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​Usbekistan steigert Export für edle Früchte

Usbekische_Melonen Usbekische Melonen

Der Export von Wassermelonen aus Usbekistan stieg in den letzten neun Monaten nach Angaben des staatlichen Statistikausschusses um das 8,5-fache im Jahresvergleich.

Usbekistan exportierte mehr als 54,7 Tausend Tonnen Melonen in 27 Länder. Bis zum 1. November wurden mehr als 54,7 Tausend Tonnen Melonen im Wert von 22,1 Millionen US-Dollar exportiert. Diese Zahl ist 32 Tausend Tonnen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Kasachstan 19,9 Tausend Tonnen
Kirgisistan 17,7 Tausend Tonnen
Russland 6,6 Tausend Tonnen
Ukraine 3,9 Tausend Tonnen
Lettland 2,6 Tausend Tonnen

Bis zum 1. November dieses Jahres wurden mehr als 48.000 Tonnen Datteln im Wert von 24,9 Millionen US-Dollar exportiert. Nach Angaben des Pressedienstes des Landwirtschaftsministeriums sind es 20,8 Tausend Tonnen mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Dem Bericht zufolge wurden 24.000 Tonnen Datteln in die Republik Kasachstan exportiert, 14,3 Tausend Tonnen in die Russische Föderation, 2,5 Tausend Tonnen in die Kirgisische Republik und 1,2 Tausend Tonnen in die Ukraine.

Quelle/ Fotos: Informationsdienst des Landwirtschaftsministeriums der Republik Usbekistan

Empfohlene LINKS:
USBEKISTAN-ONLINE:
Usbekischer Melonentag in Deutschland - Festtag der "usbekischen Honigmelone"
Land der edlen Früchte

WIKIPEDIA: Kaki (Dattelpflaume)
Landwirtschaftsministerium Usbekistan (UZ, RU)

Edle usbekische Früchte - sonnengereifte Kaki

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Copyright

© Informationsdienst des Landwirtschaftsministeriums der Republik Usbekistan

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Die größten Außenhandelspartner Usbekistans

UZ-Handel Außenhandel Usbekistans
Nach den Ergebnissen von 10 Monaten sind China, Russland, Kasachstan, die Republik Korea und die Türkei die größten Außenhandelspartner Usbekistans.

Von Januar bis Oktober erreichte Usbekistans Außenhandelsumsatz 30.059,4 Mio. USD, von denen sich die Exporte auf 13.329,1 Mio. USD beliefen, und die Importe auf 16.730,3 Mio. USD, berichtet der IA-Korrespondent "Dunyo".

Nach Angaben des Staatlichen Statistikausschusses kooperiert Usbekistan mit mehr als 160 Ländern der Welt. Das größte Volumen des Außenhandelsumsatzes wurde mit China (17,1 Prozent), Russland (15,1 Prozent), Kasachstan (7,7 Prozent), der Republik Korea (5,9 Prozent), der Türkei (5,5 Prozent), Kirgisistan (2,4 Prozent) und Deutschland verzeichnet (2,1 Prozent).

Quelle/Foto: Dunyo.info

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Mein Weg nach Deutschland - Studieren in Deutschland

studieren_in_deutschland Studium in Deutschland - Studienkolleg
Ich heiße Khojimurod Umirdinov und wurde im Jahr 1997 in der Stadt Fergana, in Usbekistan geboren. Schon als Kind hatte ich den festen Wunsch einmal Arzt zu werden. Dementsprechend habe ich in der Schule viel Wert auf naturwissenschaftliche Fächer wie Biologie und Chemie gelegt. Nachdem ich mein akademisches Lyzeum abgeschlossen habe, kam mir die Idee, in Deutschland Medizin zu studieren. Auch meine Eltern bestärkten mich in diesem Vorhaben. Um meinem Berufsziel näher zu kommen, habe mich dazu entschlossen, in die Hauptstadt Taschkent zu ziehen, um dort im Goethe-Institut Deutsch zu lernen. Die Zeit dort verging sehr schnell und so hatte ich bereits nach einem Jahr das Goethe-Zertifikat B2. Mit diesem Zertifikat habe ich mich um einen Studienplatz an einem Studienkolleg in Deutschland beworben. Im März 2017 habe ich die Aufnahmeprüfung für das Studienkolleg an der Martin-Luther-Universität in Halle erfolgreich absolviert. Innerhalb eines Jahres musste ich sozusagen durch Feststellungsprüfungen in den Fächern Deutsch, Chemie, Mathe, Physik und Biologie mein in Usbekistan erworbenes Abitur, in Deutschland erneut ablegen.

Studienkolleg zur Vorbereitung für ein Studium in Deutschland
An dieser Stelle möchte ich auf das Thema Studienkolleg näher eingehen. Das Studienkolleg ist eigentlich für uns, „usbekische Ausländer" eine Vorbereitung auf das Studium an einer Universität in Deutschland. Am Kolleg gibt es insgesamt vier verschiedene Kurse. Sie sind M(Medizin),-T(Technik),-W(Wirtschaft)- und G(Geschichte) - Kurse unterteilt. Wenn man z.B. in Deutschland Humanmedizin studieren möchte, muss man erst im M-Kurs am Studienkolleg studieren.

Da wir in Usbekistan über verschiedene Bildungsarten nach der mittleren Allgemeinbildung wie z.B akademisches Lyzeum, Berufsmittelschule, (diese Bildungsart wurde kürzlich abgeschaft) und mittlere Bildung in den Schulen verfügen, haben deutsche Universitäten dementsprechend unterschiedliche Kriterien zu unserer Vorbildung. Wenn man z.B. in Usbekistan die Mittelschule beendet hat, muss man erst in Usbekistan an einer Universität ein Jahr oder zwei Semester studieren, um das Studienkolleg in Deutschland besuchen zu dürfen.

Für Absolvierenden vom akademischen Lyzeum gilt, sie können nach dem akademischen Lyzeum direkt zum Kolleg kommen. Dafür muss man sich zuerst über Uni-assist bewerben. Uni-assist ist sozusagen eine Brücke für ausländische Bewerber und deutschen Universitäten und verlangt von Bewerbern verschiedene Unterlagen wie z.B. Schulabschlusszeugnis. Uni-assist leitet die Unterlagen an die Universitäten weiter.

Nachdem man die Zulassung zur Aufnahmeprüfung zum Kolleg erhalten hat, muss man für das Visum in der deutschen Botschaft einen Antrag stellen. Eine der wichtigsten Voraussetzung der Botschaft ist ein Sperrkonto in Deutschland, worauf man mindestens 10300.- Euro als "Sicherheit" hinterlegen muss!!!. Damals habe ich selbst bei der Deutschen Bank ein Konto eröffnet. Welche Unterlagen der deutschen Botschaft in Taschkent abgegeben werden müssen, findet man in diesem Link: Taschkent.Diplo | Merkblatt für die Beantragung eines Visums zum Studium

Gute Vorbereitung - Vorbereitung und nochmals... - viel Geduld!
Damit man mit der Vorbereitung auf Aufnahmeprüfung und gleichzeitig solchen Unterlagen klar kommen kann, muss man viele Sachen frühzeitig erledigen z.B. für die Eröffnung meines Bankkontos brauchte ich genau einen Monat. Das Geld auf dem Konto gehört selbstverständlich dem Studierenden, ist dafür gedacht, dass man während des Studienkollegs keine Schwierigkeiten mit der Finanzierung des Studiums haben. Davon dürfen monatlich circa 860.- Euro für den Lebensunterhalt ausgegeben werden.
Nach dem Studienkolleg habe ich mich für den Studiengang Humanmedizin beworben und zwei Zulassungen von den Universitäten Kiel und Düsseldorf erhalten. Ich habe mich letztlich für die Universität Düsseldorf entschieden und bin derzeit im 3. Studienjahr.

Zusammenfassung/ Übersicht wichtige Schritte und erforderliche Unterlagen (...unvollständige Liste, ggf. weitere persönliche Unterlagen )
Für ein Studium in Deutschland sind in der Regel folgende Schritte notwendig:
• Persönliche Zielsetzung, Motivation, Mut, Ausdauer und Geduld!
• Deutsch Zertifikat, Goethe-Zertifikat B2
• Mittelschule und Studium in Usbekistan, 1 Jahr
bzw. akademisches Lyzeum, Kolleg in Usbekistan
• Aufnahmeprüfung Studienkolleg in Deutschland
• VISA durch die Deutsche Botschaft, Taschkent
• Feststellungsprüfung in Deutschland (Deutsches Abitur), z. B. Deutsch, Chemie, Mathe, Physik, Biologie
• Zusage Studiengang xxxx
• Deutsches Bankkonto, Sperrkonto mit ca. 10.300.- EUR
• Für den Aufenthalt in Deutschland sollten Sie finanziell abgesichert sein.

Erforderliche Dokumente
1. Informationen über die Anerkennung von Schulabschlüssen gibt es auf dem Infoportal für ausländische Bildungsabschlüsse "anabin". Dort können internationale Qualifikationen besser verglichen werden.
2. Deutsch Zertifikat, Goethe-Zertifikat B2
3. Polizeiliches Führungszeugnis*
4. Passkopie, Gültigkeit mindestens während des Studienkollegs xx Jahre
5. Geburtsurkunde*
6. Motivationsschreiben. in Deutsch (Muster, siehe Anhang)
7. Tabellarischer Lebenslauf, in Deutsch (Muster, siehe Anhang)
8. Nachweis Krankenkasse
* Ausstellungsbehörde in Usbekistan, notarielle bzw. beglaubigte Bestätigung/ Übersetzung in Deutsch

Neben dem Studium drehe ich auch kurze Videos unter dem Namen "Germaniyaga. yó", in denen ich berichte, wie mein Weg nach Deutschland sich gestaltet hat und welche Erfahrungen ich währenddessen gemacht habe. Da ich damals keine Bekannten in Deutschland hatte, die diesen Weg bereits bestritten haben, hatte ich viele Schwierigkeiten mit den benötigten Unterlagen für das Studium.

Ich erhoffe mir, mit meinen Videos Interessenten, die sich für ein Studium in Deutschland entschliessen, Tips- und Hilfestellungen zu geben und einige Schwierigkeiten zu ersparen. 

Weitere Informationen über ein Studium in Deutschland biete ich auf meinem Kanal an:
YouTube Kanal: Xojimurod Umirdinov und Telegram: https://t.me/germaniyagayol

Beitrag/Foto: Xojimurod Umirdinov

YOUTUBE Kanal: Xojimurod Umirdinov: https://www.youtube.com/channel/UCOwXSr6UfoUVDL-TZ22NTmg und
Telegramm: https://t.me/germaniyagayol

*** Empfohlene LINKS:

Wichtige Voraussetzungen
Taschkent.Diplo
| Merkblatt für die Beantragung eines Visums zum Studium
anabin Das Infoportal zu ausländischen Bildungsabschlüssen
Uni-assist (Studienvermittlung) | Studienkolleg
Schengenvisainfo: Finanzierungsnachweis für ausländische Studenten in Deutschland – Voraussetzung für ein Studentenvisum
Studienkollegs | Liste der Arbeitsgemeinschaft bundesweiter Studienkollegs

Tips: MUSTERVORLAGEN
Hochschulinitiative-Deutschland - Tabellarischer Lebenslauf
Stepstone - kostenlose Lebenslauf -Vorlagen
Motivationsschreiben | mba-master.de

WIKIPEDIA: Studienkolleg

Technische Universität München (TUM); Studienkolleg
DAAD | Deutscher Akademischer Austauschdienst
Foundation Courses (Studienkollegs) in Germany

GESELLSCHAFT
Lebenshaltungskosten | Übersicht | WIKIPEDIA
Statistiken Lebenshaltungskosten Deutschland
NUMBEO: DEUTSCHLAND | USBEKISTAN

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Usbekistan feiert – „Der Tag der interethnischen Toleranz“

Tag_der_Toleranz Der Tag der interethnischen Toleranz
Am 16. November wurde in Usbekistan "Der Tag der interethnischen Toleranz" gefeiert. Unter der Leitung des Präsidenten wurden Veranstaltungen zum Thema "Vorrangige Richtungen der staatlichen Politik zur Stärkung der religiösen Toleranz und der interethnischen Harmonie in der Gesellschaft" abgehalten. An den Veranstaltungen nahmen Vertreter verschiedener Organisationen, Leiter nationaler Kulturzentren, Freundschaftsgesellschaften und religiöser Konfessionen sowie Journalisten teil. Ziel der Veranstaltungen war es günstige Bedingungen für die Aktivitäten nationaler Kulturzentren und Freundschaftsgesellschaften im Land als auch mit dem Ausland festzustellen.

Die Geschichte Usbekistans belegt, dass das Land über die Jahrtausende hinweg wechselseitige Beeinflussungen verschiedener Religionen, Kulturen und Sitten erlebte. Aufgrund seiner geographischen Lage an der Großen Seidenstraße – am Kreuzungspunkt der Karawanenwege, dieser alten transkontinentalen Handelsmagistrale, die Ost und West verband – war Usbekistan stets Schmelztiegel vieler Völker.

Usbekistan ist heute ein Vielvölkerstaat mit mehr als 120 Nationalitäten. Entsprechend der ethnisch multikulturellen Bevölkerung gilt es eine Vielzahl von ethischen und kulturellen Interessen zu berücksichtigen, ein friedliches Miteinander gesellschaftlich zu fördern. So ist folglich von entscheidender Bedeutung, dass im moslemischen Staat die Religionsfreiheit in Usbekistan verfassungsgemäß garantiert ist. 

Trotz des hohen Anteils sunnitischer Muslime ist das Land ein weltlicher Staat, es herrscht Toleranz gegenüber anderen Religionen durch einen respektvollen, friedlichen Umgang und miteinander in allen Glaubensfragen. Zur Staatsdoktrin gehört die Trennung von Staat und Religion, ein stetiger Dialog zwischen den Religionsgemeinschaften und deren Vertretern. 

In Usbekistan sind religiöse Gemeinschaften von vierzehn Konfessionen vertreten. In den letzten Jahren wurden Hunderte Kirchen, Synagogen und Bethäuser restauriert oder erbaut, darunter orthodoxe Kirchen in Taschkent, Samarkand und Navoi, eine armenisch-apostolische Kirche in Samarkand, ein buddhistischer Tempel in Taschkent. Das Christentum ist nach dem Islam die zweitwichtigste Religion in Usbekistan. Ca. 88% der Bevölkerung sind sunnitische Muslime, etwa 9% gehören der russisch-orthodoxen Glaubensrichtung an, überwiegend Angehörige der russischen Minderheit. Darüber hinaus gibt es Angehörige christlicher Konfessionen, Angehörige der Armenisch-Apostolischen Kirche, der Katholischen Kirche, der Evanglisch-Lutherischen Kirche und andere Glaubensrichtungen.

Usbekistan setzt sich dafür ein, dass die Religion die Rolle eines Vermittlers von Grundwerten, von historischem und kulturellem Erbe wahrnimmt. Es gibt 163 christliche Organisationen. Gegenwärtig sind 33 orthodoxe, fünf katholische und vier evangelisch-lutherische Gemeinden registriert, 8 jüdische Gemeinden, 6 Baha'i-Gemeinden, einen buddhistischen Tempel, die Hare Krishna-Gesellschaft und die interreligiöse Bibelgesellschaft in Usbekistan.

Moscheen und Gebetshäuser sind für alle Gläubige offen, Besucher immer herzlich für eine "seelische Pause" stets willkommen. Es ist daher verständlich dass Gebete an hl. Orten häufig von Einheimischen und Besuchern gemeinsam stattfinden. Gerade für ein moslemisches Land ist diese Offenheit ungewöhnlich und beispielhaft wie Religion als harmonisches Miteinander gelebt werden kann.

Landesweit fanden Ausstellungen mit Büchern von Vertretern verschiedener Nationalitäten zum Thema „Interethnische Harmonie und Freundschaft - Schlüssel zur Entwicklung", eine Fotoausstellung über die Aktivitäten von Freundschaftsgesellschaften mit dem Ausland sowie eine internationale Online-Konferenz und andere Veranstaltungen zur spirituellen Erleuchtung statt.

Derartige Veranstaltungen tragen zum gegenseitigen Verständnis in der multikulturellen Gesellschaft des Landes bei, zeugen von den Bemühungen für ein interethisch harmonisches Zusammenleben. Usbekistan demonstriert mit dem „Tag der interethnischen Toleranz" einmal mehr seine Bereitschaft für eine friedfertige und harmonische Gemeinschaft, ist an einer guten nachbarschaftlichen Beziehung zu den Ländern in Zentralasien und enger kultureller Zusammenarbeit interessiert. International besteht ein öffentliches Interesse die Vielfalt der Kultur, die Offenheit und Toleranz des Landes besser bekannt zumachen.

In den letzten Jahren sind in Europa, insbesondere in Deutschland nationalistische Strömungen erkennbar. Das Zusammenleben verschiedener ethnischer Gruppen erzeugen zunehmend politische Herausforderungen und werfen viele gesellschaftliche Fragen auf. Hier könnten die Erfahrungen Usbekistans im Umgang mit ethnischen Gruppen, in einer multikulturellen Gesellschaft, einen wertvollen Beitrag für ein harmonisches Miteinander leisten.

Beitrag: G. Birkl, Titelbild: dunyo.info


Empfohlene LINKS:
ASIEN/USBEKISTAN - Apostolischer Administrator: "Religiöse Toleranz ist in der usbekischen Kultur selbstverständlich"

Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht
Die Verfassung der Republik Usbekistan, Geschichtlicher Hintergrund, Grundrechte und Staatsorganisation

Verfassung Usbekistan: https://www.verfassungen.net/uzb/verf92-i.htm
Grundrechte: Art. 18; Alle Bürger der Republik Usbekistan haben gleiche Rechte und Freiheiten und sind unabhängig von dem Geschlecht, der Rasse, Nationalität, Sprache, Religion, sozialen Herkunft, den Anschauungen oder der persönlichen und gesellschaftlichen Stellung vor dem Gesetz gleich.
Religionsfreiheit: Verfassung, Art. 31; Die Gewissensfreiheit wird allen zugesichert. Jeder hat das Recht, sich zu einer beliebigen ,oder zu keiner Religion zu bekennen. Die gewaltsame Verbreitung religiöser Anschauungen ist unzulässig.
Trennung von Staat und Religion: Art. 61; Die religiösen Organisationen und Vereinigungen sind vom Staat getrennt und sind alle gleich vor dem Gesetz. Der Staat mischt sich in die Tätigkeit religiöser Vereinigungen nicht ein.

Russisch Orthodoxe Kirche in Taschkent: Foto: G. Birkl

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Usbekistan: Transport- und Logistikdrehscheibe in Zentralasien

Usbekistan_Railway Usbekistan Railway - Verkehrskorridore Zentralasien

Usbekistan investiert Milliarden in die Infrastruktur und neue Technologien.

In den vergangenen Jahren hat das Land Milliarden in neue Eisenbahn- und Energieinfrastrukturen investiert. Damit schafft der Binnenstaat, der ausschließlich von Binnenstaaten umgeben ist, neue Verkehrskorridore und verwandelt sich in ein wichtiges Zentrum des internationalen Handels.

2-Milliarden-Dollar-Eisenbahnprojekt
Usbekistan baut seine Transport-Infrastruktur aus: ein weiterer Schritt auf dem Weg, eine logistische Drehscheibe Zentralasiens zu werden. Bis vor kurzem mussten Güterzüge aus dem kohlereichen Angren-Becken zwei Landesgrenzen überqueren, um zu Kunden im östlichen Ferghanatal zu gelangen. Das änderte sich mit einem neuen direkten Bahnabschnitt über einen Bergpass. Der neue Streckenverlauf beinhaltet zwei Kilometer Brücken und den längsten Tunnel in Zentralasien.

"Vor der Eröffnung der Eisenbahnlinie Angren-Pop mussten wir unsere Produkte für das Ferghanatal durch die Republik Tadschikistan verschiffen" erklärt Zaynutdin Umarov, Versorgungsleiter Usbekkumir. "Das war ein langsamer und kostspieliger Weg. Durch die Eröffnung des Kamchiq-Tunnels erhöhte sich unser Versandvolumen in das Ferghana-Tal um ein Vielfaches.

Das 2-Milliarden-Dollar-Eisenbahnprojekt wurde von der usbekischen Regierung und internationalen Darlehen finanziert. Der von der China Railway Tunnel Group gebaute Tunnel kurbelt die lokale Wirtschaft an und macht das Reisen zwischen dem Ferghanatal und dem Rest des Landes zu allen Jahreszeiten schneller, billiger und sicherer.

Verkehrskorridore durch Eurasien
In den vergangenen Jahren hat Usbekistan Milliarden in den Bau neuer Eisenbahnen und Straßen investiert. Das Ziel ist, effiziente Verkehrskorridore durch Zentralasien zu schaffen und langfristig direkte Seehafenrouten zu ermöglichen, die den Zugang zu internationalen Markten vereinfachen.

"Die wichtigste Aufgabe für Usbekistan ist natürlich, Wege zu den Seehafen mit dem wirtschaftlichsten Transportmittel zu schaffen, also mit der Bahn", so Sodiq Safoyev, erster stellvertretender Vorsitzender, Senat von Usbekistan. "Es ist kein Zufall, dass in Usbekistan in den vergangenen Jahren über 7 Milliarden US-Dollar ausgegeben und 2.500 Kilometer Eisenbahn gebaut wurden."

Als eins von weltweit zwei Binnenländern, die ausschließlich von Binnenländern umgeben sind, baute Usbekistan eine Eisenbahn nach Mazar-e-Sharif in Afghanistan und arbeitet mit anderen Ländern zusammen, um die Strecke bis zum Persischen Golf und zum Indischen Ozean zu verlängern.

Quelle/Foto; EURONEWS, Von Denis Loctier


Empfohlene LINKS:

WIKIPEDIA - Bahnstrecke Angren–Pop | Kamchiq-Tunnel
China Railyway Tunnel Group
Eisenbahn nach Mazar-e-Sharif


 YOUTUBE: EURONEWS - USBEKISTAN: Transport- und Logistikdrehscheibe in Zentralasien

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Kunsthochschule startet Nachhaltigkeitsprojekt "RUTSIS" zur Wiederbelebung der traditionellen Seidenproduktion in Zentralasien

uz_margilan_ikat-design_foto_g_birkl Usbekistan - IKAT-Herstellung
An der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle hat ein Projekt zur Wiederbelebung der traditionellen Seidenproduktion in Zentralasien begonnen. 

Zum Semesterbeginn 2020 startet an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle das Forschungsprojekt RUTSIS - Reviving Uzbekistan's and Tajikistan's Sustainable Ikat and Silk Production. Ziel des in der Studienrichtung Textildesign verankerten Projekts ist die Wiederbelebung und Weiterentwicklung der Seiden- und Ikatproduktion in Zentralasien. Mit dem Fokus auf Qualität sowie auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit soll die lokale Seidenproduktion mithilfe von RUTSIS vor Ort gefördert werden. Ebenso sollen nachhaltige Richtlinien für die Herstellung von Ikat-Textilien entwickelt und Ergebnisse in Form von Lehrmaterialien in die Aus- und Weiterbildung von Produzierenden integriert werden.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt wird durch SWITCH ASIA, ein Programm der Europäischen Union für die Entwicklungszusammenarbeit mit Kooperationspartnern in Usbekistan, Tadschikistan und Deutschland, gefördert.

Zugeschnitten auf die Ikat-Produktion forschen seit Oktober 2020 an der BURG die eigens für das Projekt angestellten Mitarbeiterinnen Johanna Rogalla, Laura Linsig und Kristin Nebauer unter Projektleitung von Textildesignprofessorin Bettina Gottke-Krogmann zu regionalen Färberezepturen, verfassen Lehrmaterialien und erarbeiten Vermittlungskonzepte.

Kooperation mit zentralasiatischen Partnern
Über den Schutz der regionalen Textilproduktion hinaus soll das textile Erbe mithilfe von Design, in einen zeitgenössischen Kontext gebracht und zugänglich gemacht werden. Hierzu ist in der Zusammenarbeit mit dem Crafts Development Center Margilan in Usbekistan und dem Tourism Development Center in Tadschikistan, ein Austausch zwischen Designer*innen und Burg-Studierenden geplant, der die Sichtbarkeit regionaler Ikats durch die gemeinsame Entwicklung einer Kollektion steigern, beidseitig Impulse für die eigene Gestaltung geben soll.

Bezogen auf das natürliche Färben, bindet die BURG dabei ihre Erkenntnisse aus vorheriger Forschung ein und wird Leitfäden für die umweltschonende Färbung mit Naturfarbstoffen und den nachhaltigen Umgang und regionalen Bezug von Produktionsmitteln erarbeiten in Zusammenarbeit mit den Handwerkskammern vor Ort erarbeiten.

Auch in Usbekistan und Tadschikistan hat das natürliche Färben der Ikats und Seide eine lange Tradition. In der Zwischenzeit wurden diese vielerorts durch beispielsweise industrielle Färbemethoden ersetzt, die zur Belastung der Umwelt und der Wasserressourcen beitragen. Die traditionelle Technik ist weitgehend verschwunden und durch eine industrielle Seidenherstellung ersetzt worden.

Ziele des Projekts
Das an der BURG und den Partnerregionen angesiedelte Forschungsprojekt, koordiniert von der Berliner Beratungseinrichtung adelphi, verfolgt das Ziel, den Austausch von textilen Waren und kulturellem Wissen in den Regionen zu fördern, der durch ein zunehmend entspanntes politisches Verhältnis der beiden Länder Usbekistan und Tadjikistan wieder möglich ist. Zudem sollen Mittel-, Klein- und Kleinstunternehmen in der Weiterentwicklung ihrer Produkte in Aspekten wie Färbung, Ressourcenschonung und Qualitätskontrolle unterstützt werden.

Ziel des Forschungsprojektes "RUTSIS" ist daher unter anderem einen Beitrag zu leisten, verschüttetes Wissen wiederzubeleben und in einen zeitgenössischen Kontext zu bringen.

Maßgeblich prädestiniert für das aktuelle Projekt "RUTSIS" hat das Textildesign der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle die Expertise in Naturfarbstoffen. Die Forschung an Naturfarbstoffen ist im Textildesign an der Kunsthochschule schon lange ein Schwerpunkt und wurde in dem Forschungsprojekt "Organic Prints" von 2015-2019 intensiviert.

Ergebnisse des 2019 abgeschlossenen Burg-Forschungsprojektes Organic Prints fließen dabei in die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern ein, in der Leitfaden für die umweltschonende Färbung mit Naturfarbstoffen und den nachhaltigen Umgang und regionalen Bezug von Produktionsmitteln erarbeitet werden.

Die Aufgabe der Kunsthochschule ist es, von Halle aus die regionalen Färberezepturen zu erforschen, neue Lehrmaterialien zu verfassen und Vermittlungskonzepte zu erarbeiten. Die Projektbeteiligten in Zentralasien sind für die praktische Umsetzung zuständig.

Die Sichtbarkeit regionaler Ikats soll zudem durch die gemeinsame Entwicklung einer Kollektion gesteigert werden, die internationale Nachhaltigkeitskriterien erfüllt und die Anknüpfung an überregionale Märkte erleichtert. Ergänzend wird ein digitales Archiv mit dem Fokus auf zentralasiatischen Ikats entstehen, das Wissenschaftler*innen, Gestalter*innen und Sammlungen weltweit als Recherche- und Arbeitstool dienen und einen Überblick von historischen, wie auch zeitgenössischen Textilien bieten wird.

Über die Kultur der Ikat-Produktion in Usbekistan und Tadschikistan
Neben der Seide steht die Webtechnik namens Ikat im Zentrum der Forschung. Ikat bezeichnet Textilien, die vor dem Weben durch Abbinden und Färben des Garns ihre charakteristische Musterung erhalten. Diese Stoffe sowie die Traditionen der Seidenherstellung und -verarbeitung prägten die textile Kultur Zentralasiens nachhaltig und machen Usbekistan und Tadschikistan zu einem integralen Bestandteil der Großen Seidenstrafe. Bis heute sind Ikats das Markenzeichen vieler zeitgenössischer einheimischer Designer*innen und Modemarken, die lange von den westlichen Markten getrennt waren.

Aktuell steigt das Interesse an den einzigartigen hochwertigen Designs des Ikat auch international zunehmend. Allerdings ging angesichts der Auflösung der Sowjetunion und des Bürgerkrieges in Tadschikistan ein Großteil des Wissens über Seidenraupenzucht und die herkömmlichen Herstellungsverfahren von Ikat-Textilien verloren.

Projektbeteiligte und Förderer
Das Projekt wird von adelphi research gGmbH geleitet und ist Teil des SWITCH-Asia Förderprogramms der EU. Kooperationspartner sind die Industrie- und Handelskammer der Republik Usbekistan die Industrie- und Handelskammer, das Crafts Development Center Margilan, Industrie- und Handelskammer der Republik Tadschikistan und die Studienrichtung Textildesign der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Beitrag: Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, "EU-SWITCH Projekt RUTSIS" - Fotos: Nadja ZdravkovaNadja Zdravkova; USBEKISTAN-ONLINE, Gerhard Birkl


Kontakt:
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
University of Art and Design
Neuwerk 7
06108 Halle (Saale), Germany
www.burg-halle.de


Standort
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Campus Design, Neuwerk 7
R 318, Lehrklassengebäude
Tel. 0345-7751 888

Projektleitung an der Burg
Prof. Bettina Göttke-Krogmann
krogmann(at)burg-halle.de

Projekt-Mitarbeiter*innen an der Burg
Laura Linsig
Künstlerische Mitarbeiterin Textildesign
linsig(at)burg-halle.de

Johanna Rogalla
Künstlerische Mitarbeiterin Textildesign
rogalla(at)burg-halle.de

Kristin Nebauer
Künstlerische Mitarbeiterin Textildesign
nebauer(at)burg-halle.de

Projektpartner
adelphi research gGmbH
www.adelphi.de/de
Industrie- und Handelskammer der Republik Usbekistan
Industrie- und Handelskammer der Republik Tadschikistan
Tourism Development Center der Republik Tadschikistan

Gefördert durch
SWITCH ASIA of the European Union
www.switch-asia.eu

Eckdaten
www.centralasianikat.eu
Projektlaufzeit: 2020 – 2023


Empfohlene LINKS:
• WIKIPEDIA - IKAT
• USBEKISTAN-GALERIE - Margilan, Seidenherstellung
• IKATDNA - Ahrbandi (zentralasiatische Ikats)
• internationalwardrobe - Ikat Aus Usbekistan
• IKATbyFelli - IKAT Stoffe aus Usbekistan - Seide und Baumwolle
• ICH - Intangible cultural heritage of Uzbekistan - Margilan Crafts Development Center
• uzbekjourneys - Art, craft & history tours to Central Asia
• The Enduring Influence of Ikat Fabric, from Oscar de la Renta to Contemporary Design

Team des Forschungsprojekts RUTSIS, vrnl: Laura Linsig, Kristin Nebauer, Prof. Bettina Göttke-Krogmann, Johanna Rogalla

ProjektpartnerSWITCH ASIA of the European Union, adelphi research gGmbH, Industrie- und Handelskammer der Republik Usbekistan, Industrie- und Handelskammer der Republik Tadschikistan, Crafts Development Center Margilan der Republik Usbekistan, Tourism Development Center der Republik Tadschikistan

YOUTUBE: Uzbekistan_Traditional Ikat Making in Uzbekistan (UNESCO)

Vorbereitung einer Ikatkette, Yodgorlik Silk factory in Margilan, Usbekistan. "EU-SWITCH Projekt RUTSIS" - Foto: Nadja Zdravkova

Ikatproduktion auf Industrie-Webstühlen in der Yodgorlik Silk factory in Margilan, Usbekistan."EU-SWITCH Projekt RUTSIS" - Foto: Nadja Zdravkova

Ikatmalermeister bei der Vorbereitung einer Seidenkette im Crafts Development Center Margilan. "EU-SWITCH Projekt RUTSIS" - Foto: Nadja Zdravkova

Ikatproduktion auf Industrie-Webstühlen in der Yodgorlik Silk factory in Margilan, Usbekistan. "EU-SWITCH Projekt RUTSIS" - Foto: Nadja Zdravkova

IKAT-Muster, traditionelles Handwerk, Yodgorlik Silk factory in Margilan, Usbekistan. Foto: Gerhard Birkl

IKAT-Farbtechnik, Einsatz von Naturfarben; Yodgorlik Silk factory in Margilan, Usbekistan. Foto: Gerhard Birkl

Vielfalt der IKAT-Anwendung, Farben und Muster; Yodgorlik Silk factory in Margilan, Usbekistan. Foto: Gerhard Birkl

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Usbekischer Botschafter Ehrengast bei Reisejournalisten-Vereinigung

Veranstaltung_CTOUR Hans-Peter Gaul & S.E. Botschafter Nabijon Kasimov
30 Jahr-Feier der Reisejournalisten-Vereinigung CTOUR und der dortige Besuch des Botschafters der Republik Usbekistan, S.E. Herr Nabijon Kasimov.

Der Journalist Hans-Peter Gaul ist Sprecher des Vorstandes von CTOUR, dem Club der Tourismus-Journalisten Berlin/Brandenburg. Fast 100 Vertreter aus Presse, Funk und Fernsehen, Fotografen, PR-Leute, Online-Akteure, Pressesprecher sowie Buchautoren sind dort Mitglied. Hans-Peter Gaul war es auch, der mit anderen Medienvertretern CTOUR im November 1990 ins Leben gerufen hatte. 

Am 31.10. feierte man unter Einhaltung der strengen Corona-Bestimmungen das 30jährige Bestehen der Reisejournalisten-Vereinigung in Berlin und ernannte den Sprecher zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit. Seine Exzellenz, der Botschafter Usbekistans, Herr Nabijon Kasimov, nahm als Ehrengast am Jubiläumsabend teil. 

Der Botschafter erinnerte daran, dass die CTOUR-Mitglieder 2018 in der Botschaft in der Perleberger Straße zu Gast gewesen und dort mit usbekischen Tourismusmanagern ins Gespräch gekommen waren. „Wir schätzen den wichtigen Beitrag, den CTOUR im Rahmen der usbekisch-deutschen Freundschaft seit Jahren leistet. Usbekistan freut sich auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit“ erklärte der Botschafter. Er gratulierte Hans-Peter Gaul zum 30jährigen Jubiläum und zu der Ernennung zum Ehrenpräsidenten. Als Geschenk überreichte der Vertreter Usbekistans in Deutschland dem Ehrenpräsidenten ein Bild, das den Registan in Samarkand darstellt. 

Hans-Peter Gaul bedankte sich für den Besuch des Botschafters und für das beeindruckende Geschenk. Er betonte: „Es ist erfreulich, dass wir so gute Kontakte zu Usbekistan, dem Land der Seidenstraße, haben. Durch die seit Januar 2019 geltende Visafreiheit können wir Deutschen unsere usbekischen Freunde problemlos jetzt besuchen. Wir werden das auch-nach Corona natürlich-gerne tun.“ Er sagte auch: „Das Bild mit dem Registan wird bei mir in der Wohnung einen Ehrenplatz bekommen.“

Text: Volkert Neef/Foto: Svetlana Reinwarth


Empfohlener LINK:
CTOUR - Club der Tourismus-Journalisten Berlin/Brandenburg

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Ballsport vor 3.000 Jahren in Zentralasien

Zentralasien_Baelle_UZH Ballsport vor 3.000 Jahren in Zentralasien

In Reitergräbern im Nordwesten Chinas haben Wissenschaftler der Universität Zürich (UZH) die ältesten Bälle Eurasiens untersucht. Gemäß dem internationalen Forscherteam sollen die Lederbälle rund 3.000 Jahre alt sein. Der Fund legt nahe, dass sich die aufkommenden Reitertruppen Zentralasiens mit Ballspielen fit hielten.

Ballspiele gehören heute zu den beliebtesten Sportarten und Freizeitbeschäftigungen. Aber wer erfand überhaupt Bälle, wo und wann? Die ältesten, derzeit bekannten Bälle wurden aus Leinen vor ungefähr 4500 Jahren in Ägypten gemacht. In Mittelamerika spielte man mit Bällen seit mindestens 3700 Jahren, wie aus monumentalen Stadien und entsprechenden Darstellungen zu schliessen ist. Die dortigen ältesten Bälle waren aus Gummi. Bisher glaubte man, dass Europa und Asien erst viel später folgten: Griechenland vor rund 2500 Jahren und China etwa 300 Jahre später.

Wissenschaftler der UZH haben nun zusammen mit deutschen und chinesischen Forschenden drei Lederbälle mit Durchmessern zwischen 7,4 und 9,2 cm in Gräbern des alten Friedhofs Yanghai in der Nähe der Stadt Turfan im Nordwesten Chinas genauer untersucht. Die Auswertungen ergaben ein Alter zwischen 3200 und 2900 Jahren für diese Bälle. «Damit sind diese Bälle etwa fünf Jahrhunderte älter als die bisher bekannten antiken Bälle und Darstellungen von Ballspielen in Eurasien», sagt Erstautor Patrick Wertmann vom Asien-Orient-Institut der Universität Zürich. «Leider reichen die zugehörigen archäologischen Informationen jedoch nicht aus, um die Frage zu beantworten, wie diese Bälle genau eingesetzt wurden.»

Die frühesten Bilder aus Griechenland zeigen laufende und die aus China reitende Spieler mit Stöcken. Vergleichbare gebogene Stöcke wurden zwar auch in Yanghai gefunden, jedoch nicht in direkter Verbindung mit den Bällen. Zudem sind sie auf einen jüngeren Zeitraum datiert. «Daher erweitern die Yanghai-Lederbälle weder die Geschichte von Hockey noch von Polo, auch wenn zwei der Bälle in Gräbern von Reitern gefunden wurden», so Wertmann.
In einem der Reitergräber haben sich die Überreste eines Kompositbogens und von Hosen erhalten, die damals in der Region hergestellt wurden und zu den ältesten der Welt gehören. Beides sind Anzeichen für eine neue Ära des Reitens, des Kampfes zu Pferd und grundlegender gesellschaftlicher Veränderungen, die damals mit zunehmenden Klimaveränderungen und steigender Mobilität im östlichen Zentralasien einhergingen. Die aktuelle Studie zeigt, dass Bälle und Ballspiele als eine Form der körperlichen Ertüchtigung und des militärischen Trainings von Anfang an dazugehörten. Genau wie heute war Sport aber auch zentraler Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens und diente der allgemeinen Unterhaltung. Die Studienergebnisse unterstreichen einmal mehr, dass diese Region vor mehreren Jahrtausenden eines der innovativen Zentren Eurasiens war.

Diese Publikation ist Teil des Forschungsprojekts «Sino-Indo-Iranica rediviva – Early Eurasian migratory terms in Chinese and their cultural implications» des Asien-Orient-Instituts der Universität Zürich, das durch den Schweizerischen Nationalfonds (SNF) gefördert wird, und ein Beitrag zum Projekt «Silk Road Fashion» der Aussenstelle Peking der Eurasien-Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI). Im Rahmen des Projekts «Sino-Indo-Iranica rediviva» wird anhand von sprachlichen, historischen und archäologischen Daten der früheste Austausch von materiellen Gütern zwischen Zentralasien und China untersucht. An dem Projekt beteiligt sind Wissenschaftler der Universität Zürich, des Deutschen Archäologischen Instituts, der Freien Universität Berlin, des Museums der Autonomen Region der Uiguren Xinjiang, der Academia Turfanica und der Renmin-Universität Peking.

Quelle/Foto: Archaeologie-Online;
Titelbild: Die drei Lederbälle mit Durchmessern zwischen 7,4 und 9,2 cm sind zwischen 3.200 und 2.900 Jahre alt. (Bild: UZH)


Empfohlene LINKS:
Asien-Orient-Institut Universität Zürich UZH
Deutsches Archäologisches Insitut - Freie Universität Berlin

WIKIPEDIA - Chinesische Volksuniversität
China-entdecken.com

ScienceDirect: Fachartikel: Journal of Archaeological Science: Reports, doi:10.1016/j.jasrep.2020.102576
Klassische Archäologie Uni Erlangen - Spiele und Spielzeug in der Antike

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Usbekistan und die UNESCO: Der Weg zur Entwicklung der kulturellen Beziehungen

uzbekistan-and-unesco UNESCO - Weltkulturerbe
Die Mitgliedschaft Usbekistans in der UNESCO jährt sich zum 27. Mal.

Derzeit werden die Beziehungen zwischen Usbekistan und der UNESCO gestärkt und schrittweise ausgebaut. Dies wird durch das von Präsident Shavkat Mirziyoyev und der Generaldirektorin der UNESCO, Audrey Azoulay, unterzeichnete Kooperationsprogramm belegt, das die Entwicklung der Beziehungen zwischen Usbekistan und der UNESCO bis 2021 vorsieht. In Zusammenarbeit mit der Internationalen Organisation finden regelmäßig wissenschaftliche und kulturelle Aktivitäten statt. Dazu gehören renommierte wissenschaftliche Konferenzen unter Beteiligung von Wissenschaftlern aus Usbekistan und dem Ausland, die im Rahmen des Internationalen Festivals „Sharq Taronalari", des Internationalen Forums für Maqom-Kunst, des Festivals „Atlas Bayrami" und des Internationalen Festivals für angewandte Volkskunst abgehalten werden.


Um die technische und wissenschaftliche Zusammenarbeit zu entwickeln und zur Stärkung von Frieden und Sicherheit beizutragen, wurde am 16. November 1945 die UNESCO organisiert, die die Funktionen der Zusammenarbeit zwischen Staaten und Völkern in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie den Schutz von materiellen und materiellen Aspekten übernahm immaterielles kulturelles Erbe. Der Hauptsitz der Organisation befindet sich in Paris. Derzeit sind 200 Mitglieder in der Organisation vertreten. Innerhalb der UNESCO gibt es mehr als 60 Büros.

Die vorrangigen Bereiche der UNESCO-Aktivitäten sind die Entwicklung kultureller und humanitärer Beziehungen zwischen Völkern und Staaten auf dem Weg zur Gewährleistung und Stärkung von Frieden und Sicherheit, zur Erhaltung und zur Weitergabe künftiger Generationen von Proben jahrhundertealter materieller und immaterieller Kultur.

Die Beziehungen zwischen Usbekistan und dieser Organisation, die auf internationaler Ebene großes Ansehen erlangt hat, entwickeln sich aktiv weiter.

1993 wurde Usbekistan Mitglied der UNESCO. In Anerkennung der Verdienste des Landes wählten die Mitgliedsländer der Organisation 1997 die Republik Usbekistan in das Leitungsgremium – den Exekutivrat. Ein Ereignis von historischer Bedeutung war die Abhaltung der Abschlusssitzung der 155. Sitzung des UNESCO-Exekutivrats am 6. und 7. November 1998 in Usbekistan, auf der die Erklärung von Taschkent „Kultur des Friedens und die Aktivitäten der UNESCO in der Mitgliedstaaten", die die Feierlichkeiten zum Jubiläum unserer Vorfahren vorsahen und zur Weltwissenschaft und -kultur beitrugen. In der vergangenen Zeit wurden unter der Schirmherrschaft der UNESCO die Jahrestage unserer so großen Vorfahren wie Amir Temur, Mirzo Ulugbek, Ahmad Al-Fergani, Imam Al-Buchari, Kamoliddin Behzod sowie die weltberühmten Städte Samarkand und Buchara gefeiert, Chiwa, Termez, Shakhrisabz, Karshi, Taschkent, Margilan, unbezahlbare Perlen der Literatur „Alpamysh", „Avesto" und die Khorezm Academy of Ma'mun wurden international gefeiert. Historische und kulturelle Gebäude in den Städten Samarkand, Shakhrisabz, Buchara und Chiwa gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Dies bedeutet, dass die Objekte des kulturellen Erbes in diesen Städten den Status eines Eigentums der gesamten Menschheit der Welt erlangt haben.

Im Jahr 2001 wurde Buchara durch die Entscheidung der UNESCO zur "Stadt des Friedens" erklärt. Im Rahmen der Internationalen Konvention zum Schutz des immateriellen Kulturerbes sind der Navruz-Feiertag, der Kulturraum des Boysun-Distrikts, Shoshmaqom, Katta Ashula, Askiya, usbekischer Pilaw, Atlas und Adras-Produktionstechnologie sowie der Khorezm-Tanz "Lazgi" sind in der repräsentativen Liste der UNESCO enthalten..

Unter der Führung und mit Unterstützung der UNESCO wurden der 2500. Jahrestag der Städte Buchara und Chiwa, der 2700. Jahrestag der Städte Shakhrisabz und Karshi, der 2750. Jahrestag der Stadt Samarkand und der 2200. Jahrestag der Stadt Taschkent gefeiert feierlich gefeiert. Bis heute hat das in Samarkand gegründete Internationale Institut für Zentralasienforschung gemäß diesem Dokument und mit direkter Unterstützung der UNESCO erfolgreich gearbeitet.

In der jahrelangen Zusammenarbeit mit der UNESCO wurden in Usbekistan folgende Projekte durchgeführt:

- „Erhaltung von Objekten des kulturellen Erbes aus Lehmziegeln, Verbesserung der Fähigkeiten lokaler Fachkräfte, Zertifizierung von Objekten des kulturellen Erbes entlang der Großen Seidenstraße";
- „Wirtschafts- und Umweltreform für die rationelle Nutzung der Land- und Wasserressourcen in der Region Khorezm";
- „Erhaltung buddhistischer Kulturerbestätten in Usbekistan";
- „Keramikkunst Usbekistans";
- „Erhaltung und Entwicklung von "Shoshmaqom" und sein Übergang zur zukünftigen Generation";
- „Die Kunst der Herstellung usbekischer Teppiche. Eröffnung von Zentren für Bildung sowie für die Herstellung und Bemalung von Teppichen in den Städten Buchara und Chiwa";
- „Das kulturelle Erbe der Region Baysun".

Die Organisation in Usbekistan mit Unterstützung der UNESCO bei internationalen Großveranstaltungen wie „Sharq Taronalari", Bakhshi-Kunst, Handwerksfestivals und dem Maqom-Kunstforum zeugt von der Existenz von Gründen für die Fortsetzung der Entwicklung der Beziehungen zwischen Usbekistan und der UNESCO.

Wenn es darum geht, die Beziehungen zu stärken und auszubauen, das Erbe von Kultur und Kunst zu bewahren und an zukünftige Generationen weiterzugeben, sollte beachtet werden, dass bilaterale Besuche und Treffen zur Stärkung der Zusammenarbeit beitragen. Der offizielle Besuch des Präsidenten der Republik Usbekistan, Shavkat Mirziyoyev, in Frankreich am 8. Oktober 2018 und sein Treffen im UNESCO-Hauptquartier in Paris mit der Generaldirektorin dieser Organisation, Audrey Azoulay, zeigen, wie wichtig die Zusammenarbeit mit der UNESCO in der Außenpolitik und Diplomatie ist und von Bedeutung unseres Staates für diese Organisation.

Die Unterstützung Usbekistans für das benachbarte Afghanistan, die Förderung der Ausbildung von Jugendlichen und Frauen des Landes, die sich in einem langjährigen Krieg befinden, die Einrichtung von Sonderpädagogikzentren für sie in Termez wurden von der UNESCO sehr geschätzt und positiv bewertet bezeugen den diplomatischen Status und das Image des Landes.

Im September 2017 ergriff der Präsident Usbekistans die Initiative zur Annahme der Internationalen UN-Konvention über Jugendrechte und einer Sonderresolution der Generalversammlung „Bildung und religiöse Toleranz". Der Generaldirektor der UNESCO unterstützte die vom Präsidenten Usbekistans vorgelegten Initiativen, unter der Schirmherrschaft der UNESCO das nach Mirzo Ulugbek in Samarkand benannte Internationale Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien an der Universität für Informationstechnologien in Taschkent zu organisieren. Sowie der UNESCO-Lehrstuhl an der Silk Road International University of Tourism in Samarkand. Gleichzeitig wurden die Projekte zur Eröffnung von Abteilungen wie „Vergleichende Untersuchung der Weltreligionen", „Wasserdiplomatie, Wasserressourcenmanagement und Umweltschutz" und „Kulturtourismus" hoch geschätzt.

Auf den hochrangigen Treffen zwischen Usbekistan und der UNESCO wurde der gemeinsame Aktionsplan für 2018-2021 angenommen. Dieses Dokument hat strategische Bedeutung erlangt, da es sich darauf konzentriert, die Beziehungen auf ein qualitativ neues Niveau zu heben, die Aufgaben der Parteien gemeinsam innovativ zu lösen und die Zusammenarbeit zu stärken.

Bei dem Treffen in Samarkand am 26. August dieses Jahres mit der Generaldirektorin der UNESCO, Audrey Azoulay, Präsidentin der Republik Usbekistan, betonte Shavkat Mirziyoyev die Konstruktivität des Dialogs und die Stärkung der Partnerschaft zwischen Usbekistan und der UNESCO eine hohe Politik in der Erhaltung des kulturellen und historischen Erbes - Schatzkammer der gesamten Menschheit.

Mamurakhon Alisherkhujayeva
Forschungszentrum für Orientalistik
Kultur und Erbe im Staat Taschkent
Universität für Orientalistik

Quelle/ Foto: UzA.uz

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WIKIPEDIA: UNESCOListe des UNESCO-WelterbesWelterbe in Usbekistan
UNESCO - Uzbekistan
UNESCO Cultural (4)
Historic Centre of Bukhara (1993)
Historic Centre of Shakhrisyabz (2000)
Itchan Kala (1990)
Samarkand – Crossroad of Cultures (2001)

UNESCO Natural (1)
Western Tien-Shan (2016)


USBEKISTAN-ONLINE

Tourismusentwicklung UsbekistanMEDIATHEK | UNESCOUSBEKISTAN-GALERIE

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21. Oktober - Tag der usbekischen Sprache

Tag_der_usbekischen_Sprache_GB

Eine Person, die seine Muttersprache heilig weiß - wird immer wissen, wer er ist und wo er lebt, wird es anderen sagen.

Alle Tugenden durchdringen vor allem das menschliche Herz mit dem einzigartigen Charme der Muttergöttin, der Muttersprache.
Die Muttersprache ist die Seele der Nation.


Liebe Landsleute!
Wir gratulieren Ihnen allen herzlich zum 21. Oktober – dem Tag, an dem die usbekische Sprache den Status der Staatssprache erhielt.

Wir möchten unseren ausländischen Freunden unseren Dank aussprechen, die Nurullah Astanas Gedicht "Ona tilim" in Usbekisch rezitiert haben.

OYBEK OSTANOV

Zum Tag der usbekischen Sprache am 21. Oktober haben zahlreiche Freunde Usbekistans aus der ganzen Welt Glückwünsche geschickt.

Usbekisches Gedicht zum Festtag:

ONA TILIM
Nurulloh Oston she'ri

Seni kim deb atayin?
Sevinchim deb atayin.
Yaqinim, yolg´izimsan,
Oqinim, haq so´zimsan.

Oftobi bor olamsan,
Tilimdagi nolamsan.
Bardoshi chosh metinim,
Manglayi tosh yetimim.

Yolgízlikda hamdamim,
Dilimdan toshgan g´amim.
Mening bilan doimsan,
Quyoshim ham oyimsan.

Oqlovchim, qoralovchim,
Moziydan kelgan tovshim,
Menday ko'ngli yarimsan,
Charxlangan xanjarimsan.

Johillarga jazosan,
Oqillarga sabosan,
Tilsizlarning zaboni,
Erksizlarning jahoni.

Yonarso'zsan, chaqinsan,
Oddiy xalqqa yaqinsan.
Qaro ko'zim, qarog´im,
Hamda Cho'li irog´im.

Yig´lab o'tgan Mashrabsan,
Meni o'tga tashlabsan.
Kuy, ohim ayon-ayon,
Kuymog´im ayon-ayon.

Sen meningsan, bor-yo'g'im,
Qalbga o'rnashgan tug'im,
Mangu so'nmas gulimsan,
O'zing ona tilimsan!

Die usbekische Sprachkultur
Die Sprachbezeichnung „Usbekisch" geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Mit „Usbeken" wurde ursprünglich eine Gruppe von Nomaden bezeichnet, die sich auf Usbek Khan, einen Herrscher der Goldenen Horde im 14. Jahrhundert bezogen.

Es gibt eine Vielfalt an turksprachlichen Varietäten und Dialekten zu denen auch Usbekisch zählt. Im 16. Jahrhundert wurde vor der Einwanderung der usbekischen Stämme in Zentralasien die Sprache als Tschagataisch oder Turki bezeichnet. Die usbekische Sprache ist neben dem Türkischen und dem Aserbaidschanischen eine der größten Sprachen dieser Sprachfamilie. Usbekisch ist sprachlich eng verwandt mit dem Uigurischen, das man in der Provinz Xinjiang in China spricht.

Insbesondere der weltweit verehrte Dichter und Staatsmann Alishēr Nawā'ī (1441-1501) hat mit seinen berühmten Werken Chamza, Diwān-e Fānī u.a. dazu beigetragen die usbekische Sprache bekannter zu machen. Alishēr Nawā'ī wird zurecht als der Gründer der usbekischen Literatur bezeichnet.

Reform der usbekischen Sprache
Bis 1923 wurde usbekisch in arabischen Buchstaben geschrieben. Nach der russischen Revolution war es bis zur Unabhängigkeit der Republik Usbekistan im Jahr 1991 üblich Usbekisch in Ergänzung mit usbekischen Lautzeichen in Kyrillisch zu schreiben. Danach erfolgte die Umstellung auf lateinische Buchstaben. Seit 1997 wird in aller Regel mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Tatsächlich sind bis heute beide Alphabete noch in Gebrauch.

Im Ausland, insbesondere in Deutschland, ist seit den Reformen durch den Staatspräsidenten Shavkat Mirziyoyev erfreulicherweise ein zunehmendes Interesse an Usbekistan für Kultur, Tourismus und Wirtschaft feststellbar.

„…es gibts nichts Gutes - ausser man tut es“

Erich Kästner

Insbesondere zahlreiche Vorträge in Deutschland und Veröffentlichungen von usbekischer Literatur ins Deutsche durch OYBEK OSTANOV haben eine große Aufmerksamkeit und öffentliches Interesse für das Land im Herzen der der Seidenstrasse geweckt.

Im Büchlein „Geschichten entlang der Seidenstraße – Weisheiten des Orients“ lassen sich tiefe Einblicke in das Denken und Handeln der „Usbeken“ ergründen. (Erhältlich bei USBEKISTAN-ONLINE)

Die Unterschiede des Usbekischen zum Deutschen sollte sprachlich Interessierte nicht abschrecken, denn jede Sprache basiert auf einem Grundprinzip.

In der USBEKISTAN-ONLINE - Mediathek gibt es eine reiche Auswahl an Literatur. Sprachenlernen24.de bietet z.B. Sprachkurse zum Selbstlernen an. Online gibt es die wichtigsten Wörter in einem Usbekisch-Expresskurs in fünf Teilen mit Sprachwiedergabe, das Wichtigste für eine Reise!.

Beitrag: Oybek Ostanov, Gerhard Birkl, Titelbild: Suzani Usbekistan, G. Birkl
Video: DOCA TOURS; Musik: Sulton Ali


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Sprache als kulturelle Identität
Weltweit verehrter Dichter, Gründer der Usbekischen Literatur - Alishēr Nawā'ī (1441-1501)
DIE PERLEN AUS DEM OZEAN 
– Erinnerung an den Dichter, Gelehrten und Staatsmann – Alischer Nawoij
LITERATUR – das Herz der Seidenstrasse
• Usbekischer Autor Oybek Ostanov liest in Deutschland

The Tashkent TimesShavkat Mirziyoyev signs decree aimed at development of Uzbek language

WIKIPEDIA
Mir ʿAli Schir Nawāʾi | Liste der Sprachen nach Anzahl an Muttersprachlern
Usbekische Sprache

Sprachen lernen
Naher-Osten.Uni-Muenchen - Studium/ Lehre (pdf)
evangeos - Die wichtigsten Vokabeln für eine Reise nach Usbekistan
Sprachenlernen24 - Usbekisch
USBEKISTAN-ONLINE • MEDIATHEK | Sprachunterricht

Usbekische Literatur/ Deutsch
Geschichten entlang der Seidenstraße – Weisheiten des Orients

DOCA TOURS - DISCOVER ORIENTAL CENTRAL ASIA

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Shavkat Mirziyoyev: Heute schreiben wir neue Geschichte von Usbekistan

Shavkat-Mirziyoyev_Sharq_Taronalari2019 Shavkat-Mirziyoyev • SHARQ TARONALARI

 Präsident Shavkat Mirziyoyev traf sich mit einheimischen und ausländischen Bloggern, die zum internationalen Musikfestival „Sharq Taronalari" eingetroffen sind.

„Usbekistan hat sich in den letzten Jahren der Welt geöffnet und möchte der internationalen Gemeinschaft die ganze Wahrheit bringen. Entscheidend ist, dass Sie diskutieren und kritisieren können ", sagte der Präsident.

Das Staatsoberhaupt betonte die wichtige Rolle der Blogger bei der Berichterstattung über die Reformen im Land, der Förderung der Kultur und des historischen Erbes unseres Volkes auf internationaler Ebene und der Fortsetzung der Politik der Offenheit in Usbekistan.

„Ich freue mich sehr, Sie im usbekischen Land in der alten Wiege der Zivilisation Samarkand zu sehen. Heute schreiben wir eine neue Geschichte Usbekistans. Wir möchten den Menschen ein angenehmes Leben ermöglichen, damit sie mit Zuversicht in die Zukunft blicken können. Ich hoffe, Sie werden zu diesen Bemühungen beitragen und ihre Beiträge dazu leisten", schlug Shavkat Mirziyoyev vor.

Unter Ihnen sehe ich auch unsere einheimischen Blogger und bin sehr stolz darauf. Sie müssen wissen, dass der Präsident Sie immer unterstützen wird", sagte der Staatschef.

Quelle/Foto: UzA.uz


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UNESCO – Khorazm-Tanz LAZGI – Immaterielles Weltkulturerbe

UZ_Khorezm-Tanz-LAZGI Khorazm-Tanz LAZGI

UNESCO erkennt 21 Traditionen als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit an. Zwei neue Einträge im Register guter Praxisbeispiele zum Erhalt Immateriellen Kulturerbes

Der Zwischenstaatliche UNESCO-Ausschuss zum Immateriellen Kulturerbe tagte vom 9. bis 14. Dezember in Bogotá, Kolumbien. 2019 waren 50 Kulturformen als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit vorgeschlagen.
Damit beendet der Zwischenstaatliche Ausschuss seine Beratungen über die Aufnahme lebendiger Traditionen, Bräuche und Handwerkstechniken in die UNESCO-Listen für dieses Jahr. 2019 wurde die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes um insgesamt 35 Kulturformen ergänzt. Die Liste des dringend erhaltungsbedürftigen Immateriellen Kulturerbes verzeichnet fünf Neuaufnahmen, das Register guter Praxisbeispiele zum Erhalt Immateriellen Kulturerbes zwei.

Zwischenstaatlicher UNESCO-Ausschuss für das Immaterielle Kulturerbe
Der Zwischenstaatliche Ausschuss setzt sich aus 24 gewählten Vertragsstaaten der Konvention zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes zusammen. Er entscheidet jährlich über die Aufnahme neuer Kulturformen in die UNESCO-Listen.

Der Zwischenstaatliche Ausschuss setzt sich aus 24 gewählten Vertragsstaaten der Konvention zusammen. Er entscheidet jährlich über die Aufnahme neuer Kulturformen auf die UNESCO-Listen. Bisher sind 464 Formen des Immateriellen Kulturerbes auf der internationalen Repräsentativen Liste und 64 Elemente auf der Liste des dringend erhaltungsbedürftigen Immateriellen Kulturerbes eingetragen. Zudem führt die UNESCO ein Register von aktuell 22 Beispielen guter Praxis zum Erhalt Immateriellen Kulturerbes.

Kriterien für die Anerkennung sind unter anderem eine nachweisbare Lebendigkeit und eine identitätsstiftende Komponente für die Trägergemeinschaft der Kulturform, die Entwicklung von Erhaltungsmaßnahmen, eine weitreichende Beteiligung der Trägergemeinschaft und die Eintragung in ein nationales Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes. Mit der Einschreibung verpflichten sich die Vertragsstaaten, das Immaterielle Kulturerbe auf ihrem jeweiligen Staatsgebiet zu fördern.

Hintergrund
Zum Immateriellen Kulturerbe zählen lebendige Traditionen aus den Bereichen Tanz, Theater, Musik, mündliche Überlieferungen, Naturwissen und Handwerkstechniken. Seit 2003 unterstützt die UNESCO den Schutz, die Dokumentation und den Erhalt dieser Kulturformen. Einzelne Elemente aus den nationalen Verzeichnissen der Vertragsstaaten können für eine von drei UNESCO-Listen des Immateriellen Kulturerbes vorgeschlagen werden.
549 Bräuche, Darstellungskünste, Handwerkstechniken und Formen des Naturwissens aus aller Welt werden derzeit auf diesen Listen geführt, darunter der Tango aus Argentinien und Uruguay, die traditionelle chinesische Medizin, Reggae aus Jamaika und der Blaudruck in Deutschland, Österreich, Tschechien, der Slowakei und Ungarn.

Bis heute sind 178 Staaten dem UNESCO-Übereinkommen zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes beigetreten. Deutschland ist seit 2013 Vertragsstaat.

In das Register guter Praxisbeispiele zum Erhalt Immateriellen Kulturerbes wurden aufgenommen:
Kolumbien: Erhaltung traditionellen Handwerks als Strategie der Friedenssicherung
Venezuela: Biokulturelles Programm zur Erhaltung der Tradition der Gesegneten Palme in Venezuela

In die Repräsentative Liste des Immateriellen Kulturerbes der Menschheit wurden aufgenommen:
Indonesien: Traditionen des Pencak Silat; Irak: Die Gastfreundschaft während der Arba'in; Irland: Das Spiel auf der irischen Harfe; Italien: Cölestinische Vergebungsfeier; Kirgisistan: Ak-kalpak: traditionelles Wissen und Fertigkeiten bei der Herstellung und dem Tragen von kirgisischen Herrenkopfbedeckungen; Malaysia: Silat; Marokko: Gnawa; Nigeria: Kwagh-Hir-Theater; Norwegen: Traditionelle Musik und Tänze in Setesdal; Peru: „Hatajo de Negritos" und „Hatajo de Pallitas" an der peruanischen Südküste; Portugal: Karneval in Podence
Samoa: 'Ie Samoa-Matten und ihr kultureller Wert; Schweiz: Die Prozessionen der Karwoche in Mendrisio; Slowakei: Drahthandwerk und Drahtkunst; Syrien: Bräuche und Handwerkstechniken rund um die Damaszener Rose in Al-Mah; Thailand: Traditionelle Thai-Massage: Quad Thai; Türkei: Traditionelles türkisches Bogenschießen; Turkmenistan: Traditionelle Fertigung von turkmenischen Teppichen; Ukraine: Traditionelle Keramikmalerei in Kossiw
Usbekistan: Der Khorazm-Tanz Lazgi
Vietnam: Die Then-Zeremonie der Tày, Nùng und Thái in Vietnam

Weitere Informationen
Webseite der 14. Sitzung des Zwischenstaatlichen Ausschusses Immaterielles Kulturerbe
Presseseite zur 14. Sitzung des Zwischenstaatlichen Ausschusses Immaterielles Kulturerbe
Fotos und Videos der nominierten Kulturformen 2019
Immaterielles Kulturerbe weltweit
Immaterielles Kulturerbe in Deutschland

Pressekontakt
Deutsche UNESCO-Kommission
Stabsstelle Kommunikation
Peter Martin
Telefon: +49 30 80 20 20-310
E-Mail: martin(at)unesco.de


Quelle/Fotos: UNESCO/ Ministerium für Kultur, Usbekistan

Der Khorazm-Tanz LAZGI – immaterielles Weltkulturerbe; usbekische Khorazm Tanzgruppe; Foto: Ministerium für Kultur, Usbekistan

YOUTUBE: Uzbek national dance of Lazgi

YOUTUBE: UNESCO Khozazm dance, Lazgi

YOUTUBE: Dilnoza Artikova - Uzbek national dance of Khorezm "Surnay Lazgi"

YOUTUBE: XORAZM LAZGI TARIXI

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NOWRUZ - NOURUZ - NEVRUZ - NAVRUS - Bayram

Titelbild_GB NAVRUS - Frühlingserwachen
Das Frühlingsfest NAVRUS wird in vielen Ländern in Zentralasien im Frühling ausführlich und fröhlich gefeiert. Navrus ist das am weitesten verbreitete und farbenprächtigste Fest, das als Frühlingsfest in vielen Ländern der Region, wie Aserbaidschan, Afghanistan, Tadschikistan, Pakistan, Irak, in den kurdischen Gebieten, in Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan, Indien und in der Türkei und sogar unter den iranisch-stämmigen Juden in Israel, gefeiert wird. NAVRUS ist keine Ein-Tages-Feier: Das Fest findet in den Städten und Dörfern in ganz Usbekistan im Laufe des gesamten Frühlings statt.

Nach dem Sonnenkalender beginnt das „Neue Jahr" mit der Tagundnachtgleiche im Frühling, am 21. März und ist bis heute ein freier Tag. In diesem Jahr finden aufgrund der CORONA-Pandemie in Usbekistan und Deutschland keine Großveranstaltungen statt. Gerade deshalb möchten wir mit diesem Beitrag an die Bedeutung des NAVRUS-Fests erinnern.

Das NAVRUS-Fest – Frühlingsfest – kommt ursprünglich aus dem Persischen und wird als „neuer Tag" übersetzt. Das Navruz-Fest wurde vor 3.000 Jahren im antiken Iran geboren, entstammt der zoroastrischen Kultur. Später breitete sich das Fest in ganz Zentralasien aus und wird heute von mehr als 300 Millionen Menschen gefeiert, zählt seit dem Beschluss der Vereinten Nationen vom 10. Mai 2010 zum UNESCO Weltkulturerbe.

Navrus nahm seinen Anfang bereits im tiefen Altertum. Die ersten schriftlichen Beschreibungen über dieses Fest kommen im heiligen Buch des Zoroastrismus, der Awesta, in vorislamischer Zeit vor. Die Urbevölkerung Zentralasiens hatte das Neujahr am Tag der Frühlings-Tagundnachtgleiche – am 21. März – unter dem Namen NAVRUS (pers. nav-neu, rus-Tag – ein neuer Tag) gefeiert.

Abu Rajhan Beruni, der berühmte zentralasiatische Wissenschaftler fixiert in seinem Werk im 10. Jh. dieses Fest folgenderweise: „Dieser Monat heißt Muharram. Sein erster Tag wird als Anfang des Jahres sehr feierlich gefeiert... Sobald der NAVRUS kommt, wacht die Erde vom Winterschlaf auf. Es weht der Frühlingswind. Die Küste der Bäche wird mit grünen Gräsern bekleidet, auf den Bäumen treiben Knospen, die lila Blümchen, die moschusartig Wohlgeruch hauchen, schmücken die Zweige der Bäume".

In seinem Werk „Navrusnoma" erwähnte Omar Hayam die Zeichen dieses Festes: „...das Haus wird aufgeräumt, mit Grün und Blumen beschmückt, die Eltern, Verwandte, Bekannte werden besucht – dies alles ist zu einem Brauchtum bei den einfachen Leuten geworden". So war NAVRUS immer der poetischste aller Feiertage und hat viele Dichter inspiriert. Der große usbekische Dichter Alisher Navoi sprach einmal den folgenden Wunsch aus: 

„Möge jeder deiner Abende wohl, jede deiner Nächte glücklich und jeder deiner Tage NAVRUS sein!“

Ein wunderbarer Gedanke des usbekischen Dichters und Staatsmanns, der bis heute jede Seele in fröhliche Schwingung versetzt, motiviert und stimmungsvoll begeistert. Helligkeit, der Sieg über das Dunkle des Winters, spürbar länger werdende Tage – eine Feier des Guten und der Gerechtigkeit, Sieg der Wärme über die Kälte, des Lebens über den Tod – ein Neubeginn in jeder Hinsicht, das ist eine Uridee des NAVRUS. Dieser Tag ist ein Feiertag der Bruderschaft und der nationalen Einigung, der von jedem Bürger Usbekistans ungeachtet seiner ethnischen Zugehörigkeit, seines Glaubens und seiner Überzeugungen gefeiert wird.

Brauchtum zu NAVRUS
In Usbekistan ist Navrus besonders durch Volkstraditionen und Sitten geprägt. Die reichen Traditionen dieses Festes bildeten sich im Laufe der Jahrtausende heraus. Obwohl in der Vergangenheit Elemente der Traditionen des Navrus mal verändert wurden, mal in Vergessenheit gerieten, sind viele von ihnen bis heute überliefert worden.

Überliefert ist der Brauch, vor dem Fest alte Schulden zu begleichen, damit man nicht mit Schulden das neue Jahr beginnen möge. In diesen Tagen werden alle Ärgerlichkeiten vergessen. An den Feiertagen werden die Streitigkeiten eingestellt, keine Vorwürfe sind zu hören. In früheren Zeiten wurden sogar Kriege und Fehden eingestellt. Junge Frauen und Bräute nähen an NAVRUS Trachten und Taschentücher, die mit speziellen Ornamenten verziert sind.
Auch die Häuser und Höfe, die Straßen vor den Häusern werden in Ordnung gebracht, überall herrscht Sauberkeit und Ordnung. Es ist auch von früheren Zeiten her zu einer guten Tradition geworden, den Festtisch mit üppigen Spezialitäten zu bedecken sowie den Bekannten und Verwandten Geschenke zu überreichen.

„Jeder soll Gutes tun, jeden Tag muss Gutes geschafft werden", so lautet das Motto des Navrus; denn es ist ein Fest der moralischen Reinigung. Die Idee des NAVRUS ruft dazu auf, keine Beleidigung, keinen Schmerz, die in unserem Alltag vorkommen, im Herzen zu behalten, sondern mit Hoffnung auf hellere Tage und mit Glauben an die Zukunft zu leben. Für die usbekischen Alten war NAVRUS immer ein hoher Feiertag der Barmherzigkeit und Wohltätigkeit. Deshalb ist es eine gute Tradition, in der Navruszeit alte Leute, Behinderte, Kranke und Waisen zu besuchen und ihnen uneigennützige Hilfe und moralische Unterstützung zu erweisen. In diesen Tagen werden Gastfreundschaft, Barmherzigkeit und Mildtätigkeit des usbekischen Volkes gegenüber allen Mitbürgern gezeigt, unabhängig von ihrer Nationalität und ihrem Glaubensbekenntnis, insbesondere gegenüber kinderreichen Familien und Alten, Waisen und Behinderten, Alleinstehenden und Pflegebedürftigen.

SUMALAK - eine köstliche, kostbare Speise zu NAVRUS
Es gibt im Volksmund noch viele andere Sagen über die Entstehung der Bräuche des NAVRUS. Wie man in einer von ihnen erzählt, drangen in uralter Zeit Invasoren in ein fremdes Land ein. Die Einwohner hatten mehrere Tage und Nächte ihre Stadt verteidigt. Aber schließlich waren die Vorräte der Lebensmittel und Wasser zu Ende und es begann eine Hungersnot in der ganzen Stadt. Eine alte Frau sah einmal auf der Erde eine Kette von Ameisen, die Weizen trugen und zu sich holten. Die Alte sammelte die Weizenkörner auf und kochte aus ihnen ein leckeres und heilsames Essen - „Sumalak". Wer es kostete, wurde stark und gesund.

Bis heute ist es üblich, vor und nach dem Fest NAVRUS verschiedene Spezialitäten aus grünen Kräutern zuzubereiten. Besonders das Feiern des NAVRUS ohne „Sumalak" ist unvorstellbar. Neben seiner traditionellen Bedeutung ist dieses Gericht sehr nützlich für die Gesundheit des Menschen, mit vielen Vitaminen die gerade nach dem Winter für den Organismus und das Immunsystem wichtig sind. Gekocht und gedünstet wird „Sumalak" nur im Frühling aus kurzgewachsenem Weizen, Mehl, Wasser und Öl ohne Zuckerzusatz in einem riesigen Kasan (Schüssel) – und zwar 24 Stunden lang.

Am 21. März gehen Glückwünsche von Staatoberhäuptern ein, und es werden Grußbotschaften mit Wünschen des Friedens, Wohlergehens und Wohlstandes an andere Völker verschickt. In ganz Usbekistan erklingt feierliche Musik.

Beitrag G. Birkl/ Titelbild & Fotos: G.Birkl, Dekoration: Nina Birkenstock


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Wikipedia: NOURUZ
UNESCO: NAWROUZ | UNESCO International Day of Nowruz
Chefkoch: Sumalak-Süßspeise aus Usbekistan zum Frühlingsanfang (Nawruz)

Frühlingserwachen - Blüten; Foto: G. Birkl

NAVRUS - Festtagstisch; Foto: G. Birkl; Deko: N. Birkenstock

Usbekistan feiert Navrus - Frühlingsstimmung; Foto: G. Birkl

SUMALAK - Weizenkeimlinge; Foto: G. Birkl

Usbekische SAMSA; Foto: G. Birkl

Kleine Geschenke zu NAVRUS - Tubeteika-Anhänger; Foto: G. Birkl

NAVRUS - Geschenke, Magnettafeln; Foto: G. Birkl

YOUTUBE: NAVRUZ - Samarkand

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Die Liebenden von Taschkent

UZ_Literatur_Abdulla_Kodiriy Roman - Abdulla Qodiriy
"Die Liebenden von Taschkent" wurde in Chinesisch übersetzt

Der Roman von Abdulla Kodiriy "Die Liebenden von Taschkent" wurde ins Chinesische übersetzt, und in China mit einer Auflage von 2.000 Exemplaren veröffentlicht.

Die Übersetzung dieses Buches dauerte zwei Jahre. Der Autor ist Di Xiaosia, Dozent am Institut für Fremdsprachen der Universität Lanzhou, der Partner des Taschkenter staatlichen Instituts für Orientalistik ist.

Di Xiaosia begann mit der Arbeit an diesem mühevollen Prozess, als sie als Direktorin am usbekisch-chinesischen Konfuzius-Institut am staatlichen Institut für Orientalistik in Taschkent arbeitete.

Die Übersetzung des unschätzbaren Erbes von Abdulla Kodiriy war für viele chinesischen Leser ein großes Geschenk.

Quelle/Abbildung: UzA.uz

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WIKIPEDIA | Abdulla Qodiriy
The Uzbek Modernist, Abdullah Qodiriy

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Bevölkerungsstand: Usbekistan hat mehr als 34 Mio Einwohner

Population-of-Uzbekistan Entwicklung Bevölkerung Usbekistan
Die Bevölkerung Usbekistans belief sich zum 1. Oktober 2020 auf 34.382,7 Tausend Menschen und ist seit diesem Jahr um 477,5 Tausend Menschen oder 1,4% gestiegen, berichtet der Staatliche Statistikausschuss. 

Die städtische Bevölkerung erreichte 17.401,9 Tausend Menschen (50,6% der Gesamtbevölkerung), die ländliche - 16.980,8 Tausend Menschen (49,4%).

Der größte Anteil der Zuwanderung aus dem Ausland nach Usbekistan (in% ihrer Gesamtzahl) entfällt auf Ankünfte aus Kasachstan (33,8%), Tadschikistan (22,0%), Russland (21,9%) und Kirgisistan (8,3%), der kleinste Anteil - aus Turkmenistan (1,8%) und andere Länder (12,2%).

Der größte Anteil derjenigen, die Usbekistan ins Ausland verlassen haben (in% ihrer Gesamtzahl), entfällt auf diejenigen, die nach Kasachstan (61,9%), Russland (30,5%) und Israel (1,5%) ausgewandert sind, der kleinste Anteil - in Kirgisistan (1,2%)., Tadschikistan (0,6%) und andere Länder (4,3%).

Quelle/Foto: UzA

Anmerkung:
Usbekistan hat ca. 34 Millionen Einwohner (Stand 2020). Die letzte offizielle Volkszählung wurde 1989 durchgeführt, gleich wohl ist bekannt, dass das Land eine sehr junge Bevölkerung hat. So ist fast die Hälfte der Einwohner jünger als 25 Jahre. Die Bevölkerungspyramide sieht folgendermassen aus (Stand 2019):

0-14 Jahre   28.8%
15-24 Jahre 15.9%
25-55 Jahre 42.5%
55-64 Jahre   8.0%
65 Jahre und mehr 4.8%
Die Lebenserwartung liegt bei 69 Jahren für Männer resp. 74 Jahren für Frauen.

Empfohlene LINKS
de.statista.comUsbekistan: Gesamtbevölkerung von 1992 bis 2018 und Prognosen
PopulationPyramid.net - Usbekistan (Interaktive Diagramme)
WORLDLIFEEXPECTANCY - BEVÖLKERUNGSPYRAMIDE USBEKISTAN (Interaktive Diagramme)
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) - Entwicklung
Länderdaten.info - ASIEN

Bevölkerungswachstum in Usbekistan, Quelle: Länderdaten.info

In den Jahren 1960 bis 2019 stieg die Bevölkerungszahl in Usbekistan von 8,55 Millionen auf 33,58 Millionen Einwohner. Dies bedeutet einen Anstieg um 292,8 Prozent in 59 Jahren. Den höchsten Anstieg verzeichnete Usbekistan im Jahr 1967 mit 3,77%. Den geringsten Anstieg im Jahr 1999 mit 1,08%.

Im gleichen Zeitraum stieg die Gesamtbevölkerung aller Länder weltweit um 152,9 Prozent.
Das Durchschnittsalter in Usbekistan ist von 2012 bis 2013 um 0,42 Jahre von 24,88 auf 25,30 Jahre gestiegen (Medianwert).

Quelle: laenderdaten.info – Bevölkerungsentwicklung in Usbekistan seit 1960

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Usbekistan legt Mindestpreise für Rohbaumwolle fest

Baumwollernte Baumwolle
In Übereinstimmung mit dem Präsidialdekret „Über Maßnahmen zur umfassenden Einführung von Marktgrundsätzen im Baumwollsektor“ vom 6. März 2020 wurde eine Regelung bekanntgegeben. Das Landwirtschaftsministerium, das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Armutsbekämpfung, der Rat der Landwirte, Dehkan Farms and Landowners und Uztukimachiliksanoat Association wurden beauftragt, die Mindestpreise für Rohbaumwolle auf der Grundlage der Analyse der Weltmarktpreise bekannt zu geben.

In Übereinstimmung mit dem Dekret des Präsidenten vom 5. Mai 2020 „Über dringende Maßnahmen zur Unterstützung der Textil- und Bekleidungsindustrie" wird darauf hingewiesen, dass in Usbekistan angebaute Baumwolle zu einem Preis verkauft wird, der an die Preise der „New York Mercantile Exchange" gebunden ist.

Am 23. Oktober notierte die New York Mercantile Exchange den durchschnittlichen Futures-Preis von 1 Tonne Baumwollfaser (Strict Low Middling) bei 1.375,7 USD, sofern dieser an Galveston, Houston (Texas), Memphis (Tennessee), New Orleans (New Orleans) Louisiana) an Handelsplätzen der Vereinigten Staaten geliefert wurde.

Die Preisgestaltung erfolgt unter Berücksichtigung der auf dem Weltmarkt gebildeten Preise, der Vorschläge von Baumwoll- und Textilclustern, Genossenschaften und landwirtschaftlichen Betrieben, der für die obige Entscheidung zuständigen Ministerien und Abteilungen sowie der Verarbeitung von Rohbaumwolle, Logistik und anderen damit verbundenen Kosten. Das Ministerium of Agriculture of Usbekistan hat bekannt gegeben, dass der Mindestpreis für 1 Tonne in Usbekistan hergestellte Rohbaumwolle einschließlich Mehrwertsteuer auf 4522,5 Tausend Soums festgelegt wurde.

Auf der Grundlage dieses Mindestpreises bestimmen die Unternehmen, die Rohbaumwolle anbauen und erhalten, im Rahmen des Vertragsverhältnisses die Preise für andere hochwertige oder minderwertige Baumwollrohstoffe. Dies ist die Grundlage einer für beide Seiten vorteilhaften Vereinbarung.

Quelle/Foto: KUN.uz

Empfohlene LINKS:
WIKIPEDIA - New York Mercantile Exchange
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Buchvorstellung mit Grußwort eines usbekischen Ministers: „Die schönsten Namen" [al-asmā-ul-husnā]

Gottes-_Geheimer_Name

Die Bezeichnung "schönste Namen" [al-asmā-ul-husnā] geht auf den Vers 7:180 im Heiligen Koran zurück. Dort steht zu lesen: „Und ALLAH hat die schönsten Namen, so benennt Ihn damit." Die Berliner Übersetzerin, Autorin und Verlegerin Kathleen Göbel gilt als Expertin für den orientalischen Sprachraum. Sie hat darüber bereits zahlreiche Werke verfasst. Im Juli erschien ihr Werk, dass sich mit den „schönsten Namen" befasst. Das Buch trägt den Titel: "GOTTES GEHEIMER NAME: Al-`ASMA UL HUSNA - DIE 99 SCHÖNSTEN NAMEN GOTTES". Im Berliner Main-Donau Verlag ist das 345 Seiten umfassende Werk erschienen.

Am 27. September stellte es die Autorin im Iran-Haus in der Iranischen Kulturabteilung in Berlin-Lichtenrade vor. Dr. Hamid Mohammadi, der Kulturrat, betonte: „Die Brücken, die uns fehlen, werden durch Frau Göbel gebaut." Die Schriftstellerin teilte mit: „Oft hat man mich gefragt, warum ich dieses Buch geschrieben habe? Im Grunde ist die Antwort recht einfach. Viele Komplikationen schrumpfen zusammen, wenn man Fakten nennt." Das Buch habe sie in erster Linie „für das westliche Publikum verfasst." Natürlich erfahren auch Angehörige und Freunde aus dem orientalischen Raum viel Neues und Wissenswertes beim Lesen. 

Kathleen Göbel sagte: „Die Namen ALLAHS sind so untrennbar mit dem Leben der Menschen verbunden, dass sich sagen lässt, dass sie alle Aspekte des Lebens abdecken. Jeder einzelne der Neunundneunzig Schönsten Namen hat eine Entsprechung zum jeweiligen Zustand, in dem man sich zu einem bestimmten Moment befindet." 

Das Werk ist auch ein umfangreiches Kompendium der kalligraphischen Darstellung. Auf zwei Tatsachen ist die Autorin besonders Stolz! Dem Lehr- und Lesebuch mit Materialien aus dem Heiligen Koran, den Hadithen, Volkserzählungen und klassischen Werken erteilte man eine Fatwa. Seine Exzellenz Skeikh Dr. Ahmad Badr Al-Din Hassoun, Großmufti und Vorsitzender des Fatwa-Rates der Arabischen Republik Syrien, erteilte die Fatwa. 

Aus dem Land an der Seidenstraße, Usbekistan, erfolgte für das Buch ein Grußwort. Es kam von Seiner Exzellenz Dr. Shaazim Minovarov, Minister und Leiter des „Islamischen Zentrums Usbekistans. 

Das passiert ja auch nicht alle Tage! Ein von einer deutschen Schriftstellerin in Deutschland herausgebrachtes Buch darf sich rühmen, ein Grußwort eines Ministers aus Usbekistan erhalten zu haben. Das Buch "GOTTES GEHEIMER NAME: Al-`ASMA UL HUSNA - DIE 99 SCHÖNSTEN NAMEN GOTTES" von Kathleen Göbel aus dem Main-Donau-Verlag hat die ISBN 978-3-946871-13-2. Im deutschen Buchhandel kostet es 33,99 Euro. (Text/Fotos: Volker Neef)

Empfohlene LINKS: USBEKISTAN-GALERIE | KOKAND Freitagsmoschee • 99 Säulen (…jede Säule steht für einen geheimen Namen Gottes)
Der Khast-Imam-Komplex, das islamische Zentrum Taschkents

Aus dem Vorwort - Literatur von Kathleen Göbel - GOTTES GEHEIMER NAME; Foto V. Neef

Autorin: Kathleen Göbel; Foto V. Neef

KOKAND: Freitagsmoschee, 99 Säulen für die GOTTES GEHEIME NAMEN; Foto: G. Birkl; USBEKISTAN-GALERIE

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Großes Interesse beim 5. Tag der deutschen Wirtschaft in Usbekistan

Großes Interesse beim 5. Tag der deutschen Wirtschaft in Usbekistan

Am 31. Oktober fand in Taschkent der 5. Tag der deutschen Wirtschaft in Usbekistan statt. Mit einer Rekordbeteiligung von 170 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Organisationen beider Länder gelang ein reger Erfahrungsaustausch zum Geschäftspotential in Usbekistan und den Perspektiven der wirtschaftlichen Zusammenarbeit beider Länder.

Das Forum wurde durch die Delegation der deutschen Wirtschaft für Zentralasien, den Deutschen Wirtschaftsklub in Usbekistan und die Industrie- und Handelskammer (IHK) Usbekistans unter Unterstützung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, der Deutschen Botschaft in Taschkent und der Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert.

Der Präsident der IHK Usbekistans Alisher Schaichow, der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Usbekistan Neithart Höfer-Wissing, der usbekische Vize-Minister für Wirtschaft Sadi Schermatov sowie der Regionaldirektor der Konrad-Adenauer-Stiftung Thomas Kunze eröffneten den Wirtschaftstag. Alle waren sich darin einig, dass ungeachtet des nicht einfachen wirtschaftlichen Umfeldes die Potentiale beider Länder für die Zusammenarbeit bei weitem noch nicht ausgeschöpft seien und die Entwicklungen in 2015 einige, hoffnungsvolle neue Akzente setzen würden.

In vier Vortrags- und Diskussionsrunden ging es um generelle Fragen zur Vertiefung der deutsch-usbekischen Wirtschaftsbeziehungen, um den neu gegründeten Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrat, Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Infrastruktur und Energieeffizienz sowie Möglichkeiten der Zusammenarbeit bei der Aus- und Fortbildung von Managern und Fachkräften.
Im Rahmen der Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen präsentierte Jens-Uwe Strohbach von Germany Trade & Invest (GTAI) die in diesem Jahr erstmalig erschienene Publikation „Usbekistan in Zahlen“. Darin finden sich, in Grafiken und Diagrammen visuell aufbereitet, aktuelle Angaben zu den wichtigsten wirtschaftlichen Indikatoren des Landes. Gleichzeitig wurde auch das schon traditionell zum Wirtschaftstag erscheinende „Deutsch-Usbekische Wirtschaftsjahrbuch“ vorgestellt, das 2015 in Kooperation mit „Ost West Contact“ in einem vollkommen neuen Format erschienen ist.

Falk Porsche präsentierte als Geschäftsführer des im Frühjahr dieses Jahres neu gegründeten Deutsch-Usbekischen Wirtschaftsrates (DUWIRAT) die Vision und die Angebote dieses neuen Akteurs auf dem Feld der deutsch-usbekischen Wirtschaftsbeziehungen.
In der Diskussion zu Straßenbauprojekten und einem stärkerer Fokus auf Energieeffizienz und alternative Energiequellen zur Verbesserung der Infrastruktur und der Energieversorgung stellte Wolfram Klinger von der Firma Bosch Konzepte für den usbekischen Markt vor.

Im Bereich Aus- und Weiterbildung wurden von Torsten Brezina, Direktor der örtlichen Vertretung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), kommerzielle Kooperationsprojekte zur Managerqualifizierung im Rahmen der Corporate Governance Initiative Usbekistans und das bereits viele Jahre erfolgreiche Manager-Fortbildungsprogramm und der Senior Expert Service (SES) vorgestellt.

Am Abend nach dem Wirtschaftsforum erfreute sich das - ebenfalls schon traditionelle – Oktoberfest erneut großer Nachfrage und bot neben Entspannung und Unterhaltung Gelegenheit für weitere Gespräche.

Beitrag: © Bodo Thöns, Bildnachweis: Bodo Thöns

Quelle: https://zentralasien.ahk.de/

 

Empfohlene LINKS:

https://owc.de/epaper/deutsch-usbekisches-wirtschaftsjahrbuch-2015-2016/
https://owc.de/epaper/usbekistan-in-zahlen-2015/

 

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Speisen & Reisen tischte auf: Usbekistan mit allen Sinnen

Speisen & Reisen tischte auf: Usbekistan mit allen Sinnen

Geglückte Premiere von speisen & reisen in der Rennbahn in Neuburg a.d.D. Die erste landestypische Dinnershow am 28.01.2016 führte nach Usbekistan. Im großen Festsaal der Traditionsgastronomie erwartete die Gäste eine gelungene Kombination aus professionellem Vortrag und einem 3-Gang-Menü.

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Deutsche Solar- und Energiespeichertechnik für Usbekistan

Am 22. Juli 2016 wurde im Beisein des Botschafters der Republik Usbekistan S.E. Dr. Amanov ein Vertrag zwischen dem Berliner Konsortium Pretherm Solutions / BAE Batterien und der Taschkenter Staatlichen Technischen Universität „Abu Rayhan Beruni“ zur Errichtung einer Solaranlage mit Batteriespeicher unterzeichnet.

Das dena-RES-Projekt Usbekistan wird im Zuge des von der Deutschen Energie-Agentur (dena) ins Leben gerufenen und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der „Exportinitiative Energie“ geförderten dena- Renewable-Energy-Solutions-Programms realisiert.

PRETHERM Solutions / BAE Batterien werden in Kooperation mit Meyer Burger (Germany), SMA Solar Technology und Märkisches Institut für Technologie- und Innovationsförderung eine 20 KWp Solaranlage mit Batteriespeicher auf dem Gelände der Universität errichten. Die Einweihung der PV- Anlage ist für den 23. September geplant. An diesem Tag soll der „Tag der deutschen Wirtschaft“ in Taschkent stattfinden. Das Projekt dient der Demonstration der Chancen und Perspektiven der solaren Stromerzeugung und -speicherung sowie der Ausbildung der Studenten auf der Basis innovativer deutscher Technologien.

Die 1918 gegründete Universität unter Leitung des Rektors Prof. Karimov M. mit über 12.000 Studenten, 7 Fakultäten (u.a. Energie) ist die größte in Zentralasien. Als regelmäßiger Gastgeber von nationalen und internationalen Konferenzen zur Entwicklung der Wissenschaft, zu Technologien für die Industrie und zur Energiegewinnung ist die Universität ein herausragender Partner für das Projekt und den Eintritt in den sich im Bereich der erneuerbaren Energien entwickelnden usbekischen Markt.

Die dynamische Entwicklung Usbekistans stellt neue Anforderungen an die Energieerzeugung und - versorgung des Landes. 2013/2014 hat die Regierung Usbekistans weitreichende Beschlüsse zur Etablierung der Solarenergie gefasst. Geplant sind für die kommenden Jahre der Aufbau von Solarkraftwerken mit einer Leistung von bis zu insgesamt 2 und die Errichtung von lokalen Produktionsstätten (Module, Wechselrichter, PV-Prüflabor).

Mit dem Projekt verfolgt PRETHERM Solutions / BAE Batterien das Ziel, als kompetenter verlässlicher Partner für usbekische Einrichtungen und Unternehmen am wachsenden Markt teilzunehmen, den Export deutscher Produkte und Technologien sowie die geplante Entwicklung der usbekischen Regierung zu fördern.

Who is who…

Pretherm Solutions GmbH Seit 2006 betätigt sich PRETHERM Solutions GmbH (PTS) aus der Mitte Berlins heraus beim Aufbau nachhaltiger Wirtschaftsstrukturen im Bereich der erneuerbaren Energien. In Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern aus Forschung und Entwicklung, der Energie- und Solarwirtschaft sowie Bank- und Finanzinstituten bietet PTS seinen Kunden komplexe Leistungen zur Entwicklung neuer Strategien, der Planung und der Realisierung zukunftsorientierter Investitionen. Die Markterschließung, Marktbearbeitung und der Ausbau bestehender Geschäftsbeziehungen auf der Basis von mehr als 20 Jahren Erfahrung in Osteuropa und Zentralasien stehen im Focus der Tätigkeit und Nutzen der Kunden. www.pretherm-solutions.de

BAE Batterien GmbH Die BAE Batterien GmbH (BAE), ansässig in Berlin, ist ein mittelständisches Unternehmen mit langer Tradition in der Herstellung von Industriebatterien. Seit mehr als 110 Jahren liefert die BAE zuverlässige Energie in die Welt. Dabei legt BAE höchste Standards an die Qualität seiner Produkte, die alle nach DIN EN ISO 9001 und 14001 zertifiziert sind. Zusätzlich ist BAE nach OHSAS 18001 zertifiziert. Das Kerngeschäft von BAE liegt in der Herstellung von Batterien für stationäre Anlagen, insbesondere dort, wo Strom ohne Unterbrechung fließen muss, wie zum Beispiel bei der Notstromversorgung in Datenzentren, Krankenhäusern, für Energieversorgungsanlagen und Telekommunikationseinrichtungen. BAE produziert ebenfalls Batterien für Schienen- und Flurförderfahrzeuge. Seit längerer Zeit ist das Unternehmen auch im Bereich der erneuerbaren Energien tätig. Mit seinen Photovoltaik-Lösungen trägt das Unternehmen zur reibungslosen und umweltfreundlichen Energieversorgung bei, so auch im Bereich der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge. Damit schafft die BAE zugleich tragfähige Lösungen für eine ökologische Zukunft. BAE hält stets den Anschluss an neueste Entwicklungen und zeitgemäße Forschungstrends. Darüber hinaus investiert das Unternehmen viel Energie in innovative Technologien und die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen. www.bae-berlin.de

Staatliche Technische Universität „Abu Rayhan Beruni“ Die 1918 gegründete Universität unter Leitung des Rektors Prof. Karimov M. mit über 12.000 Studenten, 7 Fakultäten (u.a. Energie) ist die Größte in Zentralasien. Als regelmäßiger Gastgeber von nationalen und internationalen Konferenzen zur Entwicklung der Wissenschaft, zu Technologien für die Industrie und zur Energiegewinnung ist die Universität über die Grenzen Usbekistans anerkannt. Die Universität ist nicht nur Ausbildungsstätte für hoch qualifizierte Nachwuchskräfte, sondern zugleich auch ein bedeutendes Zentrum der Integration von Bildung, Wissenschaft und Produktion. www.tdtu.uz

Deutsche Energie-Agentur (dena) Die dena ist das Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, erneuerbare Energien und intelligente Energiesysteme. Als „Agentur für angewandte Energiewende“ trägt sie zum Erreichen der energie- und klimapolitischen Ziele bei, indem sie Lösungen entwickelt und in die Praxis umsetzt, national und international. Dafür bringt sie Partner aus Politik und Wirtschaft zusammen, über alle Branchen hinweg. Die Gesellschafter der dena sind die Bundesrepublik Deutschland, die KfW Bankengruppe, die Allianz SE, die Deutsche Bank AG und die DZ BANK AG. www.dena.de

Exportinitiative Energie Mit der Exportinitiative Energie unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kleine und mittlere deutsche Unternehmen der Energiebranche bei der Erschließung von Auslandsmärkten. Angesprochen sind Unternehmen, die Energielösungen im Bereich Erneuerbare Energien, Energieeffizienz, intelligente Netze oder Speicher anbieten. Die Exportinitiative verfolgt das Ziel, deutsche Energie-Technologien international stärker zu positionieren und zu verbreiten, um das Marktpotential für deutsche Technologien und deutsches Know-how zu erhöhen. Ausgerichtet auf die jeweiligen Exportphasen stehen bei den Angeboten der Exportinitiative die Informationsvermittlung, die Kontakt- und Geschäftsanbahnung bzw. das Auslandsmarketing im Fokus. www.german-energy-solutions.de

dena-Renewable-Energy-Solutions-Programm (dena-RES-Programm) Mit ihrem dena-RES-Programm unterstützt die Deutsche Energie-Agentur (dena) Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche bei der Erschließung von Märkten. In attraktiven Zielmärkten wird Energietechnik öffentlichkeits- und werbewirksam an repräsentativen Einrichtungen installiert und durch Aktivitäten im PR-, Marketing- und Schulungsbereich umfassend begleitet. Diese vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der „Exportinitiative Energie“ geförderten Leuchtturmprojekte haben zum Ziel, die Qualität deutscher Produkte im Bereich erneuerbare Energien zu demonstrieren und teilnehmenden Unternehmen den nachhaltigen Eintritt in neue Märkte zu erleichtern. www.export-erneuerbare.de/EEE/resprogramm Kooperationspartner:

Meyer Burger (Germany) AG, www.meyerburger.com

SMA Solar Technology AG, www.sma.de

Märkisches Institut für Technologie- und Innovationsförderung, www.miti-ev.de

 

Pressekontakt:

Pretherm Solutions GmbH; Dr. Peter Urban; Tel.: +49 (0) 30 2025 3523; E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Botschaft der Republik Usbekistan
Perleberger Str. 62, 10559 Berlin
Tel.: 030 394 098 0; Fax: 030 394 098 62
e-mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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