich, das durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert wird, und ein Beitrag zum Projekt «Silk Road Fashion» der Aussenstelle Peking der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI). Im Rahmen des Projekts «Sino-Indo-Iranica rediviva» wird anhand von sprachlichen, historischen und archäologischen Daten der früheste Austausch von materiellen Gütern zwischen Zentralasien und China untersucht. An dem Projekt beteiligt sind Wissenschaftler der Universität Zürich, des Deutschen Archäologischen Instituts, der Freien Universität Berlin, des Museums der Autonomen Region der Uiguren Xinjiang, der Academia Turfanica und der Renmin-Universität Peking.

Quelle/Foto: Archaeologie-Online;
Titelbild: Die drei Lederbälle mit Durchmessern zwischen 7,4 und 9,2 cm sind zwischen 3.200 und 2.900 Jahre alt. (Bild: UZH)


Empfohlene LINKS:
Asien-Orient-Institut Universität Zürich UZH
Deutsches Archäologisches Insitut - Freie Universität Berlin

WIKIPEDIA - Chinesische Volksuniversität
China-entdecken.com

ScienceDirect: Fachartikel: Journal of Archaeological Science: Reports, doi:10.1016/j.jasrep.2020.102576
Klassische Archäologie Uni Erlangen - Spiele und Spielzeug in der Antike

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Usbekischer Botschafter Ehrengast bei Reisejournalisten-Vereinigung

Veranstaltung_CTOUR Hans-Peter Gaul & S.E. Botschafter Nabijon Kasimov
30 Jahr-Feier der Reisejournalisten-Vereinigung CTOUR und der dortige Besuch des Botschafters der Republik Usbekistan, S.E. Herr Nabijon Kasimov.

Der Journalist Hans-Peter Gaul ist Sprecher des Vorstandes von CTOUR, dem Club der Tourismus-Journalisten Berlin/Brandenburg. Fast 100 Vertreter aus Presse, Funk und Fernsehen, Fotografen, PR-Leute, Online-Akteure, Pressesprecher sowie Buchautoren sind dort Mitglied. Hans-Peter Gaul war es auch, der mit anderen Medienvertretern CTOUR im November 1990 ins Leben gerufen hatte. 

Am 31.10. feierte man unter Einhaltung der strengen Corona-Bestimmungen das 30jährige Bestehen der Reisejournalisten-Vereinigung in Berlin und ernannte den Sprecher zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit. Seine Exzellenz, der Botschafter Usbekistans, Herr Nabijon Kasimov, nahm als Ehrengast am Jubiläumsabend teil. 

Der Botschafter erinnerte daran, dass die CTOUR-Mitglieder 2018 in der Botschaft in der Perleberger Straße zu Gast gewesen und dort mit usbekischen Tourismusmanagern ins Gespräch gekommen waren. „Wir schätzen den wichtigen Beitrag, den CTOUR im Rahmen der usbekisch-deutschen Freundschaft seit Jahren leistet. Usbekistan freut sich auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit“ erklärte der Botschafter. Er gratulierte Hans-Peter Gaul zum 30jährigen Jubiläum und zu der Ernennung zum Ehrenpräsidenten. Als Geschenk überreichte der Vertreter Usbekistans in Deutschland dem Ehrenpräsidenten ein Bild, das den Registan in Samarkand darstellt. 

Hans-Peter Gaul bedankte sich für den Besuch des Botschafters und für das beeindruckende Geschenk. Er betonte: „Es ist erfreulich, dass wir so gute Kontakte zu Usbekistan, dem Land der Seidenstraße, haben. Durch die seit Januar 2019 geltende Visafreiheit können wir Deutschen unsere usbekischen Freunde problemlos jetzt besuchen. Wir werden das auch-nach Corona natürlich-gerne tun.“ Er sagte auch: „Das Bild mit dem Registan wird bei mir in der Wohnung einen Ehrenplatz bekommen.“

Text: Volkert Neef/Foto: Svetlana Reinwarth


Empfohlener LINK:
CTOUR - Club der Tourismus-Journalisten Berlin/Brandenburg

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Usbekistan und die UNESCO: Der Weg zur Entwicklung der kulturellen Beziehungen

uzbekistan-and-unesco UNESCO - Weltkulturerbe
Die Mitgliedschaft Usbekistans in der UNESCO jährt sich zum 27. Mal.

Derzeit werden die Beziehungen zwischen Usbekistan und der UNESCO gestärkt und schrittweise ausgebaut. Dies wird durch das von Präsident Shavkat Mirziyoyev und der Generaldirektorin der UNESCO, Audrey Azoulay, unterzeichnete Kooperationsprogramm belegt, das die Entwicklung der Beziehungen zwischen Usbekistan und der UNESCO bis 2021 vorsieht. In Zusammenarbeit mit der Internationalen Organisation finden regelmäßig wissenschaftliche und kulturelle Aktivitäten statt. Dazu gehören renommierte wissenschaftliche Konferenzen unter Beteiligung von Wissenschaftlern aus Usbekistan und dem Ausland, die im Rahmen des Internationalen Festivals „Sharq Taronalari", des Internationalen Forums für Maqom-Kunst, des Festivals „Atlas Bayrami" und des Internationalen Festivals für angewandte Volkskunst abgehalten werden.


Um die technische und wissenschaftliche Zusammenarbeit zu entwickeln und zur Stärkung von Frieden und Sicherheit beizutragen, wurde am 16. November 1945 die UNESCO organisiert, die die Funktionen der Zusammenarbeit zwischen Staaten und Völkern in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie den Schutz von materiellen und materiellen Aspekten übernahm immaterielles kulturelles Erbe. Der Hauptsitz der Organisation befindet sich in Paris. Derzeit sind 200 Mitglieder in der Organisation vertreten. Innerhalb der UNESCO gibt es mehr als 60 Büros.

Die vorrangigen Bereiche der UNESCO-Aktivitäten sind die Entwicklung kultureller und humanitärer Beziehungen zwischen Völkern und Staaten auf dem Weg zur Gewährleistung und Stärkung von Frieden und Sicherheit, zur Erhaltung und zur Weitergabe künftiger Generationen von Proben jahrhundertealter materieller und immaterieller Kultur.

Die Beziehungen zwischen Usbekistan und dieser Organisation, die auf internationaler Ebene großes Ansehen erlangt hat, entwickeln sich aktiv weiter.

1993 wurde Usbekistan Mitglied der UNESCO. In Anerkennung der Verdienste des Landes wählten die Mitgliedsländer der Organisation 1997 die Republik Usbekistan in das Leitungsgremium – den Exekutivrat. Ein Ereignis von historischer Bedeutung war die Abhaltung der Abschlusssitzung der 155. Sitzung des UNESCO-Exekutivrats am 6. und 7. November 1998 in Usbekistan, auf der die Erklärung von Taschkent „Kultur des Friedens und die Aktivitäten der UNESCO in der Mitgliedstaaten", die die Feierlichkeiten zum Jubiläum unserer Vorfahren vorsahen und zur Weltwissenschaft und -kultur beitrugen. In der vergangenen Zeit wurden unter der Schirmherrschaft der UNESCO die Jahrestage unserer so großen Vorfahren wie Amir Temur, Mirzo Ulugbek, Ahmad Al-Fergani, Imam Al-Buchari, Kamoliddin Behzod sowie die weltberühmten Städte Samarkand und Buchara gefeiert, Chiwa, Termez, Shakhrisabz, Karshi, Taschkent, Margilan, unbezahlbare Perlen der Literatur „Alpamysh", „Avesto" und die Khorezm Academy of Ma'mun wurden international gefeiert. Historische und kulturelle Gebäude in den Städten Samarkand, Shakhrisabz, Buchara und Chiwa gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Dies bedeutet, dass die Objekte des kulturellen Erbes in diesen Städten den Status eines Eigentums der gesamten Menschheit der Welt erlangt haben.

Im Jahr 2001 wurde Buchara durch die Entscheidung der UNESCO zur "Stadt des Friedens" erklärt. Im Rahmen der Internationalen Konvention zum Schutz des immateriellen Kulturerbes sind der Navruz-Feiertag, der Kulturraum des Boysun-Distrikts, Shoshmaqom, Katta Ashula, Askiya, usbekischer Pilaw, Atlas und Adras-Produktionstechnologie sowie der Khorezm-Tanz "Lazgi" sind in der repräsentativen Liste der UNESCO enthalten..

Unter der Führung und mit Unterstützung der UNESCO wurden der 2500. Jahrestag der Städte Buchara und Chiwa, der 2700. Jahrestag der Städte Shakhrisabz und Karshi, der 2750. Jahrestag der Stadt Samarkand und der 2200. Jahrestag der Stadt Taschkent gefeiert feierlich gefeiert. Bis heute hat das in Samarkand gegründete Internationale Institut für Zentralasienforschung gemäß diesem Dokument und mit direkter Unterstützung der UNESCO erfolgreich gearbeitet.

In der jahrelangen Zusammenarbeit mit der UNESCO wurden in Usbekistan folgende Projekte durchgeführt:

- „Erhaltung von Objekten des kulturellen Erbes aus Lehmziegeln, Verbesserung der Fähigkeiten lokaler Fachkräfte, Zertifizierung von Objekten des kulturellen Erbes entlang der Großen Seidenstraße";
- „Wirtschafts- und Umweltreform für die rationelle Nutzung der Land- und Wasserressourcen in der Region Khorezm";
- „Erhaltung buddhistischer Kulturerbestätten in Usbekistan";
- „Keramikkunst Usbekistans";
- „Erhaltung und Entwicklung von "Shoshmaqom" und sein Übergang zur zukünftigen Generation";
- „Die Kunst der Herstellung usbekischer Teppiche. Eröffnung von Zentren für Bildung sowie für die Herstellung und Bemalung von Teppichen in den Städten Buchara und Chiwa";
- „Das kulturelle Erbe der Region Baysun".

Die Organisation in Usbekistan mit Unterstützung der UNESCO bei internationalen Großveranstaltungen wie „Sharq Taronalari", Bakhshi-Kunst, Handwerksfestivals und dem Maqom-Kunstforum zeugt von der Existenz von Gründen für die Fortsetzung der Entwicklung der Beziehungen zwischen Usbekistan und der UNESCO.

Wenn es darum geht, die Beziehungen zu stärken und auszubauen, das Erbe von Kultur und Kunst zu bewahren und an zukünftige Generationen weiterzugeben, sollte beachtet werden, dass bilaterale Besuche und Treffen zur Stärkung der Zusammenarbeit beitragen. Der offizielle Besuch des Präsidenten der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, in Frankreich am 8. Oktober 2018 und sein Treffen im UNESCO-Hauptquartier in Paris mit der Generaldirektorin dieser Organisation, Audrey Azoulay, zeigen, wie wichtig die Zusammenarbeit mit der UNESCO in der Außenpolitik und Diplomatie ist und von Bedeutung unseres Staates für diese Organisation.

Die Unterstützung Usbekistans für das benachbarte Afghanistan, die Förderung der Ausbildung von Jugendlichen und Frauen des Landes, die sich in einem langjährigen Krieg befinden, die Einrichtung von Sonderpädagogikzentren für sie in Termez wurden von der UNESCO sehr geschätzt und positiv bewertet bezeugen den diplomatischen Status und das Image des Landes.

Im September 2017 ergriff der Präsident Usbekistans die Initiative zur Annahme der Internationalen UN-Konvention über Jugendrechte und einer Sonderresolution der Generalversammlung „Bildung und religiöse Toleranz". Der Generaldirektor der UNESCO unterstützte die vom Präsidenten Usbekistans vorgelegten Initiativen, unter der Schirmherrschaft der UNESCO das nach Mirzo Ulugbek in Samarkand benannte Internationale Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien an der Universität für Informationstechnologien in Taschkent zu organisieren. Sowie der UNESCO-Lehrstuhl an der Silk Road International University of Tourism in Samarkand. Gleichzeitig wurden die Projekte zur Eröffnung von Abteilungen wie „Vergleichende Untersuchung der Weltreligionen", „Wasserdiplomatie, Wasserressourcenmanagement und Umweltschutz" und „Kulturtourismus" hoch geschätzt.

Auf den hochrangigen Treffen zwischen Usbekistan und der UNESCO wurde der gemeinsame Aktionsplan für 2018-2021 angenommen. Dieses Dokument hat strategische Bedeutung erlangt, da es sich darauf konzentriert, die Beziehungen auf ein qualitativ neues Niveau zu heben, die Aufgaben der Parteien gemeinsam innovativ zu lösen und die Zusammenarbeit zu stärken.

Bei dem Treffen in Samarkand am 26. August dieses Jahres mit der Generaldirektorin der UNESCO, Audrey Azoulay, Präsidentin der Republik Usbekistan, betonte Shavkat Mirziyoyev die Konstruktivität des Dialogs und die Stärkung der Partnerschaft zwischen Usbekistan und der UNESCO eine hohe Politik in der Erhaltung des kulturellen und historischen Erbes - Schatzkammer der gesamten Menschheit.

Mamurakhon Alisherkhujayeva
Forschungszentrum für Orientalistik
Kultur und Erbe im Staat Taschkent
Universität für Orientalistik

Quelle/ Foto: UzA.uz

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA: UNESCOListe des UNESCO-WelterbesWelterbe in Usbekistan
UNESCO - Uzbekistan
UNESCO Cultural (4)
Historic Centre of Bukhara (1993)
Historic Centre of Shakhrisyabz (2000)
Itchan Kala (1990)
Samarkand – Crossroad of Cultures (2001)

UNESCO Natural (1)
Western Tien-Shan (2016)


USBEKISTAN-ONLINE

Tourismusentwicklung UsbekistanMEDIATHEK | UNESCOUSBEKISTAN-GALERIE

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Bevölkerungsstand: Usbekistan hat mehr als 34 Mio Einwohner

Population-of-Uzbekistan Entwicklung Bevölkerung Usbekistan
Die Bevölkerung Usbekistans belief sich zum 1. Oktober 2020 auf 34.382,7 Tausend Menschen und ist seit diesem Jahr um 477,5 Tausend Menschen oder 1,4% gestiegen, berichtet der Staatliche Statistikausschuss. 

Die städtische Bevölkerung erreichte 17.401,9 Tausend Menschen (50,6% der Gesamtbevölkerung), die ländliche - 16.980,8 Tausend Menschen (49,4%).

Der größte Anteil der Zuwanderung aus dem Ausland nach Usbekistan (in% ihrer Gesamtzahl) entfällt auf Ankünfte aus Kasachstan (33,8%), Tadschikistan (22,0%), Russland (21,9%) und Kirgisistan (8,3%), der kleinste Anteil - aus Turkmenistan (1,8%) und andere Länder (12,2%).

Der größte Anteil derjenigen, die Usbekistan ins Ausland verlassen haben (in% ihrer Gesamtzahl), entfällt auf diejenigen, die nach Kasachstan (61,9%), Russland (30,5%) und Israel (1,5%) ausgewandert sind, der kleinste Anteil - in Kirgisistan (1,2%)., Tadschikistan (0,6%) und andere Länder (4,3%).

Quelle/Foto: UzA

Anmerkung:
Usbekistan hat ca. 34 Millionen Einwohner (Stand 2020). Die letzte offizielle Volkszählung wurde 1989 durchgeführt, gleich wohl ist bekannt, dass das Land eine sehr junge Bevölkerung hat. So ist fast die Hälfte der Einwohner jünger als 25 Jahre. Die Bevölkerungspyramide sieht folgendermassen aus (Stand 2019):

0-14 Jahre   28.8%
15-24 Jahre 15.9%
25-55 Jahre 42.5%
55-64 Jahre   8.0%
65 Jahre und mehr 4.8%
Die Lebenserwartung liegt bei 69 Jahren für Männer resp. 74 Jahren für Frauen.

Empfohlene LINKS
de.statista.comUsbekistan: Gesamtbevölkerung von 1992 bis 2018 und Prognosen
PopulationPyramid.net - Usbekistan (Interaktive Diagramme)
WORLDLIFEEXPECTANCY - BEVÖLKERUNGSPYRAMIDE USBEKISTAN (Interaktive Diagramme)
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) - Entwicklung
Länderdaten.info - ASIEN

Bevölkerungswachstum in Usbekistan, Quelle: Länderdaten.info

In den Jahren 1960 bis 2019 stieg die Bevölkerungszahl in Usbekistan von 8,55 Millionen auf 33,58 Millionen Einwohner. Dies bedeutet einen Anstieg um 292,8 Prozent in 59 Jahren. Den höchsten Anstieg verzeichnete Usbekistan im Jahr 1967 mit 3,77%. Den geringsten Anstieg im Jahr 1999 mit 1,08%.

Im gleichen Zeitraum stieg die Gesamtbevölkerung aller Länder weltweit um 152,9 Prozent.
Das Durchschnittsalter in Usbekistan ist von 2012 bis 2013 um 0,42 Jahre von 24,88 auf 25,30 Jahre gestiegen (Medianwert).

Quelle: laenderdaten.info – Bevölkerungsentwicklung in Usbekistan seit 1960

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Usbekistan legt Mindestpreise für Rohbaumwolle fest

Baumwollernte Baumwolle
In Übereinstimmung mit dem Präsidialdekret „Über Maßnahmen zur umfassenden Einführung von Marktgrundsätzen im Baumwollsektor“ vom 6. März 2020 wurde eine Regelung bekanntgegeben. Das Landwirtschaftsministerium, das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung, der Rat der Landwirte, Dehkan Farms and Landowners und Uztukimachiliksanoat Association wurden beauftragt, die Mindestpreise für Rohbaumwolle auf der Grundlage der Analyse der Weltmarktpreise bekannt zu geben.

In Übereinstimmung mit dem Dekret des Präsidenten vom 5. Mai 2020 „Über dringende Maßnahmen zur Unterstützung der Textil- und Bekleidungsindustrie" wird darauf hingewiesen, dass in Usbekistan angebaute Baumwolle zu einem Preis verkauft wird, der an die Preise der „New York Mercantile Exchange" gebunden ist.

Am 23. Oktober notierte die New York Mercantile Exchange den durchschnittlichen Futures-Preis von 1 Tonne Baumwollfaser (Strict Low Middling) bei 1.375,7 USD, sofern dieser an Galveston, Houston (Texas), Memphis (Tennessee), New Orleans (New Orleans) Louisiana) an Handelsplätzen der Vereinigten Staaten geliefert wurde.

Die Preisgestaltung erfolgt unter Berücksichtigung der auf dem Weltmarkt gebildeten Preise, der Vorschläge von Baumwoll- und Textilclustern, Genossenschaften und landwirtschaftlichen Betrieben, der für die obige Entscheidung zuständigen Ministerien und Abteilungen sowie der Verarbeitung von Rohbaumwolle, Logistik und anderen damit verbundenen Kosten. Das Ministerium of Agriculture of Usbekistan hat bekannt gegeben, dass der Mindestpreis für 1 Tonne in Usbekistan hergestellte Rohbaumwolle einschließlich Mehrwertsteuer auf 4522,5 Tausend Soums festgelegt wurde.

Auf der Grundlage dieses Mindestpreises bestimmen die Unternehmen, die Rohbaumwolle anbauen und erhalten, im Rahmen des Vertragsverhältnisses die Preise für andere hochwertige oder minderwertige Baumwollrohstoffe. Dies ist die Grundlage einer für beide Seiten vorteilhaften Vereinbarung.

Quelle/Foto: KUN.uz

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA - New York Mercantile Exchange
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21. Oktober - Tag der usbekischen Sprache

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Eine Person, die seine Muttersprache heilig weiß - wird immer wissen, wer er ist und wo er lebt, wird es anderen sagen.

Alle Tugenden durchdringen vor allem das menschliche Herz mit dem einzigartigen Charme der Muttergöttin, der Muttersprache.
Die Muttersprache ist die Seele der Nation.


Liebe Landsleute!
Wir gratulieren Ihnen allen herzlich zum 21. Oktober – dem Tag, an dem die usbekische Sprache den Status der Staatssprache erhielt.

Wir möchten unseren ausländischen Freunden unseren Dank aussprechen, die Nurullah Astanas Gedicht "Ona tilim" in Usbekisch rezitiert haben.

OYBEK OSTANOV

Zum Tag der usbekischen Sprache am 21. Oktober haben zahlreiche Freunde Usbekistans aus der ganzen Welt Glückwünsche geschickt.

Usbekisches Gedicht zum Festtag:

ONA TILIM
Nurulloh Oston she'ri

Seni kim deb atayin?
Sevinchim deb atayin.
Yaqinim, yolg´izimsan,
Oqinim, haq so´zimsan.

Oftobi bor olamsan,
Tilimdagi nolamsan.
Bardoshi chosh metinim,
Manglayi tosh yetimim.

Yolgízlikda hamdamim,
Dilimdan toshgan g´amim.
Mening bilan doimsan,
Quyoshim ham oyimsan.

Oqlovchim, qoralovchim,
Moziydan kelgan tovshim,
Menday ko'ngli yarimsan,
Charxlangan xanjarimsan.

Johillarga jazosan,
Oqillarga sabosan,
Tilsizlarning zaboni,
Erksizlarning jahoni.

Yonarso'zsan, chaqinsan,
Oddiy xalqqa yaqinsan.
Qaro ko'zim, qarog´im,
Hamda Cho'li irog´im.

Yig´lab o'tgan Mashrabsan,
Meni o'tga tashlabsan.
Kuy, ohim ayon-ayon,
Kuymog´im ayon-ayon.

Sen meningsan, bor-yo'g'im,
Qalbga o'rnashgan tug'im,
Mangu so'nmas gulimsan,
O'zing ona tilimsan!

Die usbekische Sprachkultur
Die Sprachbezeichnung „Usbekisch" geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Mit „Usbeken" wurde ursprünglich eine Gruppe von Nomaden bezeichnet, die sich auf Usbek Khan, einen Herrscher der Goldenen Horde im 14. Jahrhundert bezogen.

Es gibt eine Vielfalt an turksprachlichen Varietäten und Dialekten zu denen auch Usbekisch zählt. Im 16. Jahrhundert wurde vor der Einwanderung der usbekischen Stämme in Zentralasien die Sprache als Tschagataisch oder Turki bezeichnet. Die usbekische Sprache ist neben dem Türkischen und dem Aserbaidschanischen eine der größten Sprachen dieser Sprachfamilie. Usbekisch ist sprachlich eng verwandt mit dem Uigurischen, das man in der Provinz Xinjiang in China spricht.

Insbesondere der weltweit verehrte Dichter und Staatsmann Alishēr Nawā'ī (1441-1501) hat mit seinen berühmten Werken Chamza, Diwān-e Fānī u.a. dazu beigetragen die usbekische Sprache bekannter zu machen. Alishēr Nawā'ī wird zurecht als der Gründer der usbekischen Literatur bezeichnet.

Reform der usbekischen Sprache
Bis 1923 wurde usbekisch in arabischen Buchstaben geschrieben. Nach der russischen Revolution war es bis zur Unabhängigkeit der Republik Usbekistan im Jahr 1991 üblich Usbekisch in Ergänzung mit usbekischen Lautzeichen in Kyrillisch zu schreiben. Danach erfolgte die Umstellung auf lateinische Buchstaben. Seit 1997 wird in aller Regel mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Tatsächlich sind bis heute beide Alphabete noch in Gebrauch.

Im Ausland, insbesondere in Deutschland, ist seit den Reformen durch den Staatspräsidenten Shavkat Mirziyoyev erfreulicherweise ein zunehmendes Interesse an Usbekistan für Kultur, Tourismus und Wirtschaft feststellbar.

„…es gibts nichts Gutes - ausser man tut es“

Erich Kästner

Insbesondere zahlreiche Vorträge in Deutschland und Veröffentlichungen von usbekischer Literatur ins Deutsche durch OYBEK OSTANOV haben eine große Aufmerksamkeit und öffentliches Interesse für das Land im Herzen der der Seidenstrasse geweckt.

Im Büchlein „Geschichten entlang der Seidenstraße – Weisheiten des Orients“ lassen sich tiefe Einblicke in das Denken und Handeln der „Usbeken“ ergründen. (Erhältlich bei USBEKISTAN-ONLINE)

Die Unterschiede des Usbekischen zum Deutschen sollte sprachlich Interessierte nicht abschrecken, denn jede Sprache basiert auf einem Grundprinzip.

In der USBEKISTAN-ONLINE - Mediathek gibt es eine reiche Auswahl an Literatur. Sprachenlernen24.de bietet z.B. Sprachkurse zum Selbstlernen an. Online gibt es die wichtigsten Wörter in einem Usbekisch-Expresskurs in fünf Teilen mit Sprachwiedergabe, das Wichtigste für eine Reise!.

Beitrag: Oybek Ostanov, Gerhard Birkl, Titelbild: Suzani Usbekistan, G. Birkl
Video: DOCA TOURS; Musik: Sulton Ali


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USBEKISTAN-ONLINE
Sprache als kulturelle Identität
Weltweit verehrter Dichter, Gründer der Usbekischen Literatur - Alishēr Nawā'ī (1441-1501)
DIE PERLEN AUS DEM OZEAN 
– Erinnerung an den Dichter, Gelehrten und Staatsmann – Alischer Nawoij
LITERATUR – das Herz der Seidenstrasse
• Usbekischer Autor Oybek Ostanov liest in Deutschland

The Tashkent TimesShavkat Mirziyoyev signs decree aimed at development of Uzbek language

WIKIPEDIA
Mir ʿAli Schir Nawāʾi | Liste der Sprachen nach Anzahl an Muttersprachlern
Usbekische Sprache

Sprachen lernen
Naher-Osten.Uni-Muenchen - Studium/ Lehre (pdf)
evangeos - Die wichtigsten Vokabeln für eine Reise nach Usbekistan
Sprachenlernen24 - Usbekisch
USBEKISTAN-ONLINE • MEDIATHEK | Sprachunterricht

Usbekische Literatur/ Deutsch
Geschichten entlang der Seidenstraße – Weisheiten des Orients

DOCA TOURS - DISCOVER ORIENTAL CENTRAL ASIA

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Usbekistan wurde für den Zeitraum 2021-2023 in den UN-Menschenrechtsrat gewählt

UNO UN-Tagung

"Historischer Tag! Usbekistan wird zum ersten Mal in der Geschichte des Landes in den UN-Menschenrechtsrat gewählt!" teilte der stellvertretende usbekische Außenminister Sherzod Asadov in seinem Twitter-Account mit.

169 Länder stimmten dafür, dass Usbekistan dem Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UNHRC) beitritt, berichtet der IA-Korrespondent „Dunyo“.


Nach Angaben der Ständigen Vertretung der Republik Usbekistan bei der UNO (New York), die am 13. Oktober im Rahmen der 75.ten -Tagung der UN - Generalversammlung, wurde die Wahl der 15 Mitglieder des UN - Menschenrechtsrat für den Zeitraum 2021-2023 abgehalten.

Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes hat Usbekistan seine Kandidatur für dieses UN-Gremium eingereicht und an den Wahlen teilgenommen.

Es sei darauf hingewiesen, dass die Ernennung der Republik Usbekistan zum UNHRC im staatlichen Programm zur Umsetzung der Aktionsstrategie für fünf vorrangige Entwicklungsbereiche der Republik Usbekistan in den Jahren 2017 bis 2021 festgelegt wurde, das auf Initiative des Präsidenten Shavkat Mirziyoyev angenommen wurde.

Der Menschenrechtsrat ist eine zwischenstaatliche Einrichtung innerhalb des Systems der Vereinten Nationen, die sich aus 47 Staaten zusammensetzt, die für die Förderung und den Schutz aller Menschenrechte auf der ganzen Welt verantwortlich sind. Die Mitglieder des Rates werden mit Stimmenmehrheit der Delegierten der Generalversammlung in direkter geheimer Abstimmung für eine Amtszeit von drei Jahren gewählt.

Bei den laufenden Wahlen wurden die jeweiligen Länder von den UN-Regionalgruppen nominiert, um die vakanten Sitze zu besetzen.

Es ist bemerkenswert, dass die Situation vor den Wahlen in anderen regionalen Gruppen durch einen Mangel an Wettbewerb zwischen den konkurrierenden Staaten gekennzeichnet war, in der Gruppe der Länder des asiatisch-pazifischen Raums, zu der auch die Republik Usbekistan gehört, bis zum letzten Tag. Bei den Wahlen gab es einen harten Wettbewerb - China, Nepal, Pakistan und Saudi-Arabien beanspruchten zusammen mit der Republik Usbekistan vier freie Sitze im HUMAN RIGTHS COUNCIL (HRC).

Die Wahl Usbekistans in dieses maßgebliche Gremium ist eine klare Bestätigung und Anerkennung der breiten Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für die laufenden umfassenden Reformen zum Schutz und zur Förderung der Menschenrechte sowie ein Beweis für das feste Engagement des Landes für diese Zwecke und Grundsätze der UN-Charta und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie die strikte Einhaltung ihrer internationalen Verpflichtungen in diesem Bereich.

Die Förderung, Einhaltung und der Schutz der Menschenrechte gelten als eine der Prioritäten der staatlichen Politik Usbekistans. Heute verfügt das Land über ein stabiles politisches System, das die modernen Kriterien Demokratie und Menschenrechte erfüllt. Es wurde ein einzigartiges Modell entwickelt, um die systematische und kohärente Umsetzung von Menschenrechtsstandards in die nationale Gesetzgebung und Strafverfolgungspraxis sicherzustellen.

Zweifellos wird Usbekistan als Mitglied des UN-Menschenrechtsrates einen großen Beitrag zur Arbeit dieses UN-Gremiums leisten und zur Verbesserung der Wirksamkeit seiner Aktivitäten beitragen.

Die Wahl Usbekistans in dieses maßgebliche Gremium ist eine klare Bestätigung und Anerkennung der breiten Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für die laufenden umfassenden Reformen zum Schutz und zur Förderung der Menschenrechte sowie ein Beweis für das feste Engagement Usbekistans für diese Zwecke und Grundsätze der UN-Charta und der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sowie die strikte Einhaltung ihrer internationalen Verpflichtungen in diesem Bereich.

"Die Wahl in den UN-Menschenrechtsrat ist ein wichtiger Moment für Usbekistan", schrieb Tim Torlot, der britische Botschafter in Usbekistan, auf seiner Twitter-Seite . - Dies ist eine Gelegenheit, die internationale Führungsrolle zu demonstrieren und sich für die Fortsetzung der Menschenrechtsreform einzusetzen - insbesondere in Bezug auf Folter, Medien- und Religionsfreiheit sowie die Zivilgesellschaft. Großbritannien ist bereit, diese Arbeit zu unterstützen".

Quelle/ Foto: Dunyo.info


Empfohlene LINKS:
United Nations HUMAN RIGTHS COUNCIL | Election of the Human Rights Council (13. October 2020) | OHCHR.org

Wikipedia: Hoher Kommissar der Vereinten Nationen für Menschenrechte

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Internationale Olympiade «SEAMO - 2020» - Junge Mathematiker aus Buchara gewannen Gold, Silber und Bronze

SEAMO_UZ_Winner SEAMO Gewinner aus Usbekistan - Buchara

Junge Mathematiker aus Buchara gewannen 2 Gold-, 1 Silber- und 4 Bronzemedaillen bei der internationalen Olympiade «SEAMO - 2020»

An der virtuellen Olympiade nahmen 11 begabte Schüler der Internationalen Mathematischen Schule im Bezirk Karakul teil. Der Schüler der 8. Klasse, Asilbek Abdukayumov, und der Schüler der 9. Klasse, Anvarjon Rakhmatov, gewannen Goldmedaillen und erhielten das Recht, an der internationalen Etappe der Olympiade teilzunehmen.

Quelle/Foto: Dunyo.info - Informationsagentur "Dunyo" des Außenministeriums der Republik Usbekistan.


Empfohlene LINKS:
SEAMO-official.org/guidelines
SEAMO - Facebook
SEAMO.org

Über SEAMO
Die Südostasiatische Mathematikolympiade (SEAMO) ist eine einzigartige Trainings- und Bewertungsplattform, die seit 2016 mehr als 50.000 Studenten in 18 Ländern dabei geholfen hat, starke Fähigkeiten zum kritischen Denken zu entwickeln und eine globale Anerkennung im Bereich der Mathematik zu erreichen.

Entstanden in Singapur, SEAMO Lehrplan Rahmen und Testmethoden stehen im Einklang mit dem MOE 21 st Century Kernkompetenzen. SEAMOs Schwerpunkt auf Fähigkeiten zum kritischen Denken ermutigt die Schüler, Verbindungen zwischen verschiedenen Konzepten herzustellen und über den Tellerrand hinaus zu denken, um in der Schule und am Arbeitsplatz erfolgreich zu sein. Mit dieser Vision hat SEAMO bei Schulen und Eltern an Beliebtheit gewonnen und sich zum renommiertesten Wettbewerb für Mathematikolympiade in der Region entwickelt. SEAMO wurde 2019 in 18 Ländern durchgeführt.

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Die Mosaike von Taschkent – das Erbe der Brüder Dscharskij

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Das Erscheinungsbild der usbekischen Hauptstadt Taschkent ist geprägt durch zahlreiche Mosaikplatten, die an den Fassaden hunderter großer Wohnhäuser angebracht sind. Diese Tafeln, die während der Sowjetzeit von den in Frankreich geborenen Brüdern Dscharskij installiert wurden, verleihen der Stadt eine künstlerische und urbane Einzigartigkeit, die heute allerdings bedroht ist.

Die Mosaikplatten von Taschkent, die nach dem verheerenden Erdbeben von 1966 entstanden sind, befinden sich vor allem an den Fassaden großer Wohngebäude und unterstreichen die Einzigartigkeit der usbekischen Hauptstadt. Sie wurden von drei in Frankreich geborenen Brüdern aus einer russischstämmigen Familie geschaffen, doch neue Dynamiken auf dem Immobilienmarkt bedrohen ihre Werke.

Am 26. April 1966 erlitt Taschkent eines der stärksten Erdbeben seiner Geschichte. Mit einer Stärke von 5,2 auf der Richterskala zerstörte es fast 80 Prozent der Stadt, wobei sich die beträchtlichen Schäden vor allem auf das historische Zentrum konzentrierten. Mehr als zwei Millionen Quadratmeter Wohnfläche, Hunderte Büro- und Handelsgebäude, Bildungseinrichtungen und Krankenhäuser wurden völlig zerstört und mehr als 300 000 Menschen der damals 1,5 Millionen Einwohner Taschkents, obdachlos. Zehntausende Bauarbeiter, Architekten und Ingenieure aus der ganzen Sowjetunion kamen, um die Stadt wiederaufzubauen. Unter ihnen waren die Brüder Dscharskij.

Vom Zarenreich über Frankreich in die Sowjetunion

Nikolai, Peter und Alexander Dscharski wurden in Frankreich geboren, nachdem ihre Eltern nach dem Sturz der zaristischen Herrschaft 1917 aus Russland geflohen waren. Während des Zweiten Weltkriegs schlossen sich die drei Brüder jedoch der von den Sowjets angeführten Widerstandsbewegung der Partisanen an, um gegen die Achsenmächte zu kämpfen. Die Familie kehrte schließlich 1947 nach Russland zurück und die Brüder, die aus einer Künstlerfamilie stammten, erhielten dort auch eine künstlerische Ausbildung.

Nikolai und Peter Dscharskij kamen 1966 nach Taschkent, um beim Wiederaufbau der Stadt zu helfen. Einige Zeit später stieß ihr Bruder Alexander dazu. Als künstlerische Angestellte in einem Stahlbetonwerk konnten sie zur Erneuerung der Hauptstadt beitragen und jene Bewegung beeinflussen, die man später als „Seismischen Modernismus“ bezeichnen sollte.

Novastan: Fotoreihe: Die ungewöhnlichsten und schönsten Mosaike Taschkents

In seinen Memoiren, die im Telegram-Channel „Vermächtnis Usbekistans“ zitiert werden, erklärt Nikolai Dscharskij, wie er und sein Bruder Peter ab dem Moment ihrer Ankunft an der architektonischen und künstlerischen Wiederbelebung Taschkents teilhatten. „Nach Taschkent kamen Peter und ich, um die Stadt nach dem heftigen Erdbeben von 1966 wiederaufzubauen. Wir bekamen eine Stelle im Stahlbetonwerk. Nach unseren Skizzen und Entwürfen wurden unter der Aufsicht der Bauherren an den Seiten der fünf- und neunstöckigen Gebäude Mosaikplatten installiert. So erlangte Taschkent sein einzigartiges Aussehen, das sich durch Farbenvielfalt und orientalische Ornamentik auszeichnet. Die Stadt bekam dadurch einen hohen Wiedererkennungswert.“

Eine neue kulturelle Identität für Taschkent

Die von den Brüdern Dscharskij initiierte Mosaikkunst gab der Stadt in den 1960er und 1980er Jahren eine neue Identität. Diese Kunstwerke, die zunächst neuen, mehrstöckigen Gebäuden vorenthalten waren, welche die zerstörten traditionellen Lehmziegelhäuser ersetzten, erschienen bald auch in Eingangshallen, an Brunnen, Kuppeln und in U-Bahnstationen.

Ein Vermächtnis, das erhalten werden muss

Trotz ihrer tiefen Verwurzelung in der kulturellen Identität der Stadt, sind die Mosaike nun bedroht. Domian Barma, Administrator der Facebookgruppe „Тaschkent stroitsja“ (Taschkent im Aufbau), bedauert das allmähliche Verschwinden der Mosaikpaneele. „Während der Sowjetzeit waren Mosaiktafeln ein verbreitetes Phänomen. Überall waren sie zu sehen. Doch heute verliert dieses Phänomen an Bedeutung. Mittlerweile ist die künstlerische Gestaltung ein Luxus, den sich nicht mehr jeder Bauherr leisten kann“, berichtet er.

Von Zeit zu Zeit werden Mosaike auch einfach zerstört oder mit einer monochromen Farbschicht übermalt. Doch angesichts dieses allmählichen Verschwindens werden Stimmen laut. Wie die Onlinezeitung Fergana News berichtetet, versuchen zahlreiche Anwohner nach dem Beispiel der Bloggerin Alla Dzyurich, die am 13. Juli 2018 über die Zerstörung eines Mosaiks im Wohnviertel Yusufabad im Norden Taschkents berichtete, dieses langsame Verschwinden ihres Erbes mithilfe von sozialen Netzwerken aufzuhalten.

Die Behörden scheinen sich jedoch allmählich des künstlerischen und historischen Wertes dieses Erbes bewusst zu werden. Noch im Jahr 2018 kündigte der dem Taschkenter Bürgermeisteramt unterstehende Gemeinderat in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Parkent Plaza auf seiner Facebookseite die Restaurierung einer Mosaiktafel an einem der Gebäude an, dessen Übermalung zuvor einen Skandal in sozialen Netzwerken ausgelöst hatte. Dank des bürgerschaftlichen Engagements kann das Erbe der Brüder Dscharskij vielleicht bewahrt und sogar aufgewertet werden.

Tanguy Martignolles
Aus dem Französischen von Elisabeth Rudolph
Quelle/Foto: NOVASTAN.org

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Philipp Meuser: Architekturführer UsbekistanDie Ästhetik der PlatteSeismic Modernism

Eine von den Brüdern Dscharskij gestaltete Wohnhausfassade
Die Werke zeichnen sich besonders durch ihre orientalischen Ornamente sowie symbolische Darstellungen aus, die für die sowjetische Kunst typisch sind und Themen wie die Völkerfreundschaft oder die Verherrlichung der Arbeiterklasse berühren.

Bilder der Bloggerin Alla Dzyurich

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Usbekistan startet im Oktober den Verkauf von Škoda Kodiaq

Skoda_-Kodiaq Škoda Kodiaq Foto: Infocar.ua

Im Oktober plant „Jizzakh Automobile Plant“ die Präsentation der zweiten Marke aus der Linie des Volkswagen Konzerns - Škoda.

Das erste Škoda-Auto in Usbekistan wird der 2021 Škoda Kodiaq SUV sein, der in zwei Modellen präsentiert wird: einem fünfsitzigen „Ambition“ und einem siebensitzigen „Style“.

Das Inlandsmarktmodell verfügt über einen Turbomotor mit einem Volumen von 2 Litern mit 180 PS und 320 Nm Drehmoment, ein automatisches Siebengang-DSG-Getriebe der letzten Generation und ein Panorama-Schiebedach.

Die Autopreise werden im Oktober bekannt gegeben, wenn das Auto vorbestellt werden kann. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge wird für Ende November dieses Jahres erwartet.

Quelle KUN.uz/ Foto: Infocar.ua

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA Škoda Auto | Zeitleiste Škoda-ModelleŠkoda Kodiaq 
Škoda Modellübersicht - Hersteller


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Ein Film über den Herkules des Ostens - Pahlavon Makhmud - wird in Khorezm gedreht

uz_film_pahlavon_mahmud UZ Film Pahlavan Mahmud

Die nationale Agentur „Usbekkino“ plant, in Zusammenarbeit mit dem regionalen Khorezm-Hakimiyat einen Film über den großen usbekischen Vorfahren, Dichter und Wrestler Pahlavon Makhmud mit dem Namen „Afsonadagi haqiqat" (Wahrheit in der Legende) zu drehen. Als Drehbuch dienen verschiedene Legenden über Pahlavon Mahmud, der als Herkules des Ostens gilt. Sein unvergleichlicher Mut und sein reiches spirituelles Erbe wird in beeindruckenden Szenen gezeigt, die auf solchen Legenden basieren.

Filmregisseurin ist Hamidulla Hasanov, bekannte und anerkannte Kulturarbeiterin Usbekistans. Nach den vorliegenden Informationen laufen derzeit die Vorbereitungen für die Dreharbeiten. Der Film wird im September 2021 uraufgeführt.

Auf Anweisung des Kulturministeriums der Republik Usbekistan wird derzeit in der Türkei ein mehrteiliger Film über einen anderen großen Vorfahren gedreht, den letzten Khorezmshah - Jaloliddin Manguberdi - der letzte Herrscher des Khorezm-Staates - der in Khorezm aufgewachsen ist.

Quelle/Foto: xs.uz / Xalp so´zi online, Odilbek Odamboyev

Empfohlene LINKS:
USBEKISTAN-GALERIE – CHIWA - Pakhlavan Makhmud Mausoleum
WIKIPEDIA - Held Mahmud
WIKIPEDIA - Gedenkstätte Pahlawan Mahmud
WIKIPEDIA.uz - Pahlavon Mahmud

WIKIPEDIA - Choresmien
WIKIPEDIA - Khwarazm
WIKIPEDIA - Jaloliddin_Manguberdi

Lola Karimova - Geschichte und Kultur Usbekistans
Usbekische Reisendenkmäler / Pahlavon-Mahmud-Mausoleum
shutterstock.com - Pahlavon Mahmud Mausoleum Bilder
Gettyimages - Pahlavan-Mahmud-Mausoleum

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Usbekische Schule in New York eröffnet

UZ_Schule_NEW_YORK Usbekischer Schulunterricht in New York

Das Außenministerium, diplomatische Vertretungen und Konsularbüros der Republik Usbekistan im Ausland leisten systematische Arbeit, um Bürger Usbekistans, die sich vorübergehend in ausländischen Staaten aufhalten, sowie im Ausland lebende Landsleute zu unterstützen.

In der Gegend von Brooklyn in New York (USA) wurde die usbekische Schule „Ziyo Art“ feierlich eröffnet. Die offizielle Eröffnungsfeier fand am 19. September 2020 statt. Die Veranstaltung wurde vom Generalkonsulat Usbekistans in New York zusammen mit der Diaspora-Organisation „Mahalla USA“ organisiert.

Nach Angaben des Generalkonsulats in New York befindet sich die Schule in der 16 Avenue О, Brooklyn, NY 11204, und besteht aus folgenden Fächern: Usbekische Sprache und Literatur, Ethik, Bildende Kunst, Schach und Mathematik.

Der Unterricht wird samstags und sonntags in usbekischer Sprache von qualifizierten Lehrern durchgeführt. Das Kollegium wurde auf Wettbewerbsbasis ausgewählt, die speziellen Unterrichtsmaterialien werden von Usbekistan zur Verfügung gestellt.

Im Auftrag der Regierung Usbekistans übertrug das Generalkonsulat Bücher und Belletristik in den Fonds der Bibliothek der usbekischen Schule.

Quelle: Fledu.uz Foreign Language Education; Foto: MFA/Usbekistan

Usbekischer Schulunterricht in den Fächern: Usbekische Sprache und Literatur, Ethik, Bildende Kunst, Schach und Mathematik; Foto MFA

Usbekische Literatur für die Schüler der Schule  „Ziyo Art“ in New York; Foto MFA

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Ausbildung für usbekische Bürger/in in Deutschland

Visum VISUM - Ausbildung in Deutschland
Jedes Jahr kommen viele tausend junge Leute nach Deutschland, für ein Studium, Au-Pair, FSJ / BFD, Ausbildung, um an einem Deutschkurs usw. teilzunehmen. Heute wird ein Usbeke euch seine Erfahrungen mitteilen.

Hallo zusammen! Ich heiße Mirzokhid Bobokulov, komme aus Usbekistan. Seit zwei Jahren lebe ich in Stuttgart. Bevor ich nach Deutschland kam, habe ich ein Studium in meiner Stadt, in Samarkand für Fremdsprachen, absolviert. Nach meinem Studium habe ich mich für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Deutschland beworben und wurde angenommen. Letztes Jahr habe ich mein Freiwilliges Soziales Jahr abgeschlossen und anschließend eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger begonnen. Heute möchte ich über meine Ausbildung erzählen.

Was ist eigentlich eine „Ausbildung“ und wie lange dauert sie?

In Wikipedia ist die Ausbildung wie folgt definiert: „Ausbildung umfasst die Vermittlung von Fertigkeiten und Wissen durch eine dazu befugte Einrichtung, beispielsweise eine staatliche Schule, eine Hochschule oder ein privates Unternehmen. Im Regelfall steht am Ende einer institutionellen Ausbildung eine Abschlussprüfung des Absolventen, der nach erfolgreicher Teilnahme ein Dokument erhält, das den positiven Abschluss der Ausbildung bescheinigt und seine erworbene Befähigung nachweist, beispielsweise ein Zertifikat in Web-Programmierung, eine Promotion in der Philosophie oder einen Meister im Dachdeckerhandwerk. Ausbildung unterscheidet sich vom Begriff Bildung durch ihre Vollendung und Zweckbestimmtheit."

Ich möchte mit meinen eigenen Worten beschreiben, was ich bis jetzt erlebt und verstanden habe. Normalerweise kann man eine Ausbildung im Anschluss an einen Schlussabschluss beginnen. Ein Abschlusszeugnis der Schule ist die Hauptvoraussetzung, die für eine Ausbildung benötigt wird.

Es gibt zwei Arten von Ausbildungen
a) Eine übliche schulische Ausbildung und eine praxisintegrierte Ausbildung (PiA). Bei PiA ist die Praxiszeit der herkömmlichen Ausbildung einschließlich des Berufspraktikums gleichmäßig in drei Ausbildungsjahre integriert, was den Namen praxisintegriert erklärt. Berufliche Tätigkeit und Theorie sind von Anfang bis Ende der Ausbildung eng miteinander verzahnt. Während der Ausbildung arbeitet man – in der Regel an zwei Tagen in der Woche – in einer Praxisstelle. Die Theorie vermittelt die „Fachschule“. Die Unterrichtszeit ist auf drei Jahre aufgeteilt, Lehrplaninhalte und Stundenplan entsprechen der herkömmlichen Fachschulausbildung. PiA setzt voraus, dass sowohl ein Schul- als auch ein Praxisplatz vorliegen.

b) Was ist der Unterschied zur schulischen Ausbildung?. Die schulische Ausbildung findet im Gegensatz zur dualen Ausbildung ausschließlich an der Berufsfachschule statt und wird deshalb auch vollschulische Ausbildung genannt. Denn einige Berufe im sozialen, pflegerischen, kaufmännischen oder technischen Bereich werden ausschließlich an Fachschulen erlernt.

Es gibt natürlich bei beiden Ausbildungsarten Vor- und Nachteilen. Für die praxisintegrierte Ausbildung ist als erster Vorteil zu nennen, dass man während der Schule gleichzeitig in Praxisstelle arbeitet und dafür von der Ausbildungsstelle Geld bekommt. Der Betrag ist bei jeder Ausbildungsart unterschiedlich. Man verdient ungefähr zwischen 600 und 1000 Euro pro Monat. Das hängt jedoch stark davon ab, bei welcher Branche man sich bewirbt. Außerdem hat man eine Chance die schulische oder theoretische Kenntnissen in der Praxis anzuwenden. Als Nachteil könnte man sagen, dass die Ausbildung anstatt zwei Jahre Schule, drei Jahre dauert. Und es passiert auch manchmal, dass man in der Schule erschöpft ist, denn in der Praxis arbeitet man voll im Unternehmen mit, manchmal ist das sehr hart und einen Tag später geht man „müde“ zur Schule.

Als Vorteil der schulischen Ausbildung kann man sagen, dass man in die Schule nur zwei Jahre besucht und damit ein Jahr gewinnt. Außerdem kann man sich besser auf Lerninhalte konzentrieren, wird nicht von der täglichen Arbeit abgelenkt. Aus meiner Sicht kann man sich auf die Schule besser konzentrieren. Aber als Nachteil finde ich persönlich diese Ausbildungsart sehr eintönig und manchmal praxisfremd. Man hat weniger Abwechslung und auch nicht so viele Möglichkeiten erlerntes in der Praxis anzuwenden, was man in der Theorie gelernt hat. Außerdem verdient man auch kein Geld während der Ausbildung, muss von Anfang an alles selbst finanzieren.
Kurz und knapp gesagt, es hängt individuell vom Bewerber und finanziellen Möglichkeiten ab, welche Art der Ausbildung er auswählt. 

Wie sehen die Chance für internationale Bewerber und Bewerberinnen aus oder anders gesagt, „aus Drittstaaten“, besonders aus Usbekistan? Dürfen junge usbekische Leute auch hier in Deutschland eine Ausbildung machen? Wenn ja, wie funktioniert das?

Ich möchte diese Fragen mit „ja“ beantworten. Wenn man alle Voraussetzungen erfüllt, darf man in Deutschland eine Ausbildung anfangen. Aber welche Voraussetzungen gibt es?
Natürlich sind Voraussetzungen unterschiedlich vom spezifischen Ausbildungsplatz. Allgemein gelten folgende wichtige Voraussetzungen und Unterlagen:

1. Schulzeugnisse mit beglaubigter Übersetzungen auf Deutsch (min. 11 Jahre Schule). Die Schulzeugnisse muss man in Deutschland anerkennen lassen. Die Anerkennungsstellen findet man i.d.R. an dem Ort, an dem man sich bewirbt.

Wie funktioniert das Anerkennungsverfahren?
Informationen über die Anerkennung von Schulabschlüssen gibt es auf dem Infoportal für ausländische Bildungsabschlüsse „anabin“. Dort können Qualifikationen besser verglichen werden. Zudem erleichtern diese auch die Arbeit für die Unternehmen, um Qualifikationen besser einschätzen zu können und um eine Bewerberauswahl zu treffen.
2. Genügend Deutschkenntnisse (min. B1). Manchmal wird C1 Stufe benötigt*
solche Zertifikate kann man nur in bestimmen Orten/Stellen nehmen/machen, die in Deutschland anerkannt sind. z.B: Goethe Zertifikat, TestDaF, OnDaF...
3. Polizeiliches Führungszeugnis*
4. Passkopie, Gültigkeit mindestens während der Ausbildungszeit xx Jahre
5. Geburtsurkunde*
6. Motivationsschreiben. in Deutsch (Muster, siehe Anhang) 
7. Tabellarischer Lebenslauf, in Deutsch (Muster, siehe Anhang)
* Ausstellungsbehörde in Usbekistan, notarielle bzw. beglaubigte Bestätigung/ Übersetzung in Deutsch

Normalerweise lädt man den/die Bewerber/in zu einem Vorstellungsgespräch, nachdem die Unterlagen erfolgreich geprüft werden. Meist wird man nach persönlichen Motiven gefragt, warum man sich überhaupt für den angegebenen Ausbildungsplatz bewerben will. Deswegen würde ich persönlich vorschlagen, dass man sich auf das Bewerbungsgespräch, Ausbildungsziel, Informationen über das Unternehmen sehr gut vorbereitet. Dies gilt nicht nur für sprachliche sondern auch fachliche Kenntnisse. Ich möchte besonders betonen, dass man sich rechtzeitig bewirbt. Für manche Ausbildungsstellen muss man sich schon ein Jahr zuvor bewerben. Eigentlich je früher, desto besser!.

Wenn die Bewerbungsprozesse erfolgreich abgeschlossen sind, bekommt man einen Ausbildungsplatz. Danach werden Verträge vom Arbeitgeber und von der Schule an den Bewerber geschickt. Mit diesen Verträgen muss man anschließend zur deutschen Botschaft gehen und die Unterlagen persönlich abgeben, um ein Visum zu beantragen. Deswegen ist es hier sehr wichtig, dass man rechtzeitig mit der deutschen Botschaft in Taschkent einen Termin vereinbart (den Link finden Sie dafür unten). Welche Unterlagen der deutschen Botschaft in Taschkent abgegeben werden müssen, findet ihr in diesem Link: Taschkent.Diplo | VISA Einreise Deutschland

Mit großer Wahrscheinlichkeit werden Personen in der deutschen Botschaft befragt, ob sie in Deutschland bereits eine Unterkunft haben oder nicht. Deswegen ist es wichtig sich vorher darum zu kümmern, dass man einen Ausbildungsplatz findet, der auch eine Unterkunft anbietet. Außerdem muss man auch beweisen, ob man eine Ausbildungsvergütung, mtl. Geld bekommt, das vom Ausbildungsbetrieb bezahlt wird. Ein Recht darauf nach Deutschland zu kommen gibt es nicht. Wenn das Gehalt vom Arbeitgeber nicht ausreichen sollte, muss man ein Konto für eine finanzielle Sicherheit vorweisen, auf dem für den Zeitraum des Aufenthalts genügend Geld zur Verfügung steht. Normalerweise wird das Geld auf einem Sperrkonto hinterlegt. Das Sperrkonto ist ein spezielles Konto, auf dem ein Geldbetrag von mindestens 10,236 Euro** überwiesen werden muss, um die Finanzierung des Studiums/Ausbildung für ein Jahr nachzuweisen. Dieser Betrag ist bis zur Ankunft in Deutschland gesperrt. Es besteht jedoch kein Grund für eine Angst. Die Rücklagen können für den Unterhalt benutzt werden, für alles was während der Ausbildung, für den Unterhalt benötigt wird. Vom Sperrkonto können dann monatlich nur 853 Euro** abgehoben werden, es sei denn, es wurde vorher ein höherer Betrag überwiesen.
**Stand 9/2020
Schengenvisainfo: Finanzierungsnachweis für ausländische Studenten in Deutschland – Voraussetzung für ein Studentenvisum

Wie finde ich eine Ausbildung in Deutschland?
Das deutsche Ausbildungssystem bietet über 300 duale Ausbildungsberufe, die einen Start in die Berufswelt ermöglichen. Eine Berufsausbildung kann man in den unterschiedlichsten Branchen machen: Im sozialen, kaufmännischen, medizinisch, gewerblich-technischen, handwerklichen oder in einem anderen Bereich.
In meinem YouTube Kanal (Mirzo TV) habe ich auch über Ausbildungsmöglichkeiten in Deutschland in meiner Muttersprache auf Usbekisch erklärt. Auf dem Kanal gibt es zusätzlich wertvolle Tips und weitere umfangreiche Informationen.

Zu meinem YouTube Kanal finden Sie den Link hier:

Es kann sein, dass einige Informationen noch ausführlicher beschrieben werden müssen, als ich es hier berichtet habe. Deswegen empfehle ich sich mit dem Thema ausführlich zu beschäftigen, wenn Sie wirklich eine Ausbildung in Deutschland machen möchten. Alles ist am Anfang sehr schwer. Meine Erfahrung: ES GIBT IMMER FÜR ALLES EINE LÖSUNG! Und auch gute deutsch/usbekische Freunde mit viel Verständnis.

Ich wünsche euch viel Erfolg!

Beitrag/ Fotos: Mirzokhid Bobokulov

Empfohlene LINKS:
GIS Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ)
FSJ Freiwilliges Soziales Jahr 
GOETHE INSTITUT Deutsch Zertifikate | USBEKISTAN

Mithilfe dieser Webseiten können Interessierte einen Traumausbildungsplatz finden:
AZUBIYO Stellenmarkt | Ausbildungsplätze | Duale Studienplätze | Berufswahltest | Berufe


GESELLSCHAFT
Lebenshaltungskosten | Übersicht | WIKIPEDIA
Statistiken Lebenshaltungskosten Deutschland
NUMBEO - soviel kostet das Leben in Deutschland

Mirzokhid Bobokulov; YOUTUBE Mirzo TV Kanal

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​Online-Expertentisch zum Thema "Gefälschte Informationen und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft"

Beruniy-Alimov Beruniy Alimov, Journalist, PhD, Medientrainer

Usbekistan, Taschkent, September 2020

Gefälschte oder falsche Nachrichten sind leider ein Teil des modernen Lebens geworden. Ihre Anerkennung als Phänomen zeugt nicht nur von der hohen Effizienz solcher Informationen, sondern auch von der Nachfrage in einer Gesellschaft, die sich nach Empfindungen, der Offenlegung von "Weltverschwörungen" und schockierenden Nachrichten sehnt. Gefälschte Nachrichten speisen langjährige Stereotypen und prägen weiterhin die öffentliche Meinung von Millionen von Menschen.

Über die Manipulation der öffentlichen Meinung kann viel gesagt werden, was die modernen Medien nicht verachten. Eines ist klar: Laute "Empfindungen" erzeugen einen Informationshunger für das Publikum. Ich möchte solchen Liebhabern wünschen, dass sie ihren „kühlen Kopf" behalten und ihn nicht mit Fehlinformationen verstopfen, sondern alles, was in den Medien wiederholt wird, mit einer gesunden Dosis Skepsis und kritischem Denken angehen.

Was denken ausländische und usbekische Medienexperten, Journalisten über den Wert von Information und Medien in der Gesellschaft in einer schwierigen Zeit für alle? Welche Rolle spielen Fälschungen im modernen Informationsbereich? Das Zentrum für Umschulungsjournalisten Usbekistans hat einen Expertenrundtisch in den Medien zu diesem Thema initiiert.

Die Diskussion wurde von Beruniy Alimov, Journalist, PhD, Medientrainer, geleitet.

Welchen Wert haben Information und Kommunikation heute für die Gesellschaft?

Mjusha Sever, INGO "Regionaler Dialog"

Die Meinungsfreiheit ist eines der grundlegenden Menschenrechte. Es stärkt alle anderen Menschenrechte und ermöglicht der Gesellschaft, sich zu entwickeln und Fortschritte zu erzielen. Die Fähigkeit, die eigene Meinung zu äußern ist für den sozialen Wandel von wesentlicher Bedeutung. Ohne Redefreiheit können keine Rechte erreicht werden. Aus diesem Grund ist die Meinungsfreiheit so wichtig - sie ist besonders wichtig für Gesellschaften in den frühen Phasen des Übergangs von einer autoritären Elite oder einem feudalen System einer geschlossenen Gesellschaft zu einem demokratischeren und sozial gerechteren System.

In den traditionellen Medien, die jetzt ihre Rolle verlieren, gibt es strenge Regeln, nach denen Informationen objektiv, ehrlich, aktuell und genau sein müssen. Was sind die Einschränkungen der Meinungsfreiheit? Gegenwärtig haben viele Justizsysteme, die auf dem Schutz der grundlegenden Menschenrechte und dem Recht auf Leben und Sicherheit jedes Wesens beruhen, unterschiedliche Auslegungen. Die erste Änderung der US-Verfassung schließt ebenso wie die europäische Rechtspraxis das Recht auf freie Meinungsäußerung in den folgenden Fällen aus: Obszönität, Mobbing, Verleumdung, Kinderpornografie, Meineid, Erpressung, Anstiftung zu bevorstehenden illegalen Handlungen, echte Bedrohungen und Verbrechen zu begehen.

Die technologische Entwicklung und die wirtschaftlichen Ambitionen, den Fortschritt in einer globalisierten Welt auszubauen, haben auch zu verschiedenen Phasen der Ausweitung der Kommunikation geführt - von lokalen (per Post, Telex oder frühen Telefonen, Printmedien) bis zu elektronischen Medien (Radio, Fernsehen). Der erste große Schritt zur Bereitstellung von Informationen mit erheblichen globalen Auswirkungen begann mit einer 24/7-Nachrichtensendung (die Ted Turner 1980 CNN vorstellte). Dies überraschte die meisten Politiker, insbesondere in traditionell geschlossenen Gesellschaften. Ein gängiger Ansatz zur Verwaltung des Informationsflusses, der die Menschen im „Dunkeln" liess oder nur an die Wahrheit gebunden war.

Man durfte ihren Führern vertrauen - im Zusammenhang mit dem Aufkommen von Nachrichten und Fernsehen. Dies führte zu einem neuen Verständnis sowohl innerhalb der Gesellschaft als auch weltweit. Eine Zeitlang brachte es auch bedeutende Veränderungen, Fortschritte, aber auch Aufruhr und neue Konflikte. Dies ermöglichte es der Gesellschaft einerseits, die Kluft zwischen den Bürgern und ihren Führern, den Regierungen, zu überbrücken. Andererseits mussten Politiker und Staats- und Regierungschefs ihre Einstellungen gegenüber ihren Menschen, Bürgern und Steuerzahlern ändern. Die Kosten für die Wartung solcher Medien waren jedoch enorm und ermöglichten es den Mainstream-Machtgruppen, die primäre Kontrolle über die Medien zu übernehmen und damit auch die gesamte nationale oder globale Agenda zu kontrollieren.

Während wir früher dachten, dass Bilder nicht lügen, können Profis Ihnen sagen, wie einfach es ist, sogar Video und Audio zu bearbeiten und so jede Erzählung oder jeden Mangel davon zu manipulieren.

Der nächste revolutionäre Schritt war das Internet und die sozialen Medien, gefolgt von künstlicher Intelligenz. Dies ist der nächste Schritt in der Entwicklung der globalen menschlichen Kommunikation und bringt enorme Veränderungen mit sich, die unser gesamtes Leben und unsere Gesellschaft betreffen und in Zukunft noch stärker spürbar sein werden. Diese Entwicklungen betreffen jeden Menschen, aber auch alle drei Bereiche, wie wir kommunizieren, wie wir Geschäfte machen, wie wir Gesellschaften verwalten und regieren. Die Zeit der Globalisierung hat zu einem globalen revolutionären Wandel in der Entstehung der Möglichkeit globaler Verbindungen durch Internet-Kommunikation in vielen Versionen sozialer Netzwerke geführt. Aber wie jede gute Erfindung bringt sie neue Bedrohungen mit sich. In den Vereinigten Staaten wurde beispielsweise vor einigen Jahren eine Studie durchgeführt, die zeigte, dass 62 Prozent Amerikaner Nachrichten von sozialen Netzwerken erhalten. Ich denke, dass dies in vielen Gesellschaften wahrscheinlich vergleichbar ist, aber Tatsache ist, dass Politiker, Regierungen und populäre Medien auf der ganzen Welt von ihren Bürgern wahrscheinlich nicht voll vertraut werden und die Bürger begonnen haben, ihre Stimme auch mit neuen technologischen Instrumenten zu zeigen, um ihre eigenen Meinungen durchzusetzen. Wenn die Gesellschaft und ihre Bürger mit all ihren positiven Eigenschaften solche fortschrittlichen Kommunikationsmethoden und den globalen Dialog anwenden, wird dies zweifellos zu positiven Auswirkungen auf die Entscheidungsfindung und Produktion von Waren auf globaler Ebene führen.

Die Realität in der Geschichte der Menschheit zeigt jedoch, dass wir als Individuen, Gesellschaften oder Staaten und ihre Regierungen nicht immer nur Gutes tun. Globale Kriege, Spannungen, globale Kriminalität, Terrorismus und der verheerende Klimawandel beweisen beispielsweise, dass wir Menschen oft sogar fortschrittliche Ideen missbrauchen: politische, soziale oder wirtschaftliche. Wir können wissenschaftliche Entdeckungen manipulieren, die ursprünglich unser Leben verbessern sollten, aber es stattdessen verschlimmern, wenn wir es gegeneinander wenden ...

Der derzeitige Ausbruch der CORONA Pandemie, die zweifellos ein globales Drama ist, bietet uns auch eine großartige Gelegenheit, den Wert von Informationen und Kommunikation zu überdenken. Weil wir gezwungen sind, unsere physischen Kontakte einzuschränken und durch virtuelle Kommunikation zu ersetzen, was unweigerlich zu ernsthaften Veränderungen auf persönlicher und sozialer Ebene führt - und diesmal wirklich global. Diese virale Bedrohung verändert unsere traditionellen Lehrmethoden, die Kommunikation mit der Öffentlichkeit und die Verwaltung aller drei traditionellen Regierungszweige (Exekutive, Judikative und Legislative). Das Virus hat unser Wohlbefinden, unsere Arbeitsweise, unser Studium, unsere Kommunikation und unsere anderen persönlichen Bedürfnisse beeinflusst - emotional, sozial, kulturell, religiös, spirituell. Wir sind in hohem Maße auf Informationen angewiesen, um die richtigen Entscheidungen darüber zu treffen, wie wir kommunizieren, emotional stabil bleiben und all die enormen Herausforderungen bewältigen können, die das Virus für unser tägliches Leben mit sich gebracht hat. Wahrhaftige, zeitnahe und ordnungsgemäß übermittelte Informationen werden für das Überleben des Einzelnen und der Gesellschaft insgesamt wichtiger denn je.

Die sozialen Aktivitäten vieler Bürger beschränken sich hauptsächlich auf die virtuelle Kommunikation und verlagern sich in soziale Netzwerke, in Blogs. Dies gilt insbesondere in Gesellschaften, in denen Regierungen es nicht eilig haben oder nicht über die Werkzeuge für den korrekten und zeitnahen Informationsaustausch ohne Manipulation verfügen. Der emotionale Druck ist stark und es kann zu persönlichen oder sozialen Aggressionsausbrüchen kommen. In einigen Gesellschaften führte dies zu Demonstrationen und sogar zu Unruhen, in sozialen Netzwerken und in populären Medien. Das Wachstum aggressiver und manipulativer Kommunikation kann ebenfalls beobachtet werden - unter dem Druck von Einzelpersonen, Gruppen oder politisch motivierten Manipulationen.
Nur auszuschalten ist keine Lösung. Neue Generationen sind nun gezwungen, neue technologische Bedingungen als Teil des Alltags zu nutzen, für ihre Existenz und Entwicklung. Den Fortschritt aufzugeben, den wir alle auf uns genommen haben, ist Heuchelei, keine Lösung. Die Geschichte hört nie auf, die Zeit vergeht, auch wenn wir sie einfrieren wollen. Eine soziale wie auch eine globale Debatte darüber, welche Art von Zukunft wir mit all diesen Dimensionen - politisch, wirtschaftlich und sozial - aktiv aufbauen wollen, ist wahrscheinlich der Beste, wenn nicht der einzige Weg.

2017 veröffentlichte das Pew Research Center in den USA eine Studie mit dem Titel "Die Zukunft der Redefreiheit, der Trolle, der Anonymität und der gefälschten Nachrichten im Internet". Es wurden vier mögliche Szenarien besprochen:
1. Alles wird schlecht, weil Trolling ein menschliches Merkmal ist; Anonymität fördert asoziales Verhalten; Ungerechtigkeit führt zumindest zu einem entzündlichen Dialog, und das wachsende Ausmaß und die Komplexität des Internetdiskurses machen es schwierig, diesen Prozess zu lösen.
2. Die Situation wird weiterhin schlecht sein, da Trolling durch materielle und immaterielle wirtschaftliche und politische Anreize unterstützt wird.
3. Die Situation wird sich verbessern, da es technische und menschliche Lösungen geben wird, da die Online-Welt mithilfe künstlicher Intelligenz in segmentierte kontrollierte soziale Zonen aufgeteilt wird.
4. Kontrolle und Moderation durch die Gemeinschaft haben ihren Preis. Bestimmte Entscheidungen können die Art des Internets weiter verändern, da die Überwachung zunehmen wird. Der Staat wird in der Lage sein, Streitigkeiten beizulegen; und diese Veränderungen werden die Menschen polarisieren und den Zugang zu Informationen und die Meinungsfreiheit einschränken.

Keiner von uns hat eine endgültige Antwort auf unsere gemeinsame und globale Zukunft, seien wir ehrlich. Es ist jedoch klar, dass in dieser Angelegenheit ein ernsthafter Dialog aufgenommen werden muss. Alle Kulturen teilen einige der Grundwerte und Grundprinzipien unserer Grundrechte als Individuum und als Gesellschaft: Würde, Gerechtigkeit, Gleichheit, Respekt und Unabhängigkeit. Diese Grundsätze bieten auch eine bessere Grundlage für Diskussionen über Redefreiheit und soziale Medien.

Solange es Medien gibt, gibt es ständig Desinformation. Was ist seine Besonderheit? Fälschungen, Online-Mobbing, Trolling - wie gefährlich sind sie für die Gesellschaft?

Nargis Kasymova: Ph.D., Journalist, Medientrainer der CPG

Die Strategie des Informationskriegs zielt immer auf eine bestimmte Form des öffentlichen Denkens ab. Die Medien berichten ständig über diplomatische Schritte und militärische Aktionen und informieren die breite Öffentlichkeit. Gleichzeitig ist das Konzept der „falschen Nachrichten" vor relativ kurzer Zeit in unseren Alltag gekommen. Falsche Informationen, die den spirituellen Zustand der Empfänger beeinflussen, erschweren es ihnen zu verstehen, wo die Wahrheit ist und wo die Lüge ist, und dienen dazu, falsche Ideen und Meinungen in der Gesellschaft zu bilden. Falsche Handlungen sowie das Streben nach materiellem oder politischem Nutzen durch die Verbreitung bestimmter falscher Informationen in sozialen Netzwerken oder in den Medien werden als „falsche Nachrichten" bezeichnet. Fälschungen werden immer auf der Grundlage von Konflikten erstellt. Kriege, Konflikte in der Welt, national oder religiöse Gründe, interne politische Konflikte - die Grundlage für alles sind oft falsche Informationen, die diese Ereignisse ausgelöst haben.

Der Hauptzweck der Verbreitung gefälschter Informationen besteht darin, Aufmerksamkeit zu erregen, das Publikum dazu zu bringen, eine Lüge zu glauben, Unglauben an die derzeitige Regierung in der Gesellschaft zu säen und Destabilisierung im Land zu verursachen. Internet, und dort ist es nicht immer möglich, eine Quelle zu finden. In den meisten Fällen bleibt das Material "virussimon", der Autor schließt seine Seite, um seine Quelle zu verbergen. Heute wird in zahlreichen sozialen Netzwerken und Informationsseiten das Publikum gefälschter Nachrichten in zwei Typen unterteilt. Einige achten nicht auf verschiedene Informationen unterhaltsamer, sensationeller Natur, während andere alles glauben, was geschrieben steht, und sogar Informationen verbreiten. Leider sind dies die Mehrheit.

Im Jahr 2016 gab Google bekannt, dass es eine Suchplattform zur Überprüfung von Informationen gestartet hat. Die Überprüfung von Fakten hat sich als wirksames Überprüfungsinstrument erwiesen. Bisher haben BBC, CNN und The Guardian das Global Fact-Check-System zur Überprüfung von Informationen aufgerufen. Die New York Times und 111 andere Unternehmen. Unter ihnen ist Google das größte Unternehmen, das als erstes Unternehmen diese Aktivität gestartet und den Grundstein für das Konzept der "Faktenprüfung" gelegt hat.

Anstelle von Schlussfolgerungen kann darauf hingewiesen werden, dass einige Merkmale der Psyche eines Menschen und sein Verhalten im Internet ihn oft blind für falsche Informationen machen. Gegenwärtig wäre es ein schwerwiegender Fehler zu glauben, dass gefälschte Informationen ein harmloses, sicheres Phänomen sind. Fälschungen haben sich lange Zeit zu einer wirksamen Kommunikationswaffe entwickelt. Sie müssen von der wissenschaftlichen Gemeinschaft ernsthaft untersucht und analysiert und als wichtiges Thema auf die Tagesordnung gesetzt werden.

"FAKE NEWS" – die Stunde der Wahrheit

Gerhard Birkl (Deutschland), Herausgeber der beliebten Website www.USBEKISTAN-ONLINE.de

Laut DUDEN handelt es sich bei "FAKE NEWS" in den Medien, bei Printmedien und im Internet, besonders in sozialen Netzwerken, in manipulativer Absicht um verbreitete Falschmeldungen.

Mit zunehmender Verbreitung von „Social Media“ (Twitter, Facebook, Telegram, WhatsApp …& Co), Anzahl der Nutzer im Internet und einer unüberschaubaren Flut von Nachrichten wird es für Journalisten zunehmend schwieriger „echte Ereignisse“ von Falschmeldungen zu unterscheiden.

Es gilt zu ermitteln, wer, wann zu welchem Zweck eine „brandeilige“ Nachricht an seine „Empfänger“ verschickt. Journalisten sollen grundsätzlich schnell auf Ereignisse reagieren, Leser sachlich, „objektiv“ und kompetent informieren. Es gilt den Inhalt auf den Wahrheitsgehalt zu überprüfen, bzw. ob ein Artikel wissentlich verfälscht wurde.

Falschmeldungen und absichtlich gestreute Meldungen, bekannt als "FAKE NEWS" sind spätestens seit Donald Trump Programm und "alternative Fakten" zum Unwort des Jahres 2017 gewählt worden.

"FAKE NEWS" sind jedoch nicht erst seit Bekanntwerden von Wahlmanipulationen neu, sind keineswegs eine Erfindung der Neuzeit, sondern haben, seit dem es die Menschheit gibt, historische Hintergründe, z.B. bei Urkundenfälschungen, „Siegermeldungen“ bei militärischen Aktionen. Zur historischen Erinnerung an den Ausbruch des zweiten Weltkriegs, die gezielte Manipulation im Dritten Reich, der Angriff Polen auf das „Deutsche Reich“ - eine Falschmeldung - mit fatalen Folgen – ein kam zum Zweiten Weltkrieg mit 70 Millionen Toten.

"FAKE NEWS" werden u.a. in der Wirtschaft gezielt eingesetzt als „Neuigkeit" bei der „Erprobung“ von Marketing Recherchen für zukünftige Produktplazierungen, Marktakzeptanz und vieles mehr.

Vor Jahrhunderten wurden bereits „Märchen“ in die Welt gesetzt, im guten - wie im schlechten Sinn. In jedem Fall sollen mit "FAKE NEWS" bestimmte Zwecke erfüllt werden. Häufig gilt heutzutage bedauerlicherweise bei Pressemeldungen der Grundsatz: Je „blutiger, brutaler, negativer“ eine Meldung ist, umso höher ist die Aufmerksamkeit der Leserschaft. Generell gilt, je kürzer eine „Neuigkeit“ mit pikanten Details geschmückt ist, als „verständliche Nachricht“ getarnt wird, umso erfolgreicher wird diese massenhaft verbreitet.

Für Journalisten gilt es die Absicht einer Meldung zu identifizieren, stets zu hinterfragen. Hilfreich hierzu sind folgende Kriterien:
• Impressum
Einer Seite ohne Impressum, Auskunft über Inhaber einer Webseite sollte man grundsätzlich kein Vertrauen schenken.
Das Impressum gibt Auskunft über den Urheber einer Webseite, Absicht eines Portals.
• Autor
Wird der Beitrag von einem „realen Autor“ namentlich unterzeichnet, persönlich und verbindlich genannt?.
• Prüfung des Inhalts
Entspricht eine Mitteilung einer „Aktualität“ und von welcher Quelle stammt der Beitrag?, wurde der Sachverhalt von anderen Medien bestätigt?.
• Quellen und Zitate: In welchem Kontext sind diese anderweitig im Internet zu finden?, Wie seriös erscheinen weitere Artikel?, was wird noch vom „Autor“ veröffentlicht?, lässt sich eine Grundsatzeinstellung zu bestimmenden Themen erkennen?
In sozialen Netzwerken: wer ist der Absender der Nachricht, besteht eine Vertrauenswürdigkeit, Seriosität (z.B. weitere Artikel ?).
• Weitere Medien: Fotos und Videos
Wurde für ein Foto/Video der Inhaber genannt?, gibt es einen Nachweis für den Aufnahmeort, Beschreibung?.
• Erscheinungsbild
Welcher Inhalt wird durch Text, Bild, Video vermittelt und wer wird als „Empfänger“ angesprochen, ggf. für eine Handlung, z. B. zur „dringenden“ Weitergabe aufgefordert.

Grundsätzlich besteht für jeden ernsthaften Journalisten, für jedes Presseorgan ein ehrenhafter KODEX. Der deutsche Presserat definiert diesen wie folgt:
„Die im Grundgesetz der Bundesrepublik verbürgte Pressefreiheit schließt die Unabhängigkeit und Freiheit der Information, der Meinungsäußerung und der Kritik ein. Verleger, Herausgeber und Journalisten müssen sich bei ihrer Arbeit der Verantwortung gegenüber der Öffentlichkeit und ihrer Verpflichtung für das Ansehen der Presse bewusst sein. Sie nehmen ihre publizistische Aufgabe fair, nach bestem Wissen und Gewissen, unbeeinflusst von persönlichen Interessen und sachfremden Beweggründen wahr.

Die publizistischen Grundsätze konkretisieren die Berufsethik der Presse. Sie umfasst die Pflicht, im Rahmen der Verfassung und der verfassungskonformen Gesetze das Ansehen der Presse zu wahren und für die Freiheit der Presse einzustehen.

Die Regelungen zum Redaktionsdatenschutz gelten für die Presse, soweit sie personenbezogene Daten zu journalistisch-redaktionellen Zwecken erhebt, verarbeitet oder nutzt. Von der Recherche über Redaktion, Veröffentlichung, Dokumentation bis hin zur Archivierung dieser Daten achtet die Presse das Privatleben, die Intimsphäre und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung des Menschen.

Die Berufsethik räumt jedem das Recht ein, sich über die Presse zu beschweren. Beschwerden sind begründet, wenn die Berufsethik verletzt wird. Diese Präambel ist Bestandteil der ethischen Normen."
Zitat aus dem deutschen PRESSERAT 

Das Portal USBEKISTAN-ONLINE wurde 12/2014 gegründet und steht seit vielen Jahren für einen ethisch, moralischen und ehrenhaften Journalismus, berichtet authentisch über deutsch/usbekische Ereignisse. Ziel der Plattform ist die Berichterstattung in der Zusammenarbeit zum Nutzen für die freundschaftlichen Beziehungen beider Nationen.

Der nachweisliche Erfolg für das unabhängige Portal spiegelt sich in der zunehmenden Anzahl an Hits, Interesse aus In-und Ausland wieder. Aktuell sind es mehr als 4,9 Mio Hits. Bei Google findet man das Portal stets anerkennend und dauerhaft auf 1. Platz unter mehr als 10.000.000 Seiten.

Der journalistische Erfolg von USBEKISTAN-ONLINE ist denkbar einfach erklärt – ganz nach dem Motto: „Ehrlichkeit währt am längsten“.

Warum glauben Menschen Informationen, die eindeutig falsch sind?

Gulrukh Muminova, Journalist, Zeitung "Zarafshon" (Samarkand)

Ja, tatsächlich glauben die Leute sehr oft falsche Informationen. Psychologisch neigen viele dazu, solchen Informationen zu glauben. Falsche Informationen sind immer attraktiv und enthalten häufig Kritik an jemandem oder in Bezug auf etwas. Der Leser hat immer einige Zweifel daran, dass die wahren Informationen ständig vor ihnen verborgen sind und sie daher so leicht für Gerüchte und falsche Informationen anfällig sind. Während die Wahrheit enthüllt wird, ist es daher bereits schwierig, die Menschen anders zu überzeugen. Dies liegt auch daran, dass einige Informationen nicht immer rechtzeitig und ausreichend offen veröffentlicht werden. In Anbetracht dessen verbreiten sich Fälschungen schnell in sozialen Netzwerken. Laien verteilen sie so, wie sie es sehen, ohne alle Fakten und Details zu studieren. Die Geschwindigkeit der Verbreitung gefälschter Informationen und ihre Sensation beeinflussen auch die Tatsache, dass solche Materialien und Argumente vom Publikum manchmal als zuverlässig wahrgenommen werden.

Glauben Sie, dass Desinformation und falsche Nachrichten eine Bedrohung für die Demokratie und die Menschenrechte darstellen? 

Peter Doo Tua, Medienexperte (Südafrika)

Zweifellos !! Wenn Menschen wissentlich Fehlinformationen und falsche Nachrichten in den Medien verbreiten, verwüsten sie demokratische Prozesse. Die bewusste Werbung für gefälschte Nachrichten schafft Situationen, in denen das Publikum nicht mehr weiß, was es glauben soll und was nicht, wem es vertrauen soll und wem nicht. Dies führt dazu, dass das Publikum selbst dann, wenn Journalisten gründliche Ermittlungen durchführen, die wichtige Wahrheiten enthüllen, letztendlich nicht weiß, wem es vertrauen soll. Dies wirkt sich auf die Watchdog-Rolle aus, die die Medien spielen können, und dies hat wiederum erhebliche Auswirkungen auf Demokratien, die auf eine informierte Öffentlichkeit angewiesen sind. Gleiches gilt für Menschenrechtsverletzungen.

Journalisten können eine Schlüsselrolle bei der Verhinderung von Missbrauch spielen, indem sie Schäden aufdecken, damit die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden können. Gleichzeitig wird das Potenzial für eine öffentliche Überwachung geschwächt, wenn das Publikum nicht zwischen echten und gefälschten Konten unterscheiden kann.

Was wäre Ihrer Meinung nach ratsam, um die Verbreitung falscher Informationen zu verhindern?

Gulmira Shukurova, Chefredakteurin der wissenschaftlichen elektronische Zeitschrift "FledUz", Medien
Trainer des Zentrums für Umschulungsjournalisten Usbekistans

Das globale Informationsfeld verändert sich heute rasant. Einerseits schafft die Entwicklung von Informations- und Kommunikationstechnologien enorme Bequemlichkeit und Möglichkeiten im menschlichen Leben, und andererseits hat es die Notwendigkeit geschaffen, eine Reihe akuter Probleme zu lösen. Zu solchen Problemen gehört das Phänomen der gefälschten Nachrichten, da Opfer im akuten Kampf zwischen Wahrheit und Lüge leider im grenzenlosen Bereich der Massenmedien auftreten. Insbesondere während einer Pandemie kann die sogenannte Infodemie das Leben der Menschen vollständig vergiften. Die Verbreitung falscher, nicht überprüfter Informationen über die Krankheit und ihre Behandlung trägt nicht nur nicht zur Verringerung der Inzidenz bei, sondern kann im Gegenteil zu ihrer weiteren Verbreitung führen. Tatsache ist, dass sich gefälschte Informationen in der Gesellschaft sehr schnell wie ein Schneeball verbreiten. Wenn frühere falsche Informationen eine Person psychisch negativ beeinflussen könnten, können heute nicht überprüfte und falsche Informationen eine Person das Leben kosten.

Im Jahr 2019 wurde eine Umfrage unter Amerikanern durchgeführt, bei der die Menschen zugaben, dass gefälschte Informationen für die Gesellschaft gefährlicher sind als der Terrorismus. Dies zeigte, wie dringend dieses Problem geworden ist. Die Verbreitung gefälschter Informationen zu verhindern, ist sehr schwierig, man könnte sagen, manchmal sogar unmöglich. Um ihnen entgegenzuwirken, ist es wichtig, die Immunität des Publikums zu stärken. Für eine aktive und effektive Beteiligung der Bürger am Informationsleben der Gesellschaft sind neue moderne Kenntnisse und Fähigkeiten erforderlich. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu verstehen, dass Kenntnisse der Medienkompetenz für das Leben eines modernen Menschen dringend erforderlich sind. Es ist sehr wichtig, nicht weniger zu überprüfen Drei Informationsquellen nähern sich kritisch dem Inhalt der Medien und können ihn mit einem Wort bewerten, um ihre Fähigkeiten zur Wahrnehmung des verfügbaren Informationsvolumens, das uns in diesem Leben umgibt, zu verbessern und eine Kultur des Informationskonsums zu entwickeln.

Natürlich gibt es viele Online-Ressourcen zur Überprüfung von Fakten. Das Wichtigste ist jedoch, kritisches Denken zu entwickeln, das Zweifel und die Frage „Stimmt etwas nicht?" anregt. Es ist notwendig, diesen Gedanken sofort aufzugreifen und herauszufinden, was hier falsch ist. Es ist notwendig, solche Tatsachen nicht nur zu widerlegen, sondern danach zu streben die „Falschmeldung" zu verstehen.

Vor kurzem wurde in der Republik Usbekistan eine ernsthafte Reform der Gesetzgebung durchgeführt. Änderungen und Ergänzungen des Zivilgesetzbuchs werden vorgenommen, um Garantien für den Schutz der Ehre und Würde einer Person und des Unternehmertums zu gewährleisten, und das Verwaltungsgesetzbuch berücksichtigt Normen in Bezug auf Verleumdung. Gleichzeitig haben wir jedoch immer noch Lücken in der Gesetzgebung, insbesondere gibt es keinen spezifischen Mechanismus, um falschen Informationen entgegenzuwirken, und die Verantwortung für deren Verbreitung im Rahmen der Verwaltungsgesetzgebung.

Kann die Gesetzgebung zur Beilegung von Fälschungen, zur Verbreitung von Hassreden und Hassreden in den Medien kann die Bewertungen eines Staates in Bezug auf Rede- und Pressefreiheit beeinflussen ?

Olga Didenko, Regionalberaterin für Mediengesetzgebung, Internews in Kasachstan

Alles, was mit der Verantwortung für die Verbreitung falscher Informationen und die Verbreitung von Hassreden und Hassreden zusammenhängt, sind Situationen, in denen eine Person die Meinungs- und Redefreiheit missbraucht. Die Verantwortung dafür ist in allen Ländern vorgesehen. In der Regel verstehen absichtliche Handlungen und eine Person sehr gut, dass sie einer Gruppe, einer Gemeinschaft, einer Nation usw. Schaden zufügen können, und setzen sich absichtlich dafür ein. Niemand argumentiert, dass dies gefährliche Handlungen für die Gesellschaft sind, die irreparablen Schaden anrichten können. Wie hängt das alles mit dem Journalismus zusammen, dessen ethisches Hauptprinzip die Überprüfung von Informationen, das Gleichgewicht von Meinungen und Standpunkten, die Unterscheidung von Fakten von Urteilen und Bewertungen, die Unparteilichkeit und Unpolitizität von Journalisten ist?. Werden sie absichtlich gegen die ethischen Grundsätze des Berufs verstoßen, ihre Autorität untergraben und sich des Vertrauens des Publikums berauben?. In den meisten Fällen ist dies schwer vorstellbar.

Dennoch gibt es viele Fälle um uns herum, in denen Medien und Journalisten, Blogger beschuldigt werden, Hass, Feindschaft und die Verbreitung von Fälschungen angestiftet zu haben. Warum? In der Regel sieht die Verantwortung für diese Maßnahmen eine schwerwiegendere Bestrafung vor, meistens kriminelle und drohende Journalisten mit Inhaftierung, und die Einstellung ihrer Aktivitäten für Medien. Manchmal missbrauchen Staaten ihr Recht, bestimmte Handlungen im Zusammenhang mit der Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung zu kriminalisieren. Internationale Standards stellen daher klar, dass die Kriminalisierung der Meinungsfreiheit nur in Ausnahmefällen zulässig ist, wenn es sich um tatsächliche Fälle von Hassreden und Feindseligkeit handelt. Fast alle Empfehlungen internationaler Organisationen fordern die UN-Mitgliedstaaten auf, die strafrechtliche Verantwortlichkeit für die Verbreitung von Informationen zu verwenden, unabhängig davon, wie sie definiert sind - falsch, wissentlich falsch usw., mit großer Sorgfalt und in Ausnahmefällen.

Natürlich bewerten internationale Ratings sowohl die Übereinstimmung der nationalen Gesetzgebung mit internationalen Standards im Bereich der Meinungsfreiheit, einschließlich des Ausmaßes der Kriminalisierung der Meinungsfreiheit, dh der Anzahl der Straftaten im Zusammenhang mit der Meinungsfreiheit, als auch deren Anwendung in der Praxis. Wenn solche Artikel im Strafgesetzbuch enthalten sind, aber nicht gelten, kann es Empfehlungen geben, sie auszuschließen. Wenn jedoch Strafsachen eingeleitet und Personen verurteilt werden, gibt es in diesem Fall möglicherweise Empfehlungen zur Abschaffung solcher Artikel. Sowohl das Vorhandensein in der Gesetzgebung als auch die Häufigkeit der Einleitung von Strafsachen wirken sich auf die Bewertung der Meinungs- und Pressefreiheit aus. Je höher der Grad der Kriminalisierung der Meinungsfreiheit ist, desto mehr Strafsachen betreffen die Verbreitung von Informationen und desto niedriger ist die Bewertung des Staates.

Wie bekämpfen Internet-Medienjournalisten Fälschungen in der Praxis?

Andrey Teshaev, Chefredakteur der Akademie der Wissenschaften Podrobno.uz

Leider existieren heute viele moderne Medien in der Zeit nach der Wahrheit, in der objektive Informationen durch einen Appell an die Emotionen und persönlichen Vorlieben der Menschen ersetzt werden. Die These, dass nicht Wahrheit und Fakten wichtig sind, sondern das Vertrauen in den Sprecher, funktioniert hier immer mehr, weil "er ein durch und durch und ein guter Kerl ist". Doppelmoral wird auch aktiv gespielt, wenn beispielsweise Russland beschuldigt wird, Nawalny ohne Angabe von Fakten vergiftet zu haben, ihnen Sanktionen drohen und der Tod von Jamal Khashoggi aus den Klammern gerissen wird und westliche Führer weiterhin mit den saudi-arabischen Behörden kommunizieren.

In dieser Hinsicht bleibt Usbekistan glücklicherweise hinter dem Weltmedien-Mainstream zurück, holt aber schnell auf. So erschienen viele verschiedene Telegrammkanäle mit typischen Namen - "Nachrichten 24", "Nachrichten über Usbekistan", "Betriebsnachrichten von Usbekistan" usw., die offen für Werbung und andere verschiedene Zwecke verwendet werden. Sie verifizieren keine Informationen, für sie ist die Hauptsache Resonanz, Abdeckung. Die Hauptsache ist hier ihre Straflosigkeit, da es schwierig ist, den Besitzer eines solchen Kanals vor Gericht zu stellen.

Die offiziellen Medien versuchen, nach etablierten Algorithmen zu handeln. Nachdem Informationen angezeigt wurden, überprüfen sie diese über ihre Kanäle - Bekannte vor Ort, Experten, rufen dann die Pressedienste staatlicher Stellen an, überprüfen ihre offiziellen Websites oder Telegrammkanäle. Wenn das Material nicht dringend ist, können sie eine Anfrage senden, auf die die Regierungsbehörde antworten muss. Unsere Ausgabe folgt heute der gleichen Politik.

 Liebe Teilnehmer unseres Diskussionsrunden Tisches!

Wir haben viele Fragen im Zusammenhang mit dem Phänomen gefälschter Informationen, ihrer Natur sowie der Gefahr und den negativen Auswirkungen auf das Leben der Gesellschaft erörtert. Natürlich ist es im Rahmen einer Expertendiskussion unmöglich, alle Aspekte dieses komplexen Themas zu diskutieren, und anscheinend wird es notwendig sein, dieses Kommunikationsformat zwischen Medienspezialisten und praktizierenden Journalisten zur weiteren Diskussion fortzusetzen. Zusammenfassend können wir sagen, dass alle internationalen und nationalen Experten und Journalisten die gemeinsame Meinung vertreten haben, dass die Verbreitung falscher Informationen ein geplanter Prozess ist und davon ausgegangen wird, dass die Quelle gefälschter Nachrichten das Publikum absichtlich irreführt.

Solche Informationen sind destruktiv, wirken sich auf Menschen wie eine Pandemie aus und wirken sich negativ auf sie aus, destabilisieren das soziale und politische Leben in jedem Land der Welt. In diesem Zusammenhang ist es notwendig, die Rolle eines ehrlichen, unparteiischen und sozial verantwortlichen Journalismus in der Gesellschaft zu stärken.

Leider erzeugen gefälschte Nachrichten weiterhin die Illusion der Dominanz bestimmter Stimmungen, führen Leser in die Irre, diskreditieren Politiker und Ideen, provozieren oder verursachen im Gegenteil das Gefühl, dass "nichts getan werden kann".
Ausgehend davon ist es notwendig, die Medienkompetenz der Bevölkerung zu stärken, damit jeder Leser die Texte im Medienraum kritisch betrachtet. Es bleibt die Tatsache, dass die Medien - Fernsehkanäle, Zeitungen, Nachrichtenseiten, Nachrichtenagenturen - eng in unser Leben eingedrungen sind und dass Medienkompetenz für einen Manager, einen Hausmeister, einen Schüler und einen Lehrer nützlich sein wird.

Vielen Dank für Ihre aktive Teilnahme!

Beitrag/ Fotos: Beruniy Alimov, Journalist, PhD, Medientrainer, Usbekistan

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